Zahnimplantat / Arbeitslosengeld 2 Empfänger

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3 Antworten

Wenn du da schuldlos verprügelt wurdest und der Täter bekannt ist, weird es ja sicher ein verfahren geben und da solltest du dann doch wohl eine Art "Schmerzensgeld" bekommen, davon könntest du dann ja das Implantat bezahlen.1900€ für ein einzelnes Implantat kommt mir übrigens auch sehr viel vor, da solltest du dich noch mal beraten lassen, auch bei der Krankenkasse, vielleicht zahlen die duch etwas dazu, wenn es im sichtbereich ist (also Schneidezähne etc.). Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg!

Vielen Dank :-) und danke für die Antwort

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Dazu folgendes:

  1. Schmerzensgeld ist unabhängig und wirklich nur zum Ausgleich des Schmerzes da. Für den Ausgeschlagenen Zahn sind vom Täter die Kosten für das Implantat zusätzlich zum Schmerzensgeld in Form von Schadensersatz zu zahlen.

  2. Die Krankenkasse ist für Implantate so gut wie nie in der Leistungspflicht, zumindest nicht, solange Alternativen wie Brücken etc. möglich sind. Eine Brücke reicht auch, um fehlende Zähne zu ersetzen. Wer das nicht will und daher lieber ein Implantat will, der muss halt selber zahlen.

  3. Ein Darlehn etc. vom Jobcenter gibt es dafür auch nicht. Die verweisen auf die Möglichkeit der Schadensersatzklage gegen den Täter. Das Jobcenter kommt auch nicht (auch nicht per Darlehen) dafür auf, wenn die Behandlung aus medizinischer Sicht sofort geschehen muss. Das gibt es zwar nur ganz ganz selten, aber wenn... dann muss die Krankenkasse in Vorleistung treten. Bei Implantaten wird das aber niemals der Fall sein, solange Alternativen möglich sind. Sind keine Alternativen möglich, sieht es eh wieder ganz anders aus.

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Einen Kredit vom Jobcenter bekommst Du nicht für Zahnersatz. Dein Zahnarzt muss einen Kostenplan erstellen und den schickst Du zusammen mit einem Antrag auf Härtefallregelung an die Krankenkasse. Dann werden die Kosten auch komplett von denen übernommen. Es kann Probleme geben wenn Dein Arzt versucht Dir eine Lösung aufzuschwatzen die teurer als nötig ist (machen die gern) und manchmal verlangt die Kasse auch trotzdem eine Eigenbeteiligung (dann musst Du Widerspruch einlegen, Du hast ja kein Geld).

ein implantat gehört nicht zur härtefallregelung. nur eine brücke würde übernommen werden.

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