Zerbrochen und einsam fühlen?

5 Antworten

Hallo SecretoftheMoon,

das Gefühl, wertlos zu sein, muss Dich nicht den Rest Deines Lebens begleiten. Es ist wichtig, Dein Selbstwertgefühl nach und nach aufzubauen. Aber wie?

Der Feind eines ausgeglichenen Selbstvertrauens ist meistens in uns selbst selbst zu finden: eine innere Stimme, die uns verurteilt und kritisiert. Man muss begreifen, dass dieser innere Kritiker uns eigentlich keinen Gefallen tut, im Gegenteil: Er ist die Ursache dafür, dass Du Dich selbst ablehnst und Dich Deiner Selbstachtung beraubt. Ein wichtiger Schritt ist es, nicht diesen Kritiker über Deinen Selbstwert bestimmen zu lassen, sondern wieder selbst die Regie zu übernehmen. Das ist sicher leichter gesagt als getan. Wie kann das gelingen?

Wenn Dich wieder einmal Deine innere Stimme verurteilt, warum dies widerstandslos annehmen, ohne es erst einmal zu hinterfragen und infrage zu stellen? Statt sich also selber zu sagen: "Ich mache immer alles falsch", oder "Das schaffe ich nie", könntest Du Dir klar machen, dass Fehler und Schwächen kein Grund sind, sich zu schämen oder sich zu verurteilen. Besser ist es, für die eigenen Fehler und Schwächen Verständnis aufzubringen und sich selbst anzunehmen.

Willst Du Deine Selbstachtung aufbauen, dann lerne es, gut zu Dir selbst zu sein und zeige Verständnis für Deine Unzulänglichkeiten. Versuche Dich selbst immer so zu behandeln, wie Du einen Dir sympathischen Menschen behandeln würdest: Liebevoll, geduldig und verständnisvoll. Wenn Du Dir jedoch immer wieder Selbstvorwürfe machst und Selbstkritik übst, streust Du in gewisser Weise Salz in Deine Wunden. Sei Dir darüber im Klaren, dass Du Dich und Dein Leben nicht verbesserst, wenn Du Sich selbst ablehnst oder Dein eigenes Ich hasst. Halte Deinen inneren Kritiker möglichst klein, in dem Du Dich nicht immer wieder von Deiner unerbittlichen Selbstkritik herunterziehen lässt.

Was einer gesunden Selbstachtung entgegen läuft, ist, wenn Du Dich immer wieder mit anderen vergleichst, oder Dich an dem Idealbild misst, das Du von Dir selbst hast. Dieses Idealbild stammt meistens nicht von einem selbst, sondern von Menschen, die einen im Laufe des Lebens geformt haben: Z. B. die Eltern, Lehrer oder Gleichaltrige. Also haben sich wahrscheinlich andere das Bild, dem Du möglicherweise hinterher läufst, für Dich ausgedacht. Wäre es nicht viel besser, zu dem zu werden, der Du sein möchtest?

Manchmal sind es auch recht kleine und einfache Dinge, die Dir zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen können. Du kannst z. B. mit einem Lächeln innerhalb kürzester Zeit Deine Gefühle positiv beeinflussen. Das funktioniert selbst dann, wenn Dir nach Lachen gar nicht zumute ist. Das kommt daher, weil unser Geist mit unserem Körper verbunden ist.

Auch die Körperhaltung ist mitbestimmend dafür, ob Du Dich klein und mickrig oder selbstbewusst fühlst. Eine aufrechte, gerade Haltung vermittelt ein anders Gefühl, als wenn Du mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern umherläufst. Ein weiterer Tipp ist die richtige Atemtechnik. Sobald Du hektisch und aufgeregt bist, wird Deine Atmung automatisch flach. Wenn Du ganz bewusst darauf achtest, immer dann, wenn Du erregt bist, langsam tief ein und auszuatmen, wirst Du sehen, dass Du ruhiger wirst.

Falls Du mal wieder in einem seelischen Tief steckst, kann körperliche Bewegung wahre Wunder wirken. Fahre Fahrrad, gehe joggen oder mache einfach nur einen Spaziergang. Ganz bestimmt wirst Du Dich hinterher besser und ausgeglichener fühlen. Und zum Schluss noch ein letzter Tipp: Für andere da zu sein und sich selbstlos für jemanden einzusetzen, macht ein gutes Gefühl! Das Bewusstsein, etwas Sinnvolles geleistet zu haben, hebt letztendlich auch Dein Selbstbewusstsein.

