Zentrale Glaubenslehren im Judentum?

4 Antworten

Ich gebe mal eine Korrektur hier hinein, denn das von tinimimni ist christlich, nicht jüdisch!

Die Juden haben den Monotheismus, an den Einen G"tt zu glauben seid genau 5774 Jahren.

Der Begriff Jüdischer Glaube bezieht sich auf die religiösen Traditionen des Judentums in der jüngsten Geschichte, in der biblischen und vorbiblischen Zeit und in der Vielfalt seiner Strömungen. Das diese religiösen Traditionen tragende, bewahrende und lehrende Judentum der Gegenwart wird rabbinisch genannt. Häufig wird im Sinne dieses Begriffs von den jüdischen Glaubensprinzipien gesprochen, die im angelsächsischen Raum Jewish principles of faith genannt werden. Diese sind jedoch im Unterschied zum Christentum nicht allgemeingültig definiert und somit nicht dogmatisch. Auch der Glaube an die Existenz Gottes ist im Judentum nicht dogmatisch, im Gegensatz zum Beispiel zum islamischen Glaubensbekenntnis, der Schahĝda. Das Judentum kennt keinen Katechismus. (wiki)

Für alle Juden gilt die Torah, nicht jedoch für andere Völker. Gleiches verhält sich zum Tanach, was von den Christen leider zum "Alten Testament" degradiert wurde, aber für uns Juden noch heute Gültigkeit hat. Die Überlieferung von G"tt an Mose ist auch im 3. Buch Mose festgehalten worden, die mündliche Torah (Mischne), woraus in einer Zeit von ca. 1500 jahren ca. 3000 Kommentatoren die Diskussion zur mündlichen Torah entstand, die Gemara. Aus beiden entstand der Talmud. Einfacher erklärt: Die schriftliche Torah (5. Bücher Mose, Pentateuch) sind die Zurtaten zum Gericht, der Talmud das Rezept zum Gericht. Beides ist daher nicht voneinander trennbar.

Auch ein Grund, warum andere Völker (Religionen) die Torah nie verstanden, falsch übersetzen, ducheinandermixten etc., weil sie das Rezept (Talmud) ignorierten.

Die Zeiten ändern sich, und um weiter die Gesetze halten zu können, entstand aus beiden die Halacha, das jüdische Gesetzbuch, und für unsere moderne Zeit der Schulchan Aruch, in dem auch das Moderne integriert steht.

Unsere 10 Gebote sind, seit rund 3000 Jahren unverändert:

  1. Ich bin der Ewige, dein G"tt, der sich herausgeführt hat aus dem Land Ägypten (Mizraim)

  2. Du sollst keine anderen G"tter haben vor mir. Du sollst dir kein Stein- noch ein andres Bild machen von dem, was im Himmel oben, was auf der Erde unten und was im Wasser unter der Erde ist. Bücke dich nicht vor Ihnen, diene ihnen nicht, denn ICH, der Ewige, bin ein eifender G"tt, der die Schuld der Väter ahndet an Kindern, am dritten und vierten Geschlecht (Generation), bei denen, die MICH hassen. Der aber Liebes tut bis ins tauserndste Geschlecht (Generation) denen, die MICH lieben und MEINE Gebote wahren.

  3. Sprich den Namen des Ewigen, deines G"ttes, nicht zum Falschen aus; denn der Ewige läßt den nicht ungestraft, der SEINEN Namen zum Falschen (unnütz) ausspricht.

  4. Gedenke des Schabat-Tages, ihn zu heiligen. Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk verrichten. Aber der siebte Tag ist ein Feiertag dem Ewigen, Deinem G"tt, kein Werk darfst Du verrichten, weder Du, noch Dein Sohn, Deine Tochter noch Dein Diener, Deine Magd und Dein Vieh, noch der Fremde, der in deinen Toren weilt. Denn in sechs Tagen hat der Ewige den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles was darin ist, und ER ruhte am siebten Tag. Daher segnete der Ewige den Schabat-Tag und heiligte ihn. (wörtliche Übersetzung Schabat: Samstag)

  5. Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lang werden auf dem Boden, den der Ewige, dein G"tt, dir gibt.

  6. Du sollst nicht morden

  7. Du sollst nicht ehebrechen.

  8. Du sollst nicht stehlen.

  9. Mache keine falsche Zeugnisaussage gegen deinen Nächsten.

  10. Begehre nicht das Haus deines Nächsten; begehre nicht die Frau deines Nächsten, seinen Diener, seine Magd, seinen Ochsen, seinen Esel und nichts, was deinem nächsten gehört.

Die Christen konnten das 1. Gebot nicht übernehmen, weil sie zum einem den Sinn nicht darin verstanden, und weil sie niemals aus dem Sklavendienst aus Ägypten befreit wurden. Ihnen ist daher auch das Verständnis dafür vorbehalten, es jemals zu verstehen.

Das 6. Gebot heißt hebräisch Lo Tirzach, was nach korrekter Übersetzung heißt: Nicht Morde. Von "Du sollst nicht töten" steht nichts in der Torah und daher eine Erfindung vieler Christen.

Nicht ein wenig spät noch mal eben schnell ein Refarat zusammen zu suchen?

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Wenn ich dich richtig verstehe meinst du den Pentateuch, also die 5 Bücher Mose.

Zentral ist das monotheistische Gottesbild, in der "der Herr" das erwählte Volk "Israel" in das "gelobte Land" führt.

Die Juden haben den Monotheismus, den Ein Gott glauben seid ca3000 Jahren.

Als „Grundgesetz des Menschen“ hat Thomas Mann die Zehn Gebote bezeichnet. Ursprünglich an das aus der Sklaverei befreite Volk Israel gerichtet, gilt der „Dekalog“ im Judentum und im Christentum als grundlegende Weisung für das Verhalten gegenüber Gott und den Mitmenschen. Auf der Suche nach der gemeinsamen Botschaft der Zehn Gebote betont der Religionspädagoge Prof. Dr. Daniel Krochmalnik die Freiheit als zentralen Begriff: "Die Zehn Gebote wollen nicht als zehn Klagen oder zehn Plagen gelesen werden, sondern als zehn Grundartikel der Magna Charta der Freiheit". Dabei gehe es um die Freiheit Gottes, die Freiheit des Volkes, die Freiheit des Nächsten und damit auch um soziale Verantwortung aber ebenso um die eigene Freiheit.

In der Bibel ist der „Dekalog“ (hebräisch: asäret ha-dibrót= zehn Worte oder gr.: he dekálogos nomothesia = aus zehn Worten bestehende Gesetz) an zwei Stellen zu finden: im 2. Buch Mose 20 "Exodus" und im 5. Buch Mose 5 "Deuteronomium". Zentrale Bedeutung haben in allen drei Abrahamitischen Religionen, Judentum, Christentum und Islam, die ersten (je nach Zählweise) zwei oder drei Gebote: Gottesfurcht, Bilderverbot und Namensheiligung.

Judentum:

  1. Ich bin der Herr, dein Gott.
  2. Du sollst keine fremden Götter neben mir haben. Du sollst dir kein Bildnis machen.
  3. Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.
  4. Gedenke, dass du den Sabbat heiligst.
  5. Du sollst Vater und Mutter ehren.
  6. Du sollst nicht morden.
  7. Du sollst nicht ehebrechen.
  8. Du sollst nicht stehlen.
  9. Du sollst kein falsches Zeugnis geben.
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

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