Zahnmedizin studium kleines Latinum?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nö, den Terminologie-Kurs mussten bei uns alle machen, unabhängig von den etwaigen Vorkenntnissen. Zumal sich das Vokabular in der Schule ohnehin nicht nach den Anforderungen eines Medizinstudiums richtet.

Nur wegen des späteren Termi-Kurses Latein zu wählen, lohnt sich meines Erachtens nicht, denn der Aufwand dafür ist im Studium verglichen mit den anderen Fächern absolut marginal.

Danke für deine Erfahrungen! :) Bist du selbst Medizin, oder Zahnmedizin Studentin?

0
@IchmagdenBaum

Also zunächst einmal bin ich keine Frau und daher keine Studentin, sondern ein Student :-). Ich studiere Humanmedizin.

1

Tschuldigung :-) Darf ich fragen in welchem Semester und an welcher Uni?

0
@IchmagdenBaum

Ne, das gebe ich im Internet nicht preis. Vorklinik an einer lustigen Karnevalsuni in einer noch lustigeren Karnevalsstadt. Mehr sag ich nicht ;-).

0

Wie ist die vorklinik so? :) Ihr habt ja zusammen mit den Zahnis schätze ich, oder liege ich da falsch? ;)

0
@IchmagdenBaum

Ja, wir haben ziemlich viel zusammen mit den Zahnis, du liegst also richtig. Ich kann mich bislang nicht beklagen, macht alles viel Spaß, auch wenn man gelegentlich Phasen hat, wo der Lernstoff nicht enden will. Aber dafür gibt's ja Medi-Learn.

0

Freut mich :) Bei wie viel Prozent liegt denn die Durchfallqote bei euch und den Zahnis?

0
@IchmagdenBaum

Grundsätzlich ist es in der Medizin so, dass die Durchfallquoten nicht ganz so hoch sind, weil bereits vor dem Studium selektiert wurde und die Lernbereitschaft der Studenten als hoch bezeichnet werden kann. Dazu kommen aber auch uniinterne Faktoren, wie gut die Lehre ist, wieviel Freiheit man bei der Studiengestaltung hat etc. Manche Unis machen ihren Studenten das Leben schwerer als andere.

0

Das hört sich doch im allgemeinen dann ganz gut an. Schaffen es denn auch viele Studenten das Studium gut zu überstehen, die (zahlreiche) Wartesemester eingehen mussten?

0
@IchmagdenBaum

Bei uns schon, wie das an anderen Unis ist vermag ich nicht zu beurteilen. Manche studieren halt auch einfach ein oder zwei Semester länger und teilen sich das so auf wie sie wollen, gerade weil sie noch z.B. nebenher arbeiten oder Kinder haben. Das geht aber nicht an jeder Uni. Ansonsten kann aber eigentlich jeder im Stoff mitkommen, weil die Vorlesungen immer bei 0 beginnen. Man muss eben lernen.

0
@Superstudent

Aber große Probleme sehe ich da eigentlich nicht. Wir haben hier so verschiedene Leute im Studium, manche hatten vorher schon etwas ganz anderes gemacht und heute werden sie begeisterte Ärzte und Zahnärzte. Und wenn man gar nichts mehr blickt, dann liest man sich die Skripte von Medi-Learn durch :-).

0

Gut :) Da ich wahrscheinlich nicht den benötigten ND erreichen werde, muss ich dann wohl oder übel Wartesemester eingehen, die es mir zwar wert sind, wenn ich daran denke, dass ich danach in meinem gewünschten Beruf arbeiten kann, dennoch ich lieber sofort studieren würde. Wird sich denn der NC in Zahnmedizin oder Medizin die nächsten Jahre erhöhen und somit ein Platz Fürs Studium noch schwerer?

