Zeit,Illusion,Physik, Philosophie

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12 Antworten

Die Änderungsfrequenz eines Menschen hängt von der Aufnahmegeschwindigkeit von Informationen zu seinem Gehirn ab. Wenn du es schaffen solltest, jemanden in 0,0000000001ms zu umarmen, so wird er erst lange nach dem du ihn umarmt hast zu einem anderen Menschen (falls er deine Umarmung als Impuls am Ende wahrgenommen hat).

Suboptimierer 30.03.2012, 10:39

OK, habe nochmal darüber nachgedacht. Zwar benötigt der Mensch eine gewisse Zeit, bis er Informationen aufgenommen und verarbeitet hat. Eine einzelne Information würde also genau dieser Verzögerung unterliegen. Aber dafür werden parallel laufend andere Informationen aufgenommen. Es ist nur noch die Frage, ob es nicht "pseudoparallel" ist, so wie ein Computer auch nur "Pseudomultithreading" unterstützt. Tatsächlich werden sicherlich auch die anderen Sinneseindrücke sequenziell verarbeitet und es wird mit Sicherheit auch dazwischen eine "Pufferzeit" geben.

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Zeit, Raum, Kausalität sind Dimensionen unserer Wahrnehmung, unseres Bewusstseins. Wir erleben Gegenwart, erleben Veränderung als Überwindung von Widerstand, als Alterung, als Erinnerung, die sich verflüchtigt und als Zukunft, die nicht zu greifen ist.

Nun versucht Julian Babour die Zeit als Dimension herauszukürzen und auf die Dimension Raum zu reduzieren, wobei er mit der Dimension Raum als Wahrnehmungsdimension unseres Bewusstseins auf genauso schwankenden Füßen steht. Unser Bewusstsein "rennt dann nicht mehr durch die Zeit" sondern "hastet von einem Realitätspunkt zu einem anderen".

Ich würde sagen: Für unser Bewusstsein macht das keinen großen Unterschied, mit was es sich abhaspelt. Ich habe in den Theorien von Babour jedoch keine Erklärung gefunden, warum wir ausgerechnet alle in die gleiche, unglückselige Richtung rennen, nämlich immer von jüngeren Zuständen zu älteren Zuständen. Ich bin 64. Da wäre es doch langsam an der Zeit, dass mir z.B. Herr Babour erläutert, wie ich die Richtung ändern kann. Wenn das nicht geht, ist es meines Erachtens egal, ob ich entlang einer Zeitachse laufe oder mit vorgegebener Richtung durch Realitätspunkte irre.

Ich stehe auf dem Standpunkt, dass die Momente, die ich auf der Zeitachse oder in der Raumachse bewusst erlebe, für mich die realen sind. Möglich nennen wir auf der Zeitachse die Punkte, die wir nicht erlebt haben, aber hätten evtl. naheliegenderweise erleben können. Leute, die sich in den verpassten Möglichkeiten versenken, nennt man realitätsscheue Träumer, Denn MÖGLICH ist nicht REAL. Betrachtet man das nicht auf der Zeitachse sondern auf einer imaginären Raumachse, sind für das Bewusstsein alle Punkte nicht real, an denen es nicht vorbeigekommen ist, auch wenn sie als mögliche Kontaktpunkte in Frage gekommen wären.

Für Dein Bewusstsein ist es doch egal, ob Dein Geburts-ich auf der Zeitachse weit von Dir weg ist oder auf der Raumachse. Weg ist weg, denn Dein Bewusstsein lebt im Jetzt auf der Zeitachse und in diesem Raumpunkt auf der Raumachse. Allerdings, egal auf der Zeit- oder auf einer Raumachse, Stetigkeit ist eine Illusion. Wir verändern uns ständig, geistig und körperlich. Der Trick unseres Bewusstseins ist (so z.B. die Hirnforschung) dass es sich eine Erinnerungskontinuität anlegt, dessen Zentrum ein vermeintlich immer gleichbleibendes Ich ist. Jeder Tagebuchschreiben, der mal in zurückliegenden Jahren blättert, weiß, dass das ein Irrtum ist. Doch um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, muss ich die Zeit nicht abschaffen.

