Zahnarztangst? Lachgas, Hypnose

3 Antworten

Zunächst einmal sind es zwei komplett unterschiedliche Ansätze, welche auf unterschiedlichen Wegen zum Ziel führen (können).

Lachgas ist ein mildes Narkosemittel, welches nur in hohen Konzentrationen betäubend wirkt. Es wirkt vornehmlich analgetisch (schmerzstillend) und nur leicht anesthetisch. In der Regel werden beim Zahnarzt nicht mehr als 1:1 Lachgas:Sauerstoff gegeben. Das ist ausreichend, um das Schmerztempfinden heraub zu setzen, wird dich aber nicht einschlafen lassen. Du wirst lediglich seditiert, was ja der Sinn ist. Eine lokale Anesthesie wird aber meist notwendig sein. Du wirst davon aber nicht wirklich viel mitbekommen.

Hypnose Hierzu muss man dafür offen sein und es funktioniert nicht bei jedem. Wenn es funktioniert, dann ist es eine wunderbare Methode, welche sicher ist und dir auch noch darüber hinaus hilft. Bei Behandlungen unter Hypnose hat man z.B. festgestellt, dass die Wunden schneller und besser verheilen und dass es nicht so sehr blutet. Wenn du richtig eintauchen kannst, dann braucht es nicht einmal eine lokale Anesthesie. Das hängt aber eben von deiner Mitarbeit ab. In Trance können wir unsere Aufmerksamkeit so weit fokusieren, dass wirklich nur noch dies existent ist. In Trance können wir unter anderem Schmerzen ausblenden. Wie und warum das funktioniert, daran rätselt die Wissenschaft noch.

Fazit: Wenn du auf eine Hypnose gut ansprichst, dann würde ich diese wählen. Das braucht aber wie gesagt ein wenig Vorarbeit. Dafür hast du Aussicht darauf, dass die Wunde schneller und besser verheilt.

Lachgas dann, wenn die Hypnose nicht funktioniert. Heute muss wirklich niemand mehr unter Schmerzen leiden. Der Vorteil bei Lachgas ist eben, dass es in jedem Fall wirkt und das eben sofort.

Hi! Mit Lachgas und Hypnose hast Du zwei sehr gute Methoden auserkoren, die Dir wahrscheinlich helfen werden. Wichtig ist hier, dass Du grundsätzlich dazu bereit bis Dich darauf einzulassen. Wenn Du Dich dagegen wehrst, werden sie nicht wirken. Sowohl bei Lachgas als auch Hypnose wirst Du von der Behandlung etwas mitbekommen. Nur Deine Angst und Deine Schmerzen werden reduziert. Bei beiden wirst Du aber zusätzlich auch eine Spritze gegen die Schmerzen bekommen.

Der Unterschied bei beiden Methoden ist z.B. die benötigte Zeit. Lachgas wirkt sofort. Du bekommst eine Nasenmaske auf und nach ca. 3 Minuten fühlst Du Dich ganz angenehm und Deine Angst ist stark reduziert.

Für die Hypnose brauchst Du am Anfang mehrere Sitzungen, bis Du überhaupt hypnosebereit bist. Der ZA wird Dich erst versuchen in eine Hypnose zu bringen ohne Dich zu behandeln, damit es auch gut klappt, wenn es drauf ankommt.

Dementsprechend müssten auch die Kosten sein. Die können gerade bei Hypnose sehr stark variieren. Lachgas kostet ca. 50,-€.