0
@IchmagdenBaum

Schwer zu sagen, erhöhen wird es sich nach meiner Auffassung jedenfalls nicht mehr, weil es da nicht mehr viel Raum nach oben gibt. Für Medizin liegt die Abibestenquote seit einigen Jahren recht stabil bei 1,0-1,1; im AdH bei 1,2/1,3 (an den Unis ohne TMS) und die Wartezeit liegt bei 14 Semestern für Medizin.

Bei der Zahnmedizin sind es in der Wartezeitquote 12 Semester, die man warten muss, also 6 Jahre. Im Sommersemester 11.

Das ist zwar recht lange, aber ich würde das alles nicht so dogmatisch sehen. Es gibt so viele Menschen, die noch viel später ein Studium beginnen. Ich kenne Zahnis, aber auch Medis, die mit 36 angefangen haben - die schon woanders eine Karriere gemacht haben.

Andere haben auch schon vorher etwas anderes studiert, während der Wartezeit. Wichtig: Das sollte man im Ausland machen, denn sonst zählt das Studium als Zweitstudium und es gelten viel kompliziertere Regeln.

0

Das mit den Wartesemestern ist immer so eine Sache. Man fragt sich, ob es sich denn lohnt, da man ja nie weiß wie es später aussieht.
Aber um kurz genauer auf Zahnmedizin zu kommen, wo der NC bei 1,5 - 1,7 liegt, denkst du der NC wird weiter ansteigen, oder eher so bleiben?

0
@IchmagdenBaum

Nun, ich will ehrlich sein, mit 1,7 wird die Luft sehr dünn im AdH. Medizin und Zahnmedizin sind als Studiengänge zwar weiterhin sehr beliebt, allerdings glaube ich nicht, dass sich die Lage noch besonders verschärfen kann. Es gibt ja nur noch wenig Raum für weitere Steigerungen und dazu kommt, dass die Auswirkungen der doppelten Jahrgänge langsam abflauen.

Wartesemester sind eigentlich weniger eine Frage des Lohnens, sondern eher eine Notwendigkeit, wenn man auf anderem Weg keinen Platz bekommt. Kenne genug Leute, die in der Zwischenzeit noch etwas im Ausland studiert oder eine Ausbildung absolviert haben. Ob es dir das wert ist, das ist eine ganz individuelle Entscheidung.

0

Da ich bereits noch etwas Zeit habe, um mein bestmögliches im Abitur zu zeigen, kann ich ja noch reinhängen und mich bemühen. Ich denke optimal bei Zahnmedizin ist ein Schnitt Ca. 1.5 oder?
Wartesemester ist halt genau dann etwas, wenn man es wirklich will und man Zeit hat, bis man in dem Beruf arbeitet.

0

Gut, Danke :-) Dann werde ich mein bestmögliches tun, um es zu schaffen!

0
@IchmagdenBaum

Ansonsten eben TMS oder sechs Jahre warten oder Quereinstieg oder Ausland. Es gibt zum Glück viele Möglichkeiten.

0

Ja, das stimmt! Aber entweder sind die Möglichkeiten sehr teuer, oder sehr schwer zu erreichen. Werde mein bestes geben, dann kann man immer noch schauen.

0
@IchmagdenBaum

Nun gut, Österreich würde sich anbieten, aber da muss man ja diesen Rätselspaß namens Medizinertest machen. Probieren kann man's ja... Aber das ist schon richtig: Ein gutes Abi ist die planbarste aller Optionen.

0

Das klingt ja so, als ob du nicht viel von diesen Medizinertest halten würdest :D Wenn ja, warum genau? Und wie stehst du zu unseren Tests (Ham-Nat, TMS)

0
@IchmagdenBaum

Die Tests sind letztlich allesamt lediglich ein Selektionsmittel, um die Bewerberbungen zusätzlich steuern zu können und im Falle des TMS auch noch ein solides Millionengeschäft. Für das Studium bedeutsam sind sie nicht. 