Fantho 30.03.2012, 00:34

muss ich die Zeit nicht abschaffen

die es eigentlich gar nicht gibt (somit kann man sie auch nicht abschaffen) ;-)

MfG Fantho

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berkersheim 30.03.2012, 10:40
@Fantho

@Fantho

Nur nicht so kleinlich! Wer den Beitrag gelesen hat, vor allem die einführenden Sätze, kann nachvollziehen, dass gemeint ist, dass man Zeit als Dimension unserer Wahrnehmung nicht künstlich aus der Wahrnehmung "herausrechnen" muss. Ansonsten ist jeder selbst verantwortlich, wie er mit Zeit umgeht. Wer sich mit Unterdrückung des Zeitbewusstseins unbedingt in die Ewigkeit mogeln will, soll das von mir aus tun. Ich kann nur jedem versichern, dass die Realerfahrung des Alterns bleibt.

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berkersheim 30.03.2012, 11:09
@berkersheim

Mir fällt beim Lesen einiger Kommentare auf, dass hier Zeit oft als etwas REALES wie Tisch und Stuhl gedacht wird. Zeit ist eine DIMENSION und DIMENSION bedeutet Maßgröße in einer Maßeinheit. Das was Babour sagt, ist so neu nicht. Dazu müsste man David Hume genau lesen, der sagt, dass wir real nur unverbundene Sinneseindrücke haben und die Verknüpfung, die Bemessung nach Raum oder Zeit von unserem Verstand geschaffen werden als Grundorientierungsvoraussetzung des Lebens in dieser Welt. Die Dimensionen des Bewusstseins helfen uns, in dieser Welt zurecht zu kommen. Sie sind nicht real sondern von uns als Maßstab auf die Welt bezogen. Wir wissen nicht, wie ein Bakterium Zeit und Raum erlebt und können nur spekulieren, dass es ja auch eine Orientierung in der für sie überlebenswichtigen Welt braucht, die aber eine andere ist als die unsere. Für UNS sind UNSERE Bezugsdimensionen zu UNSERER Überlebenswelt wichtig und die Frage ist, ob das so bleiben muss, wenn die Wissenschaft in andere Weltdimensionen reinriecht.

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Snanifo 30.03.2012, 13:45
@berkersheim

Zeit ist ja durchaus etwas Reales! Vielleicht nicht wie Tisch und Stuhl, aber doch mindestens so real wie die Zahlen oder Ähnliches, das sich der Mensch durch Abstraktion denkt. Du sagst "Dimension" dazu, bist dir vielleicht aber nicht im Klaren darüber, dass die normalen Dimensionen immer als Grundlage eine Qualität haben, und nur dann kann man eine Einheit bilden und diese Qualität messen, ein Quantum dieser Einheit bilden. Auch bei Längen wird von den konkreten Gegenständen abstrahiert und nur die Länge(Breite,Höhe) des Gegenstandes durch Festlegung der Einheit und Zählen der dabei vorkommenden Einheiten bestimmt. Dieser Vorgang wird auch Messen genannt.

Zeit ist der Ablauf von verschiedenen Vorgängen nacheinander, von denen abstrahiert wird und gleichmäßig ablaufende Naturphänomene wie "Tag und Nacht"(aufgeteilt willkürlich in 24 Stunden usw.), "Sommer und Winter", "Sonnenhöchststand und Sonnenniedrigststand" dazu verwendet werden, eine Messung vorzunehmen, die auf Gleichmäßigkeit beruht, also eine Einheit hergibt. Heutzutage sind diese Anhaltspunkte Schwingungen bestimmter Atome, doch aber bezogen wieder auf die objektiven sichtbaren Wiederholungen der Natur. Ich bin mit dir einig, dass die sachliche Verbindung von Sinneseindrücken unser Verstand leistet, nicht nur, um zurechtzukommen, denke ich. Voraussetzung, zurechtzukommen, ist doch auch eine gewisse Erkenntnis der Sachverhalte, zu der der Mensch durch seinen Ratio in der Lage ist!

Das schließt natürlich neue Erkenntnisse und auch wieder das Messen dieser nicht aus!

