Zerstöre ich meine Familie?

7 Antworten

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Du schreibst nicht wirklich, was du konkret machst oder nicht machst, um die Familie zu zerstören oder wie die anderen diesen Eindruck bekommen.

Hältst du dich an Regeln?

Beteiligst du dich an Haushaltsaufgaben?

Verhältst du dich freundlich und rücksichtsvoll den anderen Familienmitgliedern gegenüber?

Wie verhalten die sich: Sind sie freundlich und rücksichtsvoll zu dir?

Gibt es von ihnen Unterstützung, liebe Worte, Lob an dich?

Lassen sie dir den Raum, deinen Interessen nachzugehen?

Tja, wie kann man nun daran arbeiten?

Man kann Bereitschaft zeigen, für die Familie etwas zu tun (z.B. Bad putzen, Tisch liebevoll decken, mal den Eltern abends ein Glas Rotwein bringen oder den kleinen Bruder ins Bett bringen etc., um sie zu entlasten.

Man kann (sollte) sich Freiräume für seine eigenen Auszeiten schaffen, seinen Interessen nachgehen, seine Fähigkeiten ausbauen, sich Möglichkeiten für Entspannung und "Energietanken" suchen, also seine Hobbys etc. ausüben und, so vorhanden, Freunde zu treffen. Außerdem solltest du deinen Frust irgendwo abbauen, wenn du keinen zum Reden hast, und sei es in Form eines Junk-Journals (alles aufschreiben, zerreißen, wegwerfen), anaonym im Internet oder in Form kreativer Verarbeitung in einer Geschichte, einem Blog etc., der nicht direkt von deiner Familie handelt, sondern den Frust anderweitig (durch Schreiben über ein anderes, ein allgemeins Thema oder Verarbeitung in Geschichten) abbaut.

Schreibe vielleciht mal in einem Psychotherapieforum, bitte um Hilfe für aktuelle Probleme, frage konkret, was du machen kannst, nachdem die und die Situation aufgetreten ist und die und die Anschuldigung kam.

Ein Familienmitglied kann schwierig sein und andere belasten, z.B. durch seine Krankheit, Wutausbrüche, Forderungen, die die anderen belasten - aber ein Familienmitglied ist NIE alleine Schuld am Kaputtgehen der Familie, sondern die Art, wie die restliche Familie damit umgeht ist das Problem. Angenommen, ein Pflegefall im Haus ruft ständig nach Aufmerksamkeit: Rede mit mir, bring mir etwas zu essen, hilf mir auf die Toilette, du lässt mich immer allein. Dann kann eine Person das machen, immer frustrierter werden, am Ende vielleicht aggressiv und dann hat der Pflegende Burnout und der Pflegefall ist frustriert und vielleicht verängstigt und glaubt, es nur verbessern zu können, indem er auf seine legitimen Bedürfnisse verzichtet. Statt dieser Pattsituaiton - Burout und Frust vs. Einsamkeit und Depression - könnten beide überlegen, was man für alle verbessern kann: Externer Pflegedienst, jeder redet mal mit dem Pflegefall, jeder hat aber auch Möglichkeiten, seinen Interessen außerhalb des Hauses oder des Zimmers des Pflegefalls nachzugehen, ohne dass dies für ihn gleich Vernachlässigung und Einsamkeit bedeutet.

Suche mit dem Familienhelfer so eine Lösung für deine Familie und dich: Die Bedürfnisse ALLER Familienmitglieder sollen so erfüllt werden, dass keiner sich dafür aufopfert oder aufgibt und dass jeder so weit wie möglich seine berechtigten Bedürfnisse durchsetzen kann, aber auch da zurücksteckt, wo er andere zu sehr belasten würde und für diese Situationen Alternativen findet. Beim Pflegefall könnte da z.B. heißen, dass alle mal gemeinsam weggehen können und ein Fremder den Pflegefall zu Hause betreut, aber dann auch alle mal etwas mit dem Pflegefall zusammen machen, das diesem Auftrieb und Geselligkeit bietet. Eine Hand wäscht halt die andere.

