Zeitarbeit Branchenzuschläge in tariflich ungebundener Firma

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4 Antworten

Bei Zweifelsfällen hinsichtlich der Einordnung eines Kundenbetriebs gilt als maßgebliches Entscheidungskriterium der im Kundenbetrieb angewandte Tarifvertrag. In dem Vertrag gem. § 12 AÜG ist die Branchenzugehörigkeit festzuhalten. Ohne eine eindeutige Angabe des Kundenbetriebs zum angewandten Tarifvertrag kann das Zeitarbeitsunternehmen den TV BZ ME anwenden.

Die Leihbuden versuchen diese Klausel auszuhebeln und davon ausgehen - kein Tarifvertrag = kein Branchenzuschlag... nur das zieht nicht! Satz dieser Klausel dient lediglich dazu, dass wenn überhaupt nichts für die Branche spricht wird es zur Kann-Klausel. Da aber hier eindeutig die Branchenzugehörigkeit unbestreitbar ist, spricht nichts dafür, dass die Zugehörigkeit bestreitbar wäre

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Die Frage ob nach dem Lohn der Stahlbaufirma oder dem Hauptwerk gerechnet wird stellt sich insofern nicht, da hier grundsätzlich von den Löhnen aus dem Tarifwerk der IGM auszugehen ist, der derzeit bei 14€ je Stunde (unterste Lohngruppe) liegt - auch das steht so sinngemäß in der Tarifvereinbarung.

Diese Aussage von stelari ist leider nicht korrekt! Man geht von den Mitarbeitern im Kundenunternehmen aus. Wenn also ein vergleichbarer Arbeitnehmer (vergleichbar=ähnliche Arbeit und ähnliche Qualifikationen)im Kundenunternehmen 15€ verdient ist das dein Vergleichentgelt. Auf dieser Basis wird dann die Deckelungsregelung angewendet.

Mich würde wirklich interessieren wo das so sinngemäß in der Tarifvereinbarung steht, wie stelari hier von sich gibt.

Welcher Lohn jetzt wirklich für dich gilt kommt auf deine Einsatzanweisung an. Das Unternehmen bzw. der Sitz der dort angegeben ist ist maßgebend. Falls es mehrere Sitze des Unternehmens gibt und du bei allen arbeitest muss das auch so in deiner Einsatzanweisung stehen, da bei jedem Standort die eigenen Löhne maßgebend sind.

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In der Tat ist es völlig unerheblich für den Branchenzuschlag, ob der Entleihbetrieb tarifgebunden ist oder nicht - gibt es kein Tarifvertrag ist darauf abzustellen, welcher Branche der Betrieb abgehört um Anspruch auf den Zuschlag zu erlangen - das steht auch so bzw sinngemäß in der Tarifvereinbarung mit dem DGB.

Die Frage ob nach dem Lohn der Stahlbaufirma oder dem Hauptwerk gerechnet wird stellt sich insofern nicht, da hier grundsätzlich von den Löhnen aus dem Tarifwerk der IGM auszugehen ist, der derzeit bei 14€ je Stunde (unterste Lohngruppe) liegt - auch das steht so sinngemäß in der Tarifvereinbarung. Wenn der Entleihbetrieb keinen Tarif bezahlt, dann ist das deren Problem und nicht deines oder das der Leihbude - sie macht es aber zu ihrem Problem um um den Zuschlag herumzukommen nur das ist tarifrechtlich so nicht in Ordnung und so auch nicht im Sinne des Erfinders

Es ist bekannt, dass die Zuhälterbuden sehr erfinderisch sind was die Umgehung der Zuschläge betrifft, der BAP hat dies schon kritisiert und klare Anweisungen für den Verband gegeben - der IGZ ziert sich noch ein wenig, betreibt aber selbst den übelsten Missbrauch... Kapitalismus eben, die Gier nach Geld!

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Bei mir hat sich die Frage nach dem Branchenzuschlug erledigt, da die Stahlbaufirma als Handwerksbetrieb gilt

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