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berkersheim 30.03.2012, 15:06
@Snanifo

@Snanifo

Einverstanden. Real wie Zahlen, die auch ein Ordnungsmuster für unseren Umgang mit der Welt sind. Und schon sehr früh haben Menschen neben dem qualitativ-individuellen Erleben von Zeit anhand natürlicher Rhythmen versucht, Zeit zu quantifizieren und z.B. zur Bestimmung guter Zeiten für Aussaat, Ernte, Jagd usw. zu nutzen. Dennoch repräsentiert die Empfindung von kontinuierlichem Zeitfluss eine Empfindung unseres Bewusstseins, von dem wir nicht wissen, welches Maß andere Mitwesen davon haben. Ich will NICHT Zeit als Illusion abstempeln, aber es ist ein reales Verhältnis, das wir zur Welt haben, und solange es uns gibt und die Welt um uns, wird es dieses Verhältnis geben.

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Snanifo 31.03.2012, 10:48
@berkersheim

zu Berkersheim

"Ordnungsmuster" klingt immer etwas beliebig. Ich denke, du musst dich schon entscheiden, ob die Zahlen und damit auch die Zeit eine Erkenntnis der Realität darstellen oder etwas Beliebiges, also ein von Menschen nach Gusto gelegtes Muster sind. Ich rede dabei nicht von den Maßeinheiten, die etwas Beliebiges haben(z.B. Meter und yard), da man ja viele Dinge als Maß nehmen kann! Ich rede von der Qualität "Länge", "Zahl" bzw. "Zeit"!

Du willst die Zeit nicht als Illusion abstempeln, sagst, es sei ein "reales Verhältnis"! Du gibst aber nicht an, was sich da zu was ins Verhältnis setzt! Du siehst es als Verhältnis zwischen den Menschen und der Welt an, als ob die Menschen nicht zur Welt gehören würden(auf jeden Fall jetzt) und als ob die Zeit nicht existierte, obwohl es vor einigen Millionen Jahren die Menschen noch gar nicht gab. Trotzdem gab es Veränderungen und Gleichbleibendes in bestimmten oder unbestimmten Rhythmen!

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Das ist ein Ansatz auf Basis der Viele-Welten-Interpretation von Everett - dass sich das Universum ständig in alle möglichen Zustände aufspaltet und die Zeit in Wahrheit nur ein möglicher Pfad durch aufeinanderfolgende Zustände ist, der aber für jemand in einem Paralleluniversum ganz anders verläuft, ohne dass wir davon etwas mitbekommen.

Weil wir davon aber nichts mitbekommen, hat es für uns auch keine unmittelbaren praktischen Konsequenzen. Lebe Dein Leben - dann geht's Dir gleich viel besser als Deinem alter ego im Paralleluniversum, der vor lauter Grübelei die Lust daran verliert...

Sicherlich ist Zeit eine Illusion und man könnte ihr sogar das Altern nachsagen , wenn das Universum sowie der Raum und die damit verbundene Zeit ,einen Anfang hatten. Wenn man aber davon ausgeht , das Zeit / Zeitliche ,Bewegung ist , wir aber in diesem herumschwimmen ohne es zu bemerken aber trotzdem Messungen anstellen ohne einen wirklich ruhenden Bezugspunkt zu haben , machen wir uns doch mehr vor, als es den Tatsachen entsprechen könnte.

Das Bewusstsein sehe ich als eine von der Zeit unabhängige reine Energieform , die Zeitgleich und überall existiert , evtl. schon vor Anbeginn der Zeit und des Raumes überhaupt.

Ich denke schon das wir uns jede Sek. neu erschaffen ,nur bis uns das bewusst wird ,ist es schon wieder Vergangenheit , da wir ständig vom Strom der Bewegung (Zeit) ins nächste Jetzt fließen .

Ob wir uns Kosmisch z.B. auf ein Schwarzes Loch zubewegen oder nicht ,entscheiden wir in diesem Masstab nicht ,aber wir haben die Möglichkeit die Dinge so zusehen wie sie wirklich sind und nicht so wie wir sie sehen sollen.

