Zeitarbeit Urlaubsanspruch

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4 Antworten

Den Urlaubsanspruch für dieses Jahr klärst Du am besten sofort mit Deiner Firma. Der § 7 Bundesurlaubsgesetz sagt, dass der Urlaub im laufenden Jahr genommen werden muss. Die Übertragung des Resturlaubs auf das Folgejahr kann aber aus betrieblichen oder in der Person des AN liegenden Gründen (z.B. Krankheit) gewährt werden. Da muss der Urlaub aber bis spätestens 31. März genehmigt und genommen werden.

Zu Deiner nächsten Frage: Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Werktagen sind alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind.( § 3 Abs. 2 Bundesurlaubsgesetz), der Samstag ist also Werktag. Arbeitstage pro Woche sind für Dich die vereinbarten 5 Tage von Montag bis einschl. Freitag.

Wenn Du Samstag arbeitest sind das Mehr-/Überstunden. Das hat aber für Deinen Urlaubsantrag nichts zu bedeuten. Wenn Du eine Woche Urlaub möchtest, musst Du die 5 Arbeitstage beantragen die Du wöchentlich im Vertrag hast. Für Samstag brauchst Du keinen Urlaub zu nehmen.

Nicht ganz richtig - der Arbeitsvertrag spricht ausdrücklich von Arbeitstagen und nicht von Werktagen, damit wird erreicht, dass auch Schichtbetrieb mit eingeschlossen ist und ein grundsätzlichen Anspruch von 24 Tagen besteht gemäß Tarifvertrag. Da i.a.R. in der Zeitarbeit immer eine 6-Tage Woche gilt, kann ich mir nicht vorstellen, dass der Av von einer 5-Tage Woche spricht - der Fragesteller wird wohl lediglich nur nicht an allen Samstagen eingesetzt und da er min. 3 Samstage arbeitet ist auch von einer 6-Tage Woche auszugehen

Es wäre sehr sehr ungewöhnlich, dass nur von einer 5-Tage Woche auszugehen ist

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Bei einer 6-Tage-Woche gibt es auch mehr Urlaub, der Urlaub aus diesem Jahr muß bis zum 31.3.2013 beantragt und genommen werden. Ab April beginnt dann der 7. Monat, Für das Jahr gilt dann dr Jahresurlaub, wann er Dir gewährt wird, hängt von Deinem Vorgesetzten ab.

Ich habe nun für 2012 keinen Urlaub beantragt.

Dann solltest du das noch nachholen und gleichzeitig unter Hinweis auf § 7 Abs. 3 Satz 4 BUrlG die Übertragung für den Fall der Nichtgewährung beantragen. Der ArbG ist dazu nämlich verpflichtet, wenn die Wartezeit im laufenden Kalenderjahr nicht mehr erfüllt werden kann.

Bei einer 5 Tage Woche 24 Arbeitstage/ Kalenderjahr

Und genau das ist auch bindend. Die gearbeiteten Samstage sind Überstunden und werden in den Urlaubsanspruch nicht eingerechnet. Ebenso wenig ist also in einer Urlaubswoche für den Samstag Urlaub zu beantragen.

Tenor - Samstage sind grundsätzlich Werktage...

Da der Tarifvertrag allgemeinverbindlich ist, und darin nicht von einer Verteilung auf unterschiedliche Tagewochen gesprochen wird, wird der Urlaub auf Arbeitstage verteilt.

Damit wird erreicht, dass alle Fälle einschließlich der Schichtarbeit von der Urlaubsregelung abgedeckt werden. Das heißt für dich - wenn du nicht auch Sonntags arbeitest, dass bei Urlaub immer der Samstag mit eingerechnet wird, wenn an dem auch gearbeitet werden müsste - hängt also vom Dienstplan für den geplanten Urlaub ab. Nach deinen Schilderungen ist aber regelmäßig von einer 6-Tage Woche auszugehen...

Nach dem Tv entsteht pro Monat ein Anspruch von 2 Tagen - und nicht von 1,67, denn was mehr als einen halben Tag ergibt ist auf den vollen aufzurunden. Mit deinem momentanen Anspruch kannst du einen Urlaub von Montag bis einschließlich Samstag machen.