0

Daran hatte ich noch nicht gedacht. Aber die Wahrheit könnte dies tatsächlich sein.
Wie viel Freizeit hat man eigentlich im Studium? Wie oft musst du zur Uni und wie lange lernst du pro Tag + geht das lernen schnell (klar, dauert bei jedem anders)

0
@IchmagdenBaum

Das lässt sich so nicht sagen, weil es nicht nur von einem selbst abhängt, sondern auch von der Uni. Manche Fächer lassen sich an meiner Uni z.B. auch während der vorlesungsfreien Zeit ablegen (das ist super, in Bio konnte man sich sogar den Klausurtermin aussuchen!), was wiederum an anderen Unis nicht möglich ist. Dann hängt der Grad der Freizeit auch stark davon ab, ob und in welchem Umfang man Vorlesungen besucht oder ob man dieselbe Zeit lieber zum Lernen nutzt und nur zu den Pflichtveranstaltungen geht.

Während des Präpkurses hat man beispielsweise i.d.R. keine Freizeit, weil auch der Lernstoff faktisch nicht begrenzt ist, die Menge ist schon enorm. Den Stoff selbst würde ich als gut lernbar bzw. verständlich bezeichnen, es gibt auch sehr viele gute Lehrbücher.

Wie lange man pro Tag lernt? Ein Professor hat einmal gesagt, dass er als Student zehn Stunden am Tag gelernt habe. Ich kann aber zu deinem Glück garantieren, dass nicht jeder Student so vorgeht und auch nicht in jedem Semester der gleiche Aufwand nötig ist. Aber grundsätzlich gilt natürlich schon: Je mehr, desto besser. Zumal man nie vergessen sollte, dass am Ende auch Menschenleben davon abhängen, ob man ordentlich gelernt hat.

Aber mit etwas Zeitmanagement kann man sich natürlich immer einige Freiräume schaffen.

0

Das hört sich zwar relativ stressig an, aber in jedem Studium muss viel Zeit investiert werden, wenn man alles genau machen will. Bisher bin ich schulisch auf einem sehr guten Weg. Besonders in den Naturwissenschaften tue ich mich sehr einfach. Eben weil auch Mathe und Physik mit Biologie meine Lieblingsfächer sind.

0

Nein ; Du must den Kurs dann nicht mehr besuchen, schaden tut es trotzdem nicht.. Man könnte sogar dazu raten.

Du solltest Latein unabhängig vom Studium wählen oder auch nichtwählen

Ich weiss es nicht, jedoch würde ich es dir raten. Latein kann dir auch helfen, wenn du andere Sprachen lernst, ob das jetzt wegen Beruf oder privat. Ich denke auch, dass man auf dem Arbeitsmark gefragter ist, wenn man gut Lateinisch kann. 

LG Glitzer2020

Danke für deine Meinung, aber ob ich es nun vorweisen kann, da ich es im Studium gelernt habe, oder da ich es zusammen mit dem Abi erhalten habe, ist irrelevant, daher wollte ich fragen, was denn nun besser wäre :)

0
@IchmagdenBaum

Auf dem Arbeitsmarkt gefragter, wenn man Latein beherrscht? Höre ich zum ersten Mal. Wenn man nicht gerade Priester werden möchte, interessiert das niemanden :-). Mir ist jedenfalls niemand bekannt, der sein Vorstellungsgespräch auf Latein geführt hätte.

0
@Superstudent

Naja, ich denke, im Bereich der Medizin. Natürlich ist es bei einer Lehre zum Automechaniker grösstenteils egal, ob man Letein spricht, im Bereich Medizin ist es sicher wichtiger. 

0
@Glitzer2020

Nö, interessiert auch in der Medizin keinen, da, wie ich bereits andeutete, der Latein-Schulstoff ohnehin nur wenig mit der Terminologie zu tun hat, die man später in der Anatomie und in anderen Fächern braucht. Ciceros Reden werden in Testaten gewöhnlich nicht abgefragt. Man sollte Latein unabhängig von derartigen Erwägungen wählen oder nicht wählen.

0

Was möchtest Du wissen?