Hallo Sunshine2222,

Zeit ist ein relativer Begriff, jeder empfindet dies anders. Zeit ist ein Phänomen, welches nur in unserer Welt existiert, um ein Kriterium für unser Dasein zu haben. Im Jenseits existiert Zeit nicht; alles ist gleichzeitig vorhanden. Es ist, als ob man aus einer höheren Perspektive auf all die Geschehnisse und Ereignisse blickt. Da eine Seele das Reale und der Mensch das Irreale ist, weil der Mensch vergänglich und die Seele immerwährend existiert, findet das eigentliche Leben im Jenseits statt, während das Leben auf Erden nur eine Zwischenstation für die Seele darstellt. So gesehen ist das Leben hier auf Erden Illusion, auch wenn Du es als etwas sehr reales erlebst. Es ist zwar richtig, dass man in jeder Sekunde ein anderer Mensch ist, aber oft nimmt man diese Änderung nicht wahr. In jeder Sekunde nimmst Du Eindrücke auf, wirst neuer Erfahrungen gewahr, hörst Du neue Dinge usw. usf. All diese prägen und entwickeln, auch wenn man das Ergebnis nicht gleich feststellen wird. Der Mensch, den Du gerade umarmst, verändert sich in diesem Moment: Es spürt z.B. Freude, Glücksgefühle und Wohlwollen aufkommen, welche eine Sekunde zuvor nicht vorhanden waren. Diese Gefühlseindrücke bewirken eine geistige und auch körperliche Veränderung, die sich auch subtil ereignen können. Sie kann zwar im nächsten Moment wieder in alte Muster zurückfallen, jedoch bleibt diese gemachte Erfahrung immer gespeichert. Es gibt diese Person nicht unendlich und sehr oft, sondern immer in einem neuen veränderten Zustand. Die Zukunft steht, außer dem Tod, nicht fest, weil der Mensch noch einen freien Willen besitzt und das Prinzip Zufall auch noch ein Wörtchen mitreden will. Wenn es so wäre, dass die Zukunft feststünde, bräuchte die Seele nicht inkarnieren und bestimmte Dinge lernen. Nur weil das irdische Leben nicht das eigentliche Leben ist, bedeutet es nicht, dass wir nicht mehr leben sollen und auch keinen Spaß mehr haben darf. Dieses irdische Leben ist das Abtragen von Karma, das Bewältigen von Lernprozessen und das Erlernen gewisser Lernaufgaben. Sinn des Ganzen liegt in der Reifung der Seele, damit sie eines Tages rein und unbefleckt wieder mit Gott sich vereinen kann.

Wie hat ein Jugendlicher sich über seine Zukunft ausgedrückt: 'Ich will, dass ich zufrieden bin, und auch andere zufriedener machen.'

In diesem Sinne...

MfG Fantho

berkersheim 30.03.2012, 10:53

Aha, ein esoterischer Platoniker. Warum nicht, solange wir uns über ein ordentliches Leben auf dieser Welt verständigen können, soll' s mir recht sein. Im Gegensatz zu vielen, die aus dieser Konstruktion eher zu Falalismus neigen, hast Du Freiheit und Verantwortung eingebaut. Denn nur so macht "ein Leben auf Probe" und "Erlösung" Sinn. Damit kann ich umgehen, auch wenn ich persönlich die hyperreale Ebene dazu nicht benötige.

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Snanifo 01.04.2012, 11:20

zu Fantho:

Wenn Zeit ein "relativer Begriff" ist, dann sollte man zumindest angeben, was da zu was in Relation steht!

Zum 2.: dass jeder die Zeit anders empfindet, hat als Voraussetzung, dass sie existiert! Auch Kälte und Wärme empfindet jeder anders! Und doch existiert ein Zustand, der mit der Temperatur gemessen werden kann.

Über das Jenseits würde ich mich gerne erst unterhalten, wenn und sofern ich dort lande. Ansonsten ist es doch etwas eine Ausgeburt deiner zweifellos sehr regen Fantasie.

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Fantho 02.04.2012, 15:31
@Snanifo

Wenn Zeit ein "relativer Begriff" ist, dann sollte man zumindest angeben, was da zu was in Relation steht!

Lesen bitte, habe ich gechrieben ;-)

Zu 2, welche bereits Deine Anmerkung zuvor beantwortet, könnte ich mich nur wiederholen, aber drehten wir uns nur im Kreise. Dennoch habe ich die (scheinbare) Zeitexistenz ja nicht bestritten, was die Zeit in dieser unseren Dimension betrifft. Auch hier lesen bitte.

