Zeitarbeit: Weiterbeschäftigung im Einsatzbetrieb trotz abgelaufenen befristeten Arbeitsvertrags

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5 Antworten

So unrealistisch ist das gar nicht.

Aber der Zeitfirma muß das bekannt sein wie @roeschen schon ausführte. Er muß einen Einsatz über die Befristung hinaus von der Leihfirma erhalten, oder auf dem Einsatzplan der Leihfirma stehen. Er muß nachweislich zum Entleihbetrieb geschickt sein.

Eine Abmeldepflicht gibt es allerdings mE nicht. Wenn ihn der Entleiher weiter beschäftigt kann er keine juristischen Tatbestände für den Verleiher schaffen. Allerdings besteht dann auch noch kein AV mit dem Entleiher.

Vermutlich wird das sowieso ein Richter entscheiden müssen. Ich glaube nicht, dass Die Firma dann ganz einfach klein beigibt.

Hallo erst mal so wie ich das weiß wenn mann Arbeitet ohne Arbeitsvertrag haben die ca 4 Wochen Zeit ein Vertrag zur machen wenn nicht ist das unbefristet.

der wäre schon am ersten Tag unbefristet wenn man mit Wissen des AG über den Befristungstermin hinaus arbeitet

oft wird dann noch in den ersten Tagen ein befristeter Vertrag beigebracht, den man tunlichst aber nicht unterschreiben sollte

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Der Konzern muss einen eigenen Vertrag mit dem Leiharbeiter machen. Der Vertrag endet einfach, der Leiharbeiter bekommt einen neuen. Da "entfristet" sich nichts, der Einsatzbetrieb kann die Zeitarbeitsfirma ja nicht zwingen, jem angestellt zu lassen, den sie nicht weiter verlängern wollen. Er bekommt den Lohn dann ja auch direkt vom Einsatzbetrieb, nicht mehr von der Zeitarbeitsfirma.

So sehe ich das auch!

Das wäre ja auch ein Ding, wenn ich jemanden, dessen befristeter Vertrag ausgelaufen ist, und am nächsten Tag (woanders) erscheint, dauerhaft auf meiner Payroll hätte!

Aber in diesem speziellen Fall muss man etwas genauer hinschauen: Egal, wer von beiden (das ZA-Unternehmen oder der Einsatzbetrieb), ihn am ersten Arbeitstag beschäftigt (also nicht an der Eingangspforte abweist und ihm irgend eine Arbeit zuweist), derjenige hat ihn "an der Backe", um das einmal salopp auszudrücken.

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Moin,

Beri einem befristeten Arbeitsvertrag bedarf es keiner gesonderten Kündigung mehr.

Das Ende des Beschäftigungsverhältnisses ist schon im Arbeitsvertrag vereinbart.

Das hat nix mit Probezeit zu tun.

Es wäre theoretisch so, dass am 30.6. das Arbeitsverhältnis mit der leihbude beendet ist.

Wenn der "bisherige" Entleiher dem jetzt in Kenntnis des auslaufenden Arbeitsvertrages mit der Leihbude und in Kenntnis des endenen Leihauftrage, weiterhin Arbeit zuweist, so kann das als schlüssiges Verhalten für eine Anstelleung gewertet werden.

Prinzipiell ist der (Ex) leiharbeiter ja ab 1.7. ohne Arbeitsverhältnis.

Es kann und darf den keiner hindern ein neues Arbbeitsverhältnis einzugehen - auch nicht bei dem ehemaligen Entleiher.

Ob die Leihbude von dem Entleiher ne Provision fordert is na andere Sache.

Grundsätzlichist es so, dass wenn ein Unternehmer jemandem Arbeit in seinem Betrieb zuweist, gilt der als eingestellt.

Was sollte denn der Maloche sonst da wollen?

Wenn die Leihbude fachlich und personell nicht in der lage ist, solche Übergänge zu organisieren ist das deren Problem.

Soo theoretisch ist der beschriebene Sachverhalt gar nicht.

Ab dem 1.7. hat er automatisch einen unbefristeten Vertrag, wenn niemand Einspruch erhebt, dass er am 1.7. im Entleihbetrieb weiter arbeitet. Dies muss allerdings der ZA-Firma bekannt gemacht werden. Wenn die Firma ihn nicht abgemeldet hat zum 30.6., muss das die ZA-Firma beim Kunden tun und denen mitteilen, dass der MA wegen Vertragsaufhebung ab 1.7. nicht mehr zur Verfügung steht. Wenn das Unternehmen dies weiss und ihn trotzdem beschäftigt, hat er einen Arbeitsvertrag direkt mit dem Kunden.
Sei Dir sicher, die werden das vor der Zeit schon klären (das Zeitarbeitsunternehmen und der Entleihbetrieb).

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