Meist ist nicht eine Person Schuld, sondern Überforderung aufgrund mangelnder Lösungsansätze, die ALLEN helfen. Meist glaubt man, der eine müsste sich für den anderen opfern, also entweder leidest du oder die Familie. Das ist aber nicht richtig - es gibt einen Mittelweg. Besprich mögliche Mittelwege mit dem Familienhelfer erst alleine und dann mit ihm und der restlichen Familie. Verzichte nicht auf deine legitimen Bedürfnisse, aber versuche, sie auch keinem alleine aufzubürden.

Also an einem Konflikt ist niemand alleine Schuld. Außerdem ist es vollkommen egal, wer schuld hat, da die Situation nun mal so ist, wie sie ist.
Da du sagst, dass du dich mit allen streitest klingt es so als wenn du der Herd wärst.
Warum streitet ihr denn? Ist es wirklich wichtig worüber ihr streitet?

Ich habe ein paar Tipps die dir vielleicht helfen.
1. Nutze den Moc. Der "moment of control" ist der kurze Moment der Bewusstheit bevor man das Bewusstsein aufgrund von Wut o. Ä. Verliert. In diesem Moment solltest du einfach mal in dich gehen und tief atmen. Das hilft runter zu kommen und nicht gleich an die Decke zu gehen und zu streiten.
Der Moc kann durch einfache Bewusstseinsübungen wie (Achtung abschreckendes Wort) Meditation (DamDamDaaaaaam/IIIHHHH ich bin doch kein alter Sack in den Bergen) verlängert werden. So kannst du ihn noch mehr nutzen.

2. Mach dir eine Liste von häufigen Streitthemen. So kannst du wenn das Thema fällt früher reagieren und dich die bewusst machen.

Ich hoffe das hilft dir.
Schreib bitte mal ob's klappt.
Alles gute.

Ein Beispiel ist z.B. Ich habe gerade gekocht und meine Schwester, meine Mama und ich saßen dann gemütlich am Essenstisch, dann kam mein Stiefvater und hat sich wieder über was aufgeregt und bevor ich dann rumschreie bin ich lieber in mein Zimmer gegangen und esse da.

Außerdem helfe ich jeden Freitag meinem Stiefvater bei der Arbeit, würde ich das nicht machen, dann hätte er den Job schon längst hingeschmissen und wir wären wieder von der Arge abhängig.😔

Hey, so wie du das schreibst kommst du echt nett rüber und ich wüsste nicht warum du Schuld an der Sache sein könntest. Du versuchst ja auch noch alles wieder gut zu machen holst Hilfe und alles aber die anderen sehen es wahrscheinlich eher als Blockade und nicht als Hilfe weil sie denken sie können das alleine Regeln. An deiner Stelle würde ich zu meinem Stiefvater und deiner Mutter hingehen und ihr die Wahrheit ins Gesicht sagen also das es wirklich schlecht gerade ist und du darfst gerne übertreiben das sie wirklich merken was sie kaputt machen.

Nein. Bitte nicht übertreiben. Sonst nehmen sie dich nicht erst und alles wird schlimmer.

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@Yin060

Wenn ihre Eltern ihr nicht zuhören dann muss sie ja übertreiben um überhaupt gehört zu werden

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@Querbox

Wenn die Tochter/der Sohn die ganze Zeit am "Aufregen" und "Streit anfangen" ist, wird sie nicht mehr Ernst genommen und sollte ruhig über ihre Probleme nachdenkne, wieso es zum Streit kommt.

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??? Du weißt doch gar nicht, was da vorfällt.

Außerdem schreibt der Fragesteller doch, dass ER SELBST mit allen Streit anfängt. Er regt sich über alles auf. Und dass die Mutter keine Lust auf so etwas hat, kann man ja verstehen, wenn das Kind nur die ganze Zeit am Meckern ist.

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Wenn ich irgendwo anders bin , dann bin ich gar nicht so, dann bin ich eigentlich eine fröhliche lustige Person😔 nur wenn ich Zuhause bin gibt es Streit.

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