Das Jenseits mag in Deinen Augen eine Ausgeburt einer Phantasie sein, aber erstens entstammt sie nicht meiner (sie ist ja bereits vorhanden), und zweitens bin ich nicht der Einzige mit dieser 'Phantasie'. Des Weiteren brauchst Du Dich nicht mehr mit mir unterhalten, wenn Du im Jenseits bist, denn dann hast Du begriffen.

MfG Fantho

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Snanifo 02.04.2012, 16:17
@Fantho

Wo bitte hast du denn etwas geschrieben, was zu was in Relation steht?:

"Zeit ist ein relativer Begriff, jeder empfindet dies anders. Zeit ist ein Phänomen, welches nur in unserer Welt existiert, um ein Kriterium für unser Dasein zu haben"

Das ist das einzige, was ich von dir über die Zeit gefunden habe. Den Rest hast du dich ja über das Jenseits ausgelassen! Und was steht jetzt zu was in Relation? Der Mensch zur Zeit? Nein, da steht " Zeit ist ein relativer Begriff"! Und nix sonst! Vielleicht solltest du dir das, was du geschrieben hast, doch selber nochmals sorgfältig lesen!

Und wieso "scheinbare" Zeitexistenz? Ich habe das so verstanden, dass die Zeit nur in den Köpfen der Leute besteht. Das habe ich versucht, mit der Existenz der Zeit, die vor der Befassung, sei es gefühlsmäßig oder wissensmäßig, logisch vorhanden sein muss! Wie genau oder ungenau auch immer!

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Fantho 02.04.2012, 19:34
@Snanifo

Weil 'relativ' auch etwas mit einer Empfindung zu tun haben kann, und da jeder Mensch die Zeit als solches anders empfindet und empfinden kann, gilt die Zeit als ein realtiv wahrgenommenes Phänomen. Wenn Du von einer 'physischen' Zeit ausgehen solltest, dann widerspreche ich auch hier, denn diese läuft z.B. innerhalb der Erde anders ab, als auf der Erde bzw. über der Erde (in unserem Universum, in unserer Dimension; nicht im metaphysischen Jenseits).

Klar besteht die Zeit nur in den Köpfen, im Verstand, weshalb man auch die Zeit per se gefühlsmäßig nicht wahrnehmen kann, weder die Zeitangaben (Stunde, Sekiunde, Tag, Monat etc.), noch die Zeitabläufe (Früh, Mittag, Abend, Perfekt, Präsens, Futur). Und dennoch gibt es unterschiedliche Wahrnehmungen eines Zeitablaufes; auch bei Dir - das Wochenende, ein Urlaub etc. geht in Relation zu der Arbeitswoche viel zu schnell vorbei bzw. andersherum dementsprechend viel zu langsam. Für das Mittelalter galt ein 50-jähirger Mensch als alt, heute befindet sich dieser im Spätsommer seines Lebens. Sehr viele Menschen spüren mittlerweile auch, dass die Zeit heute wesentlich schneller voranschreitet, als noch vor drei oder fünf Dekaden.

Wir haben hier eine Wahrnehmung von einer horizontal ablaufenden Zeit: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. In den jenseitigen Welten gibt es diesen horizontalen Ablauf nicht. Dies meinte ich, als ich sprach, dass die Zeit, wie wir sie hier messen, es in den jenseitigen Welten nicht gibt, weshalb diese eine Illusion ist und nur ein Hilfskriterium für uns Menschen darstellt, da 'dort' alles gleichzeitig abläuft.

Im Übrigen Ewigkeit ist ja auch ein Zeitbegriff. Und in dieser gibt es weder Stunden, Tage Jahre, noch Perfekt, Präsens und Futur usw.

MfG Fantho

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Snanifo 03.04.2012, 14:07
@Fantho

Also nochmals, mit Zeitabläufen in der Ewigkeit beschäftige ich mich nicht. Das ist auch deshalb kein reeller Gedankengegenstand, weil mir die Informationen darüber nicht zugänglich sind. Übrigens auch dir nicht.

