Zeigt die Hohe Zahl der Analphabeten in Deutschland, dass das deutsche Bildungssystem schlecht ist?

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8 Antworten

Nö, zu pauschal gesagt. Zeigt die hohe Anzahl an Jugendlichen die nen Unfall bauen, dass wir zu fürh fahren dürfen? Da gibts viel mehr Faktoren. Aber so abgespeckt wie das Bildungssystem ist, ist es bestimmt einer der faktoren, die es zeigen.

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Hallo weeD34!

"Schlecht" ist relativ!

Es könnte besser sein! Die Kinder sollten individuell besser gefördert werden. Dafür werden mehr Lehrer benötigt. Kleinere Klassen sind erforderlich. Stärken und Schwächen müssen früher und besser erkannt werden. Es gehören mehr Sozialpädagogen oder ähnliche Fachkräfte an die Schulen. Es soll nicht nur auf reine Wissensvermittlung geachtet werden. Bildung ist sehr vielseitig.

Ich finde es beschämend, dass sich so viele Schüler mit Defiziten durch die Schulzeit mogeln können. Das sind oft Kinder, die von Anfang an Schwierigkeiten hatten, nicht oder nicht richtig gefördert- übersehen- übergangen wurden. Vom Lehrer nicht bemerkt, von den Eltern vernachlässigt und nicht beachtet. Kinder, die sich selbst aufgegeben haben. Irgendwie den Abschluss geschafft oder ohne Abschluss die Schulpflicht erfüllt. Diese Leute mogeln sich durchs Leben. Traurig ist das!

Unser Bildungssystem ist nicht schlecht. Aber es könnte besser sein!

Die Verantwortung liegt aber auch bei den Eltern! Dumm ist nur, wenn diese selber nicht dazu in der Lage sind, Defizite zu erkennen, weil sie selber welche haben oder ein nachlässiges oder schlechtes Verhältnis zu den Kindern besteht. Bildung vermitteln, heißt auch, die Eltern in die Verantwortung zu nehmen. Und das gelingt nicht so richtig.

Schöne Grüße

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Kommentar von BillDung
27.10.2012, 18:16

....Der Bundesverband Alphabetisierung macht das deutsche Bildungssystem für die hohe Zahl an Analphabeten verantwortlich: "Das Bildungsniveau der Eltern ist in Deutschland immer noch ausschlaggebend für den Lernerfolg der Kinder", sagt Peter Hubertus, Geschäftsführer des Verbandes. Aber er räumt auch ein: "Es gab schon immer Menschen mit sehr geringen Lese- und Schreibkenntnissen. Nur war das früher weniger problematisch: Es gab auch für diese Leute immer eine Arbeit." Doch in der Dienstleistungsgesellschaft werden die Nischen rarer, in denen man ohne gute Lese- und Schreibfähigkeiten einen Platz finden könnte.....

Quelle: http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/analphabetismus-in-deutschland-es-ist-keine-individuelle-schuld-oder-dummheit-a-748619.html

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Eine sehr vereinfachte Darstellung von Tristanian, die so niemals stimmen kann. Es gilt immer nach dem Warum zu fragen.

Wenn Eltern heute nicht in der Lage oder Willens sind, ihre Kinder "vernünftig" zu erziehen, dann liegt es ganz bestimmt nicht an denen, sondern daran, dass auch sie in den vergangenen Jahrzehnten nicht die Bildung bekommen haben, die sie befähigt, ihren Kindern Hilfe und Unterstützung zu sein. Und das wird nicht besser, sondern immer schlimmer unter den gegebenen Umständen.

Es liegt nun mal am Bildungssystem, ob Kindern aller Gesellschaftsschichten diegleichen Möglichkeiten, sich zu bilden, geboten werden oder nicht.

Wer jetzt kommt und behauptet, dass jeder gleiche Bildungschancen hat, erkennt nicht oder will nicht erkennen, dass zwar das Gesetz jedem gleiche Bildung zubilligt, aber dazu nicht die Möglichkeiten schafft, indem von vorn herein einem Kind mit dem Hintergrund Hartz!V, Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit eine vernünftige Bildung vorenthalten bleibt. Bildung kostet Geld, erfordert Motivation, Perspektiven. All dies hat ein Kind aus den genannten Gruppen nicht.

Auf diese Weise kommt es zu einer Trennung zwischen gebildet und ungebildet. Die einen gehören zur Ober- und Mittelschicht und bilden die Eliten im Staat, die besser Verdienenden und die gut Verdienenden, die anderen erledigen das, was übrig bleibt, wo man beliebig auswechselbar und ersetzbar ist und deren man sich sicher ist, weil die nach jedem Strohhalm greifen, um existieren zu können.

Da bleibt für den Willen, ihre Kinder vernünftig zu erziehen, kein Raum. Die Voraussetzung für den Willen ist nun mal das Erkennen einer Perspektive und - Bildung.

All das ist ein Kreislauf, der sich immer wieder schließt und die Trennung zwischen Arm und Reich immer neu zementiert. Und genau das ist gewollt. Sonst würde man die unsägliche Unterteilung in Oberschicht und Unterschicht nicht so vehement immer wieder betonen und mit Wohltätigkeit sehr gekonnt die Unterschichtler auf ihre Plätze verweisen, nach dem Motto: Seht her, wie menschenfreundlich wir sind.

Was wirklich dahinter steckt, hat nur noch keiner begriffen. Und begreifen kann man nur, wenn man Bildung hat. Und genau das gilt es zu verhindern. Denn Bildung der breiten Masse ist mit Vorsicht zu genießen, d.h. - Zündstoff.

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Kommentar von WhatsEatingYou
27.10.2012, 18:56

Super Antwort!! Hätte ich nicht besser erklären können

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Kommentar von Lazarius
27.10.2012, 19:27

Da kann man wohl nichts mehr hinzufügen. Prima, DH!

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Eher dafür, wie lernunwillig die Menschen sind. Jeder, der sich etwas Mühe gibt, kann Lesen und Schreiben lernen. Auch an deutschen Schulen.

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Die Pisastudie zeigt an, dass unser Bildungssystem schlecht ist und die hohen Arbeitslosenzahlen.

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Kommentar von Kristall08
27.10.2012, 17:37

Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?

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Zum einen stimmt diese Zahl nicht, aber wenn man schon "Schuldige" sucht: Es zeigt vor allem, dass heute viele Eltern nicht in der Lage sind oder auch nicht Willens sind, Ihre Kinder vernünftig zu erziehen.

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Nein, das hat andere Gründe, das Bildungssystem an sich ist nicht schlecht. Warum schneidet Bayern in den Studien immer so gut ab?

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Das deutsche Bildungssystem ist doch eines der besten in der Welt. Und wie kommst Du bloss darauf, dass es hier ca. 7.5 Mio Analphabeten geben soll?

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