Zahnmedizinstudium Wartezeit durch abgeschlossene Ausbildung verkürzbar?

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3 Antworten

Die Ausbildung verkürzt die erforderliche Wartezeit nicht. Natürlich sammelst du aber während der Ausbildung weiter Wartesemester.

Dennoch verbessert aber eine Ausbildung die Chancen auf einen Studienplatz an einigen Unis. Das hängt mit den verschiedenen Quoten zusammen, nach denen die Studienplätze vergeben werden: 20% gehen an die mit den besten Durchschnittsnoten, 20% an die mit den meisten Wartesemestern und 60% werden in einem "hochschuleigenen Auswahlverfahren" vergeben. Die Kriterien der ersten beiden Quoten sind fix und können nicht beeinflusst werden. Entweder man hat die entsprechende Note oder die volle Wartezeit oder eben nicht.

In der letzten Quote legen die Unis aber eigene Kriterien fest. Hier ist zwar auch die Durchschnittsnote die Grundlage, aber man kann sich - je nach Uni in verschiedenen Berechnungssystemen - bestimmte Boni anerkennen lassen, um seinen Platz im Verfahren zu verbessern. Für eine abgeschlossene Ausbildung gibt es üblicherweise die höchsten Boni, aber eine Garantie für die Annahme ist auch das leider nicht.

In Berlin ist es sogar so, dass die Ausbildung dort nicht berücksichtigt wird. Die Charite berücksichtigt in ihrem Auswahlverfahren nur die Durchschnittsnote und das Ergebnis des HamNat.

Die Kriterien der Auswahlverfahren an den einzelnen Unis für Zahnmedizin findest du hier: https://zv.hochschulstart.de/index.php?id=1064 Wo es nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, gibt es Links zu den Unis.

Schau dir die Seite Hochschulstart ohnehin unbedingt nochmal genau an, denn die sind für die Vergabe der Studienplätze zuständig und bemühen sich sehr, das Bewerbungsverfahren möglichst verständlich und transparent darzustellen.

Beste Grüße und viel Erfolg!

wannaplaylol 02.07.2017, 11:17

vielen vielen Dank!

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Wer zunächst eine fachverwandte Ausbildung absolviert hat, hat tatsächlich bessere Karten. Aber nirgendwo gibt es Sicherheiten, Garantieren oder Regeln auf denen man sich berufen kann.

Warum fängst du nicht das Studium in Budapest an? Dort gibt es sehr viele deutsche Medizin- Veteranärmedizin, und Zahnmedizinstudenten. Budapest ist ein toller Studienort, sehr international ausgerichtet, mit besten Zug- und Flugverbindungen nach Deutschland. 

Kann die Frage nicht beantworten. Aber hier mal ein anderer Ansatz: wenn du 6 Jahre lang wartest verzögert sich dein Einkommen als Zahnarzt um diese Zeit. Das können schonmal 600.000€ sein. Je nachdem wie und wo du anfängst.

Dieses Geld verlierst du faktisch. Private Hochschulen in Deutschland lassen dich gegen Geld ohne Wartezeit studieren. Damit wärest du immer noch besser dran als 6 Jahre lang zu warten. Hinterher abbezahlen ist als Zahnarzt kein Problem.

wannaplaylol 01.07.2017, 10:33

erstmals vielen Dank! momentan schaut meine finanzielle Lage gar nicht gut aus. und als zfa verdient man ja auch während der wartezeit geld. Mit guten Noten im Abi und gutem Abischnitt könnte ich theoretisch in einer größeren, erfolgreicheren praxis ausgenommen werden... mit mind 1.300 netto komm ich da allemale raus. das reicht mir voll und ganz fürs erste. das geld würde ich dann fürs studium ansparen usw

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