Zahnarzt verhaut Wurzelbehandlung?

... komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Leider ist eine Wurzelkanalbehandlung immer ein Versuch, den Zahn zu erhalten, mehr nicht.

Die Zähne sind meist schon sehr vorgeschädigt mit dünnen Wänden, großen Füllungen und verengten Wurzelkanälen - sonst wäre eine solche Behandlung ja auch nicht notwendig.

Eine Alternative zur Wurzelkanalbehandlung ist tatsächlich die Entfernung des Zahnes, also ihn zu ziehen. Das ist kein Weltuntergang, sondern die Folge einer Reihe von Reparaturmaßnahmen, die irgendwann eben nicht mehr reichen. Auch eine perfekte Wurzelkanalbehandlung garantiert noch nicht den Erhalt des Zahnes. Bei stark verengten oder gekrümmten Wurzelkanälen beispielsweise ist eine Wurzelkanalbehandlung sogar kontraindiziert. Da wäre das Ziehen des Zahnes das Mittel der Wahl.

Daß der Zahnarzt den Versuch gemacht hatte, den Zahn zu erhalten, ist lobenswert, aber wahrscheinlich hatte er nicht deutlich genug darauf aufmerksam gemacht, daß solch ein Versuch des Zahnerhalts eben nicht garantiert werden kann.

Hätte er das gemacht, wäre wahrscheinlich Deine Entscheidung, es dennoch zu versuchen genau so ausgefallen, aber Du hättest vorher gewusst, daß es eben keine Garantie gibt und wärst vielleicht nicht so enttäuscht gewesen, daß er jetzt doch gezogen werden muß.

Aber unabhängig davon kann man also nicht sagen, daß der Zahnarzt die Wurzelkanalbehandlung verhauen hat. Eine sogenannte "via falsa" ist bei einem gewissen Prozentsatz von Wurzelkanalbejandlungen, selbst bei den sorgfältigsten Behandlern immer möglich.

Wenn Du wenig Geld hast, um Dir eine Brücke oder ein Implantat zu leisten, gibt es die Möglichkeit einen Härtefallantrag bei Deiner Kasse zu stellen, dann gibt es einen höheren Zuschuss.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?