Zeitarbeit und Lohnfortzahlung

1 Antwort

Um welchen Tarifvertrag für die Zeitarbeitsbranche handelt es sich - iGZ oder BAP/BZA? Denn es wäre schon wichtig, genau zu wissen, wie die Formulierung konkret lautet; denn was ist hier in diesem Zusammenhang z.B. ganz konkret mit "festgelegter Freistellung" gemeint.

Aber ausgehende von den Informationen in der Frage:

bei festgelegter Freistellung erfolgt für den Krankheitstag keine Lohnfortzahlung eine Rückbuchung ins Zeitstundenkonto erfolgt nicht

Wenn mit "festgelegter Freistellung" gemeint ist, dass der Arbeitnehmer z.B. wegen des Abbaus von Überstunden einen Tag frei hat, dann bedeutet das, dass er schlicht und einfach "Pech" gehabt hat, wenn er ausgerechnet an diesem Tag erkrankt: er erhält tatsächlich keine Lohnfortzahlung für diesen Tag (er hätte ja auch ohne die Erkrankung an diesem Tag kein Entgelt erhalten), und die eigentlich abzufeiernden Überstunden, die er wegen der Erkrankung tatsächlich aber nicht abbauen kann, werden nicht wieder dem Zeitkonto gut geschrieben und sind "weg".

Das ist allerdings eine Regelung, die ganz allgemein angewendet wird und nicht nur speziell für die Zeitarbeit oder alleine wegen der Vereinbarung im Tarifvertrag gilt!

Die Lohnfortzahlung erfolgt nach den Vorschriften des Lohnfortzahlungsgesetzes

Wenn der Arbeitnehmer wegen der Erkrankung nicht arbeiten kann - das gilt auch dann, wenn er auf einen Einsatz wartet, wegen eines nicht erfolgenden Einsatzes tatsächlich aber nicht arbeitet -, hat er selbstverständlich Anspruch auf Lohnfortzahlung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG, denn er würde ja auch ohne Erkrankung seinen Lohn erhalten.

Wir nehmen an, daß der erste Absatz sich ausschließlich auf das Abfeiern von Plusstunden bezieht und die Lohnfortzahlung auch aufgrund der schriftlichen Krankmeldung wirklich erfolgt.

Diese Eure Annahme ist richtig!

Was möchtest Du wissen?