Auch die Bibel verhilft zu einem ausgeglichenen Selbstbild, wenn sie sagt:" Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Wie dieser Text zeigt, brauchen wir ein gewisses Maß an Eigenliebe, um psychisch gesund und stabil sein. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass es nicht mehr nötig wäre, sich zu verändern oder zu verbessern.

Es ist auch ein schöner Gedanke, dass Gott Dich persönlich für wichtig hält. Ein Bibelschreiber, der berühmte König David von Israel, brachte das einmal wie folgt zum Ausdruck:" Du selbst hast mein Sitzen und mein Aufstehen erkannt. Du hast meine Gedanken von fern bemerkt. Mein Wandern und mein Liegen hast du ermessen, Und du bist ja mit all meinen Wegen vertraut geworden." (Psalm 139:2,3). Gott hatte sich also mit den Einzelheiten im Leben Davids befasst. Sein Interesse ging sogar so weit, dass er sich mit den innersten Gedanken Davids beschäftigte. Ein solches persönliches Interesse hat Gott auch heute an jedem einzelnen von uns. Wie bei David, so blickt er auch auf Dein Leben und hat persönliches Interesse an Dir.

Ich hoffe, Du fühlst Dich mit all diesen Ratschlägen nicht überfordert. Du kannst sicher nicht von Heute auf Morgen gleich alles eins zu eins umsetzen. Doch je mehr Du an Dir arbeitest, umso mehr wirst Du Dich verändern und ausgeglichener über Dich selbst denken. Viel Kraft und Erfolg dabei!

LG Philipp

Wenn ich deine Aussagen lese, bin ich sehr betroffen und du tust mir sehr leid. Du befindest dich in einer fürchterlichen Situation.

Spontan fällt mir ein, daß es in der Heiligen Schrift einen Text gibt, der die heutigen Zustände genau beschreibt:

"Dies aber erkenne, daß in den letzten Tagen kritische Zeiten da sein werden. Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig,Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, nicht loyal, ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen vor Stolz, die Vergnügungen mehr lieben als Gott....." (2. Timotheus 1 ff)

Liest sich das nicht wie eine exakte Beschreibung der heutigen menschlichen Gesellschaft? Kein Wunder, daß zarte, sensible Menschen Schaden nehmen wie eine schöne Blume, die anstatt Sonne und Wärme nur Eiseskälte und Sturm ausgesetzt ist? Könnte diese Gegebenheiten nicht die Ursache für deine schlimmen Depressionen sein?

Offensichtlich befinden wir uns in den letzten Tagen der gegenwärtigen Weltordnung, die gescheitert ist. Aber wir haben einen liebevollen Schöpfer, der bewußt zugelassen hat, daß sich die Menschen nach ihren eigenen Maßstäben selbst regieren, allerdings nur für eine begrenzte, von ihm selbst bestimmte Zeit. Sie sollten erkennen, daß es ohne liebevolle Führung eines göttlichen, weisen Schöpfers nicht geht.

Jetzt ist die Zeit, diesen Schöpfer kennen zu lernen, indem man sich mit seinem Wort befaßt. Dann hat man eine Chance, geistig zu gesunden und Hoffnung zu schöpfen. Gott wird die Erde von allem Bösen reinigen und das erbetene "Reich Gottes", seine wiederaufgenommene Herrschaft, wird alle Schäden, die durch die Untreue der Menschen entstanden sind, wieder gut machen.

Was vor uns liegt, wenn wir unseren Frieden mit Gott gemacht und mit seiner Hilfe sein Eingreifen überlebt haben?

Offenbarung 21:3 und 4:

"Siehe, das Zelt Gottes ist bei den Menschen und er wird bei ihnen weilen und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen."

Ich wünsche dir, daß auch du diese Rettung erleben darfst.

Hey, hallo.

Es tut mir sehr Leid, dass du dich so fühlst. Ich möchte dir gerne ans Herz legen, dir therapeutische Hilfe zu suchen. Ich habe auch seit meiner Jugend wiederkehrende Depressionen und eine emotional instabile Persönlichkeits-Störung. Ich gehe seit fünf Jahren regelmässig in Therapie, nehme Medikamente und war auch zwei mal stationär auf einer Klinik (es war eine gute Erfahrung). Die Depressionen sind jetzt viel besser und im Griff. Keine Suizidgedanken mehr. Es wird besser!

Gib nicht auf. Auch du bist auf dieser Welt aus einem Grund. Dein Licht scheint, auch wenn du es selbst noch nicht sehen kannst.

Liebe Grüsse und viel Mut.

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