Zeit zwischen Restschuldbefreiung und offizieller Einstellung d.Insolvenzverfahrens

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2 Antworten

Hallo,

das ist ganz klar ein Fehler Deines Arbeitsgebers. In der Privatinsolvenz wird nämlich nicht, wie immer irrtümlich behauptet, vom Treuhänder gepfändet, sondern der Arbeitgeber überweist dem Treuhänder den pfändbaren Anteil des Gehaltes aufgrund einer Abtretung, die Du gleichzeitig mit dem Insolvenzantrag unterschrieben hast.

Diese Abtretung ist automatisch auf 6 Jahre befristet und läuft somit automatisch aus. Daher muss weder der Treuhänder noch das Gericht den Arbeitgeber unterrichten. Manche Treuhänder machen es aber der Fairness halber trotzdem.

Du musst jetzt nur in Deinen Unterlagen die Abtretungserklärung heraussuchen und zumindest in Kopie Deinem Arbeitgeber vorlegen mit dem Hinweis, das die Abtretung erloschen ist und Dir das volle Gehalt nun wieder zusteht. Gemäß Urteil des BGH wäre das übrigens auch der Fall, wenn die Restschuldbefreiung noch nicht erteilt worden wäre.

Die Abtretung gilt einfach nur genau 6 Jahre.

Viel Glück

Erkundige Dich beim Gericht oder Insolvenzverwalter!

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