Zeitungsartikel über Bibliothek/Buchhandlung - Gute Fragen?

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2 Antworten

Hallo icedream, das ist ein interessantes Thema. Du könntest zuerst nach der Geschichte bzw. dem Alter und evtl. der Mitarbeiterzahl der Buchhandlung fragen und das als Einstieg nehmen. Dann ist natürlich das Angebot wichtig; evtl. auch eine Buchempfehlung oder ein Lieblingsbuch des Besitzers. Bei einer Buchhandlung kannst Du auf die Kundschaft, bei einer Bibliothek auf den Leserkreis eingehen. Außerdem kannst Du über zusätzliche Produkte oder Angebote schreiben. Wichtig ist sicherlich auch, ob sich das Kauf- oder Leseverhalten der Kunden in letzter Zeit verändert hat. Dann machst Du noch ein schönes Foto, das etwas in Deinem Artikel veranschaulicht. Viel Erfolg.

Hallo icedream,

ich beginne mal mit 'ner Gegenfrage: warum hast Du Dir die örtliche Buchhandlung ausgesucht? Was findest Du daran spannend? Und wenn Du den Grund für Deine Neugier / Dein Interesse herausgefunden hast, dann stelle Dir erst einmal wie ein hartnäckiges Kind selbst alle Fragen, die Dir einfallen und schreib sie auf. Es dürfen auch dumme Fragen sein! Hilfreich sind dabei die sechs sogenannten journalistischen W-Fragen:

Wer? Wie? Was? Wann? Wo? Warum?

Abgesehen von Deiner persönlichen Neugier mach Dir nun aber auch noch Gedanken, welche Fragen für Deine Leser am interessantesten sein könnten und welche Form für Deinen Text die beste ist.

Leichtes Spiel hast Du, wenn es einen aktuellen Anlass für Deinen Text gibt, denn Zeitung bedeutet ja ursprünglich "Neuigkeit". In diesem Falle könntest DU einen aktuellen Bericht schreiben. Wenn die Buchhandlung also gerade von einem neuen Betreiber übernommen wurde, oder demnächst eine neue Lesereihe o.ä. veranstaltet, dann hast Du einen aktuellen "Aufhänger", an dem Du Deinen Text und Deine Fragen ausrichten kannst. Zur Not geht auch ein rundes Jubiläum - 10, 15, 20 Jahre etc, dann kannst Du mit Hilfe der W-Fragen herausfinden, wie die Buchhandlung entstand und wie und warum sie sich bis heute so entwickelt hat, wie sie sich entwickelt hat und welche Pläne /Herausforderungen es für die Zukunft gibt.

Es gibt aber auch die journalistische Form des Porträts. Das muss dann auch nicht aktuell sein- hier geht es nur darum, einen Menschen oder eine Institution, die die meisten Leute kennen, möglichst frisch und mit ein paar "O-Tönen" (also Originalzitate aus Deinem Interview") darzustellen. Frag auch da Deinem Interviewpartner mit Hilfe der W-Fragen Löcher in den Bauch und vergiss nicht, den Menschen und den Ort lebendig zu beschreiben: Wie klingt seine Stimme? Was ist typisch für ihn? WIe riecht es in der Buchhandlung? Sind viele Kunden im Raum? etc.

Zuletzt noch zwei Tipps:

1) Buchhandlungen haben in den letzten Jahren massiv Konkurrenz durch das Internet bekommen.

2) Eine gute Vorübung, um in der freien Wildbahn jemanden zu interviewen ist es, die Leute von der Zeitungsredaktion, bei denen Du Dein Praktikum machst, zu fragen, wie Du denn bei Deinem Text vorgehen solltest. Das sind schließlich die Profis, die es am besten wissen sollten und als angehender Lokaljournalist solltest Du immer darauf achten, Deine Fragen auch einer möglichst kompetenten Person zu stellen.

Viel Erfolg und Spaß beim Fragen und Schreiben!

akanthus

P.S. Die Begriffe "Bibliothek" und "Buchhandlung" sind nicht austauschbar.

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