Zeiterfassung im Krankheitsfall (Aushilfe)

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1 Antwort

Du hast Anspruch auf die im Dienstplan eingetragenen Stunden als Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

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Nightstick 21.03.2014, 22:03

Um für solche Fälle gewappnet zu sein, sollte man sich nach Möglichkeit immer den Dienstplan kopieren...

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Miauze 21.03.2014, 22:07
@Nightstick

Der Dienstplan hängt leider nur im Büro aus, ich selber bekomme nichts in die Hand. Sind ziemlich Anti-optimal AN-Bedingungen dort. Werde dort auch nicht mehr lange bleiben.

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Miauze 21.03.2014, 22:10

Danke dir :) weisst du eventuell auch, in welchem Gesetz oder wo ich das niedergeschrieben finde, dass ich meinem aktuellen AG das notfalls unter die Nase halten kann? Genau dazu habe ich nämlich nichts gefunden. Kannte die Regelung zwar aus einem Betrieb, wo ich vorher schon 6 Jahre (allerdings Vollzeit) gearbeitet hab, aber eine gesetzliche Regelung habe ich selbst noch nicht gefunden.

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Nightstick 21.03.2014, 23:45
@Miauze

Vom Grundsätzlichen her ist hinsichtlich der Gleichbehandlung von Teilzeit- und Vollzeitkräften der § 4 Teilzeitbefristungsgesetz (TzBfG) einschlägig, und hinsichtlich der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall der § 3, Sätze 1 und 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) ==> siehe jeweils dort!

In diesem Zusammenhang müsstest Du auch noch einmal in Erfahrung bringen, wie es bei den Vollzeitkräften lauft...

Bezüglich der konkreten Bewertung der durch (nachgewiesener !) Arbeitsunfähigkeit ausgefallenen Stunden ist die Aussage von @Lumpazi absolut korrekt. Ich ergänze: Der Arbeitgeber ist nicht berechtigt, den Dienstplan wegen einer auftretenden Krankheit zu ändern. Dieser Sachverhalt ist zwar in keinem Gesetz niedergelegt, ist aber -soweit ich weiß- gängige Rechtsprechung. Das Arbeitsrecht ist immer individuell zu betrachten, d.h. im Streitfalle müsste derjenige, der deswegen eine Forderung hat, diese durch eine Klage vor dem zuständigen Arbeitsgericht explizit geltend machen.

Da Du ja offensichtlich ohnehin Wechselabsichten hegst, würde ich den Arbeitgeber mit den obigen Argumenten schriftlich auffordern, die besagten Tage zu bezahlen. Weigert er sich, würde ich ihm eine entsprechende Nachfrist setzen und dann ggf. klagen.

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Miauze 22.03.2014, 10:22
@Nightstick

Vielen Dank! Darauf kann ich heute notfalls schonmal verweisen, wenn sie tatsächlich dabei bleiben, dass bei Aushilfen Krankheit als Freizeit eingetragen wird. Krankmeldung habe ich persönlich schnellstmöglich abgegeben und telefonisch habe ich immer direkt unverzüglich nach den Arztbesuchen informiert. Da es vorher schon Vorfälle gab, die nicht mit dem Arbeitsrecht (u.a. unbezahlte Hausaufgaben, Drohung Streichung der Pause die dann aber trotzdem von den Stunden abgezogen werden soll) vereinbar sind, habe ich schon eine neue Stelle, warte nur noch darauf, dass der geplante Einstiegstermin nochmal bestätigt wird.

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Nightstick 22.03.2014, 12:38
@Miauze

Ja, gehe Deinen Weg - es ist nicht überall schlecht, und es gibt auch noch "vernünftige" Arbeitgeber :-)

Was den Abzug von Pausen auf Zeiterfassungslisten, Stundenzetteln bzw. dann ja auch bei der monatlichen Lohnabrechnung betrifft, so ist das im Grunde rechtens, da es sich i.d.R. um die nach dem Arbeitszeitgesetz vorgeschriebenen Mindestpausen handelt. Hierbei ist es so, dass diese (seitens des Arbeitgebers) gewährt, und seitens des Arbeitnehmers eingefordert und gemacht werden müssen - ansonsten verstoßen beide Vertragsparteien gegen das Arbeitszeitgesetz.

Ich wünsche Dir für Deine berufliche Zukunft viel Glück, Erfolg und hoffentlich etwas mehr Arbeitsfreude!

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