Der Arbeitgeber muss nicht - kann aber - innerhalb der Wartezeit Urlaub gewähren, fällt dies nun auch auf den Jahreswechsel kann dieser nicht verfallen wenn der Arbeitgeber diesen nicht gewährt, denn er könnte ja - damit liegen betriebliche Gründe vor, warum er nicht gewährt werden konnte und er verfällt erst zum 31.03 des Folgejahres

Hast Du gelesen dass im Arbeitsvertrag eine 5-Tage-Woche festgeschrieben ist und sich die 24 Urlaubstage darauf beziehen?

Ich kenne niemanden der bei vereinbarten 5 Arbeitstagen in der Woche (egal welche Wochentage das sind) 6 Urlaubstage für eine Woche Urlaub benötigt.

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@Hexle2

Ganz ruhig Brauner - alles wird gut!

Ich habe das schon gelesen und auch vernommen, doch hege ich daran sehr starke Zweifel, denn die Aussage des Fragestellers "Denn tatsächlich gehe ich bis zu max. 3 Sonnabenden im Monat arbeiten. 3x 6 Tage Woche und 1x 5 Tage Woche/ Monat." lässt darauf schließen, dass es sich regelmäßig um eine 6-Tage Woche handelt, denn es wäre extrem außergewöhnlich, dass dies so in der Zeitarbeit vereinbart wird, denn das würde den Zuhälter in der Vermittlung von Einsätzen behindern! Da auch noch der Grundsatz aus dem Tv gilt, dass sich die Arbeitszeit am Einsatzbetrieb orientiert, macht die Vereinbarung der 5-Tage Woche noch unwahrscheinlicher.

Die Gestaltung der Klausel lässt nämlich eher darauf schließen, dass es sich um Teilzeit handelt oder ein Vertrag der beides abdecken soll, was aber nicht funktioniert weil er sich dann im Widerspruch befindet.

Ich kenne die Verträge in der Zeitarbeit - ich habe schon vieles gesehen, 3/4 davon sind ein Widerspruch in sich selbst und zu großen Teilen unwirksam. 99% der Verträge enthalten den Passus, dass die Arbeitszeit immer von Montag bis Samstag ist - was dem Grundsatz der 6-Tage Woche entspricht die in der Zeitarbeit regelmäßig üblich ist.

Ohne den Vertrag jetzt gesehen zu haben, ist eine weitere Beurteilung nicht möglich - in einem Verfahren wären aufgrund der Einsatzzeiten und Schilderungen von einer 6-Tage Woche auszugehen wenn man dem Tarifvertrag folgt der hier grundsätzlich maßgeblich ist...

Ich hinterfrage also damit ausdrücklich die Richtigkeit der Angaben durch den Fragesteller was man auch tun sollte auf diesem Board - denn oft stellt sich nach dem 4. oder 6. Kommentar heraus, dass die Situation eine völlig andere ist

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@stelari

Zwar hat Hexle nicht ganz unrecht mit der Kritik an stelari, doch sehe ich das auch so wie er... als Rechtsanwaltgehilfin in einer Kanzlei u.a. für Arbeitsrecht sind mir auch die Verträge und der/die Tarifvertrag/träge geläufig und das deckt sich mit seinen Ausführungen.

Aus dem Tv geht hervor, dass eine Mindestarbeitszeit von X im Monat zu erfüllen ist. So gut wie alle verteilen das auf die gesamte Woche - also Montag bis Samstag. Wie der Einsatzbetrieb das verteilt ist dann seine Sache, da sich die Einsatzzeit immer am Einsatzbetrieb orientiert. Wenn die ZAF nun das einschränkt durch eine Fünftagewoche - was wirklich ungewöhnlich wäre - dann hätte der Arbeitnehmer entweder keine Pflicht jemals Samstags zu arbeiten oder er hat unter der Woche einen Tag frei! und es würde bspw IGZ 3.1.3 zuwiderlaufen

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