Dass jemand die Zeit relativ schnell vergehend oder endlos lange empfindet, hat seine Voraussetzung darin, dass sie existiert. Nicht nur in der Phantasie, sondern real! Du sagst "nur in den Köpfen" und meinst damit, eigentlich nur als Erfindung des Menschen. Ich rede davon, dass es eine Entdeckung ist, also der erkennende Mensch erkannt hat, was es mit der Zeit (unabhängig vom Gefühl dabei) auf sich hat und wie man sie objektiv messen kann. Sonst könntest du kein Date einhalten! Klar empfindet man eine Zeitspanne kürzer oder länger, je nachdem ob man wartet oder spät dran ist! Auch eine Temperatur empfindet man unterschiedlich, und doch hat sie eine objektive Realität! Das merkst du spätestens dann (bei der Temperatur), wenn du dich verbrennst oder Erfrierungserscheinungen hast, oder bei der Zeit, wenn du zu spät kommst und der Zug weg ist!

Ich habe nicht von der gefühlten Zeit geredet, die man tatsächlich nach Zustand unterschiedlich fühlen kann, sondern von der zugrundeliegenden objektiven Zeit, die diesem Gefühl vorausgesetzt ist!

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Fantho 03.04.2012, 21:59
@Snanifo

Übrigens auch dir nicht.

Woher willst Du das wissen? Also, stelle hier bitte keine voreiligen Schlussfolgerungen auf!

mit Zeitabläufen in der Ewigkeit beschäftige ich mich nicht

Solltest Du aber...

Ich habe nicht von der gefühlten Zeit geredet

Aber ich, erstens in meinem Kommentar und zweitens, nachdem Du 'meine' Relation infrage gestellt hattest. Und Du hattest auf meinen Kommentar geantwortet gehabt, in dem ich dieses angesprochen hatte.

Ich habe die objektive Zeit nicht abgestritten, sondern gesagt, dass diese nur in unserer Dimension existent ist, und da das eigentliche reale Leben ausserhalb unserer Dimension ist und 'dort' Zeit nicht gibt, ist die Zeit hier auf Erden Illusion und nur ein 'Hilfsmittel'.

Ich erkenne, dass die Beschäftigung mit der Spiritualität, den geistigen Gesetzen, den jenseitigen Welten etc. nicht Dein 'Ding' ist. So drehen wir uns nur im Kreis.

MfG Fantho

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Snanifo 04.04.2012, 10:10
@Fantho

Das habe ich doch von vorneherein gesagt, dass ich das Befassen mit dem Jenseits für spekulativ halte. Auch die Bemerkung über deine Erfahrungen mit dem Jenseits bezogen sich darauf. Außer du bist ein (Hell)Seher und kannst in die Zukunft blicken. Aber dann ist es für mich erst recht uninteressant!

Womit ich mich beschäftige, ist eigentlich meine Sache. Aber du bist wohl anderer Meinung!

In der Frage geht es nicht um die gefühlte Zeit, da sind ja wir uns sogar einig, dass dies bei unterschiedlichen Menschen oder unterschiedlichen Situationen ganz verschieden sein kann. Es ging um die Tendenz, die ich zugegebenermaßen aus deinem Beitrag herausgelesen habe, und zwar die der Beliebigkeit der Erkenntnis! So nach dem Motto: Etwas genaues weiß man nicht und dem Allerweltsspruch: Alles ist relativ, auch die Zeit! Wohlgemerkt nicht das Zeitgefühl, sondern die Zeit war angesprochen. Auch von dir: Du hast da, denke ich, 2 Dinge miteinander vermischt:

"Zeit ist ein relativer Begriff. Jeder empfindet dies anders."

Mein Einwand bezog sich auf den ersten Satz!

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So ein gequirlter Mist! :-)) Das kann auch nur von einem Philisophen kommen. Die Menschheit denkt sich schon unendlich viele obskure Theorien aus um sich den Sinn des Lebens zu erklären. Du bist natürlich nicht jede Sekunde ein Anderer, das ist eher so gemeint das du dann eine Sekund älter bist und somit nicht mehr der selbe wie vor einer Sekunde. Das Beispiel ist extrem, mach 1 Jahr aus der Sekunde und es macht mehr Sinn. Das alles vorbestimmmt ist kann auch nicht sein, denn der Mensch besitzt einen eigenen Willen und kann Dinge in Bahnen lenken. Niemand existiert mehrere Male gleichzeitig in verschiedenen Zeiten oder Dimensionen. Einige wollen so Deja vu's erklären, können es aber nicht wirklich. Du sollltest nur das glauben was für dich greifbar ist.

Fantho 04.04.2012, 09:54

Du sollltest nur das glauben was für dich greifbar ist.