Gute Hypnotiseure können mit der Hypnose erstaunliches schaffen. Sie können Schmerzen ausschalten und sogar Blutungen stoppen. Dabei werden Sie natürlich die ganze Zeit plappern und Dich auf eine Traumreise schicken. :)

Mit Lachgas gelangst du in eine sog. leichte Sedierung. Das Gas packt sozusagen die Rezeptoren im Gehirn, bei denen auch Opium oder Valium wirken, "in Watte" und dämpft dadurch dein Bewusstsein ein wenig. Du bleibst komplett wach und ansprechbar, kannst Dich unterhalten. Bekommst alles mit und kannst Dich an alles erinnern. Nur Deine Angst ist weg, negative Einflüsse (Druck, Vibration, Schmerz etc.) werden nicht mehr als so unangenehm empfunden. LMAA-Stimmung so zu sagen. Wenn die Behandlung vorbei ist, dreht der ZA das Lachgas ab und Du bist nach ca. 5min wieder fit und kannst evt. sogar mit dem Auto alleine nach Hause fahren.

Beide Methoden sind sehr sicher. Der ZA wird nichts mit Deiner Psyche anstellen, sondern nur eine Art Ablenkung durchführen, bzw Deine Konzentration auf etwas anderes als die Behandlung lenken.

Bei Lachgas gibt es fast keine Nebenwirkungen und Kontraindikationen und das Risiko einer Behandlung ist fast Null. Seit 150 Jahren wird Lachgas eingesetzt und es gab noch keinen einzigen Todesfall durch die Sedierung (Vergleich Vollnarkose in Deutschland: 50 Todesfälle pro Jahr durch die Narkose). Es gilt als eines der best erforschtesten Medikamente überhaupt und ist so sicher, dass es nicht mal unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Bei Zahnarztangst aber sehr wirkungsvoll. Würgereiz eliminiert es übrigens auch.

Ich hab im Anhang noch ein Video über Lachgas, dass ich ganz gut finde. Da erfährst Du noch einiges.

Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen. Es ist gut, dass Du diesen Weg gehst und mutig, dass Du Dich Deiner Angst stellst. Viel Erfolg!

https://www.youtube.com/watch?v=6uLSGWq-4BA

Die Antwort von Florian finde ich hinsichtlich des Einsatzes von Lachgas schon ganz hilfreich, bezüglich Hypnose möchte ich gerne noch etwas nachlegen.

Natürlich kann man mittels Hypnose einen bevorstehenden zahnärztlichen Eingriff vorbereiten und diesen dann auch unter Hypnose durchführen lassen. Man könnte aber auch die offensichtlich aus der Verhältnismäßigkeit geratene Angst hypnotherapeutisch wieder grade rücken, so dass ein ganz "normaler" Zahnarztbesuch wieder möglich ist. Normal ist ja durchaus, dass wir nicht besonders gerne zum Zahnarzt gehen. Normal ist aber auch, dass wir hingehen, wenn es "dran" ist. Normal ist auch, dass wir eine normale örtliche Betäubung bekommen, wenn dies nötig ist, und uns dann bei vollem Bewusstsein behandeln lassen können, ohne panisch zu werden.

Wenn diese übersteigerte Angst dann nicht mehr da ist, kann man darüber hinaus mittels Hypnose den Einsatz der Spritze überflüssig machen; der einzige Punkt, in dem ich Florian widersprechen muss. Es ist absolut möglich, die Lokalanästhesie hypnotisch zu ersetzen. Warum sich viele Zahnärzte dies nicht zutrauen, liegt vornehmlich daran, dass sie dies zu selten machen und sich des Erfolges mangels Routine nicht sicher sind. Wer sich aber den Luxus gönnen möchte, sich zusätzlich zum Zahnarzt einen Hypnosetherapeuten an den Zahnarztstuhl zu holen, der hat beste Chancen, gänzlich ohne Spritze und ohne Schmerzempfindung davonzukommen. Teuer wird dies allerdings besonders dadurch, dass der Hypnosetherapeut und der Patient die Schmerzabschaltung vorab schonmal geübt haben sollten.

Auch wichtig ist, dass der Zahnarzt ein grundsätzliches Verständnis zum Thema Hypnose mitbringt. Denn was nützt die schönste Trance, wenn der Zahnarzt mittendrin deutlich zur Helferin sagt: "Schwester, die GROSSE Zange bitte!" o.ä.

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