Angeblich ist der Glaube nichts greifbares; wie also mit etwas, das nicht greifbar ist ein etwas greifbares erfassen wollen?

MfG Fantho

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Liebe/-r Sunshine2222,

für den Anfang ist Zeit ein von Menschen erschaffenes und definiertes Hilfskonstrukt. Sie wird bemessen am Grad der Veränderung. Ergo hört da, wo es keine Veränderung gibt, die Zeit auf.

Unsere Existenz beruht auf einem grundsätzlich gleichmäßigem, stetig in dieselbe Richtung fortschreitendem Grad an Veränderung. Man nennt dies auch den Zeitpfeil oder die Kausalitätskette. Dies aber kollidiert mit unserer subjektiven Wahrnehmung von Konstanz. Wenn du einen Diamant durch ein Rasterelektronenmikroskop in Echtzeit betrachtest, siehst du das Flimmern der Atome.

Da sich also alles ständig verändert, könnte man meinen, es gäbe keine Konsistenz im Ablauf der Ereignisse und alles wäre nicht echt. Das aber ist ein Fehlschluß - nicht umsonst lautet der Begriff Kausalitätskette. Wo Ursache eine Wirkung hervorbringt, spielt es sehr wohl eine Rolle, wie und wo man lebt. Die Abfolge von Ereignissen und ihre Wirkung auf uns sind real und definieren uns wesentlich in unserer Eigenschaft als selbstreflektierende Wesen. Es kommt hier auf den Blickwinkel an: wer ständig mit einem Feldstecher vor den Augen herumläuft, rennt irgendwann mal gegen eine Wand oder fällt über einen Bordstein, weil ihm vor lauter Details die Zusammenhänge flöten gegangen sind.

Auf atomarer Ebene ist der Mensch, den ich umarme, nicht der, den ich wieder loslasse. Im realen Leben jedoch ist er es durchaus und noch mehr - er und ich sind um eine Erfahrung reicher. Zeit kann auch eine ruhige langsame Welle sein, auf der wir durch die uns geschenkten Jahre gleiten (mal poetisch gelallt ;-)

LG andisazi

TheMaggimag 30.03.2012, 09:16

eine wunderbare antwort! so ähnlich dachte ich auch, als ich die frage gelesen habe. aber wahrscheinlich hätte ich das nicht so schön formulieren können.

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würde die theorie stimmen bräuchten atheisten nicht länger zu suchen sondern könnten einen absoluten beweis gegen gott formullieren .dah das bis jetzt nicht geschehen ist sehe ich die theorie als nicht richtig an und plädire auf:

in jeder hinsicht unmöglich

Fantho 30.03.2012, 00:23

könnten einen absoluten beweis gegen gott formullieren

Inwiefern, dass Zeit eine Illusion ist?

MfG Fantho

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Acer111111 30.03.2012, 15:45
@Fantho

die sache mit dem schicksal.Würde es das schicksal geben würde jede tätigkeit bereits vorhersehbar sein.Zeitreisen wären 100 prozentig möglich dah alles bereits dah ist und "vorberechnte".und eben dort setzt der fehler ein.Gott würde allso dann zu jeder zeit existieren(davon muss man ausgehen sonst würden gegenbeweise keinen sinn machen).Aber er würde dann mehrmals dah sein.also ein zeitlich festgelegtes existenzschema haben.Das würde allerdings einen zwang mit sich bringen den ein allmächtiger gott nicht unterliegen kann.dah es aber der fall wäre würde die allmacht gottes also als nicht existent gelten und die weltreligionen könnten schon mal die sachen packen.

Deshalb sage ich die theorie ist nicht wahr.

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Fantho 30.03.2012, 22:13
@Acer111111

Das Schicksal hat jetzt nichts mit den Zeitreisen zu tun. Des Weiteren gibt es kein vorbestimmtes Schicksal, da Gott einen freien Willen eingebaut hat. Aus diesem Grund ist Gott nicht allwissend, da er nicht voraussehen kann, welchen Weg jemand nimmt (freier Wille). Und dies ist auch gut so, denn nur so kann neues sich entwickeln, kann Evolution stattfinden, als wenn alles vorherbestimmt wäre. Allerdings ist Gott allmächtig (schließlich hat Gott alles erschaffen), weshalb Gott zu jeder Zeit (welches ja im Jenseits nicht existiert) existent ist, da Gott Anfang und Ende gleichzeitig ist. Alles entsteht aus Gott und existiert in Gott.

MfG Fantho

Das aber haben auch die Religionen noch nicht bergiffen.

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Acer111111 31.03.2012, 12:04
@Fantho

Ich habe ja auch hingeschrieben das atheisten dann einen gegenbeweis formulieren könnten.Dah es aber kein schicksal gibt und demzufolge auch keinen beweis ist die these (für mich)nicht haltbar.

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Ob Zeit eine illusion ist ist nicht entscheidbar. Du kannst sicherlich als Grundthese postulieren:

"Zeit ist eine Illusion".

Nur mit der Aussprache hast du allerdings diese Prämisse nicht bewiesen, ja sie ist schlicht nicht beweisbar. Ob wir in multiplen, explodierenden Skalarfeldern rumblubbern: Wer weiss? Das sind nur Modelle sich dasjenige, was wir Realität, Welt oder was auch immer nennen begreiflich zu machen. Um die Aussage "Zeit ist eine Illusion" beweisen zu können müßtest du Zeit in ihrer Nichtexistenz unabhängig vom menschlichen Geist beweisen. Wie soll das bitte möglich sein? Genau: gar nicht. All die Beweise, all die Darstellungen desjenigen, was wir Universum etc. nennen sind immer abhängig vom menschlichen Geist - wir sind es, die es tun.

Das soll aber niemand vom träumen und spekulieren abhalten ;)

"Barbour denkt, das Konzept der Zeit könnte ähnlich dem der Ganzen Zahlen sein. Alle Zahlen existieren gleichzeitig. ..."

Zahlen existieren? Wenn schon, dann ist die (gedachte) Existenz von Zahlen ein Produkt des Geistes (neben der 'realen' Platonischen) und nicht die Zeit, die ja untrennlich mit unserem Leben empfunden wird.

Mir kommen diese Theorien etwa so vor wie beispielsweise zu behaupten: 'Filme existieren nicht. Was wir haben, ist eine Serie von Photographien, die irgendwei aneinanderhängen'.

Fantho 30.03.2012, 22:17

Alles ist Mathematik und unterliegt einem Goldenen Schnitt. Siehe auch die Fibonacci-Zahlen - Goldener Schnitt. Filme als solche 'existieren' auch nicht, denn sie sind nur eine Aneinanderreihung einzelner Bilder. Die Bilder existieren und lassen durch Technologien uns dann einen Film vorgaukeln.

MfG Fantho

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Alles ist möglich. Alle Theorien funktionieren. Und sie entspringen immer unserem Bewußtsein. Dem bewußten Sein. Was Du oder ich oder die Anderen in dieser Community sich in ihrem Bewußtsein vorstellen können, existiert für das jeweilige Individuum. Inwieweit es allerdings für sämtliche Vorgänge im objektiven Leben ebenfalls existiert, ist eine andere Frage. Diese Dinge, bei denen das der Fall ist, werden sorgfältig in Wissensbücher geschrieben und haben ihre Gültigkeit, solange sie nicht widerlegt werden.

In jedem Fall ist die Zeit für mich etwas was völlig überbewertet wird. Fast jeder meint, daß die Zeit doch gefälligst zu existieren habe und als "Beweis" wird dann in der Regel, die täglich auf- und untergehende Sonne zitiert... :)

Wie es nun tatsächlich ist, weiß keiner. Aber viele "wissen" wie es sein könnte/müßte/oder zu akzeptieren sei.

Am Ende könnte man doch auch froh darüber sein, daß man es vielleicht niemals so richtig herausfinden kann, wie es "wirklich" alles ist. Denn dadurch haben wir immer wieder etwas Neues und auch Herausforderndes in unserer wundervollen Welt.

mhm.. würd ich nicht 100% zustimmen.. die ursache und wirkung sind vertauscht..

DIe Zeit vergeht nicht, weil ich nicht konstant bleiben kann.. ich werde ja nur zum anderen, weil die zeit vergeht. Ich kann ja nicht fest irgendwo sein.. dann bräuchte alles "ich" im jetz für die ewigkeit eine relation und das ist nach relativitätstheorie nicht möglich :)

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