Zahnarzt-Behandlung dauert sehr lange - normal?

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5 Antworten

sorry wenn ich es so ausdrücke, aber hier wurde reichlich versemmelt.

nach der Extraktion des Frontzahnes hätte man nicht warten dürfen sondern gleich implantieren müssen. Spätestens nach ca 2 Wochen - besser früher. Dannach fällt die äußere Knochenlamelle ein und mit implantieren ohne großen Aufwand ist Vergangenheit. Zum Teil machen wir heute Arbeiten, wo 3 Wochen nach dem Extrahieren die entgültige Arbeit auf dem Implantat sitzt.

zu 3 - den stärkeren Stift hätte er ja auch, nach den 4 Monaten falscher Wartezeit, gleich machen können.

zu 4 - sei froh, dass die Zeit vergangen ist nach Setzen des stärkeren Stiftes, sonst hättest du jetzt eine neue Brücke die wieder raus müsste.

Hallo,

Ihre Beschreibung einer Zahnbehandlung ist genau der Grund gewesen, warum mein Mann und ich nach Ungarn gefahren sind und innerhalb einer Woche unseren Zahnersatz oben und unten komplett neu hatten. Mein Mann inklusiv Implantat ( sollte in Deutschland mit Knochenaufbau gemacht werden und 3 Stück ). In Ungarn kam man ohne Knochenaufbau aus und brauchte nur 1 Implantat. Unsere Berichte darüber und die anderer Patienten die dort waren sind auf der Seite www.guenstig-zahnersatz.de nachzulesen

nicht mal mehr die grenznahen Österreicher fahren nach Ungarn für Zahnersatz. Und das hat wohl seinen Grund!!! Nur ein Implantat ist im übrigen Gift von der Hebelwirkung her, aber wahrscheinlich war einfach nicht mehr Platz und ein Knochenaufbau dauert halt länger als eine Woche. Besser für eins die Kohle kassiert als gar nicht. Den Patienten sehn die Ungarn eh nur einmal. Gratulliere!!!

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Ja das ist in sofern normal da die Einheilzeit eines Impl. mind. halbes jahr dauert. Aber normalerweise wird anhand eines Röntgenbildes gleich entschieden ob man Knochenaufbaumaterial braucht. Diese Interimsprothese so heißt Dein Klammerersatz ist normal und dient wirklich nur zur Optik nicht zum Essen. Gibt es leider nix andres. Da Dein andrer Zahn nun eitert würde ich ihn extrahieren lassen und lieber Brücke vergrößern. Wenn du jetzt schon zu solchen Entzündungen neigst würd ich die Finger von Knochenaufbau und Impl. lassen. Das oist viel zu teuer und ich denke nicht daß es 10 Jahre halten würde. Lass Dir doch mal von nem Kieferchirurg 2. Meinung geben. Aber es hört sich nicht stümperhaft an was Dein Zahnarzt nmacht. Lieber warten als vorschnelle Behandlung auch wenn es läßtig ist.

Danke fuer Deine Antwort. Ja, zu solchen Entzuendungen neige ich ja scheinbar, da von 3 Stiftzaehnen nun der 2. schon nach kurzer Zeit eitert. Kann ja nicht immer an den Zahnaerzten liegen.

Bei diesem hier ist es sogar so, dass er ja nur den Stift erneurt hat (dickeren rein) und noch nichtmal eine Revision o.ae. durchgefuehrt hat, weil er meinte, dass die Fuellung noch OK waer. Trotzdem faengt der Zahn jetzt 1 Monat spaeter an zu eitern.

Ich glaub, bei mir kann man saemtliche invasiven medizinischen Massnahmen generell vergessen.

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@horst31338

man steckt halt echt nicht drin wenn der Zahn oder Wurzel zu mucken anfängt. Ich seh das tagtäglich in unsrer Praxis. Ich denk der Zahn is austherapiert ! WÜnsch DIr trotzdem alles Gute

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das mit dem halben Jahr Wartezeit, gehört nicht gerade der Vergangenheit an, aber an:charleen; schon mal was von Sofortbelastung gehört? Gerade im Fronbereich wird das sehr gerne gemacht. Macht der Implantologe davon abhängig, mit welchem Drehmoment (welcher Stärke) die Imolantate eingeschraubt werden.

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@tommy0802

Ich weiß jetzt nicht was du mir damit erklären willst. Redest Du von Sofortimplantaten? Wenn Du von Sofortimplantation redest wirst Du sicherlich wissen daß es nicht für jeden geeignet istr.Im Mund sieht leider alles anders aus als auf den Modellen lieber Zahntechniker...! Aber vielleicht erklärst du mir genauer was Du mir damit sagen willst.

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Zu Punkt 3 + 4 möchte ich mich lieber nicht äussern, denn da ist wohl eine Wartezeit angemessen. Was ich allerdings eigenartig finde, ist die lange Wartedauer zwischen der Exraktion des Frontzahns und der Entscheidung, das ein Knochenaufbau möglich wäre. Normalerweise sieht man auf dem Röntgenbild relativ gut und schnell, ob genügend Knochen vorhanden ist, um ein Implantat einzusetzen. Warum da vier Monate gewartet wurde, ist unklar. Wieso hast du denn in dieser Zeit nicht stärker beim Zahnarzt interveniert und auf eine schnellere Behandlung gedrungen ?

Hallo,

der Zahnarzt hat bei der Extraktion ein "Hilfsmaterial" eingesetzt (nennt sich glaub ich Bio-Oss Collagen), um den Knochenaufbau zu fördern (er hatte schon gesagt, dass es so, wie es bei der Extraktion war, zu wenig ist - hat auch von "Fenestration" gesprochen). Danach hat er dann eben 4 Monate gewartet, ob es vielleicht dann reicht.

Ich habe mit dem Intervenieren leider insgesamt aufgegeben. Ich finde mich einfach in allen Bereichen inzwischen damit ab, dass die Dinge nicht so funktionieren, wie ich sie mir vorstelle. Ich dachte mir dann eben "Er wird schon wissen, was er tut". Was soll ich auch sonst machen...

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@horst31338

Dann sieht die Sache schon anders aus. Er hat also gleich gesehen, das nicht genügend Knochen vorhanden war und hat auch Massnahmen unternommen, um den Knochen eventuell zum Wachsen anzuregen. Das klingt eigentlich sehr gut für mich. Bei solchen Dingen muss man dann leider oft etwas Geduld haben. Ich verstehe dich- es ist sicher nicht angenehm, so lange mit einem Provisorium klarzukommen, aber wann es geklappt hätte, wäre es die Warterei wert gewesen. Jetzt hast du natürlich mit dem Eiter ein weiteres (nicht vorhersehbares) Problem, bei dem ich hoffe, das da noch etwas zu retten ist.

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@syringa

Ja, wie gesagt, ich hab auch keinen Zweifel an seiner fachlichen Kompetenz. Nur die Wartezeiten... ich bin sehr selten bei Ärzten und bin deshalb davon etwas überrascht gewesen.

Tja, das mit dem Eiter - das ist gar nicht gut, weil der Stiftzahn nämlich die beste Rettung gewesen wäre. Jetzt geh ich davon aus, dass der vermutlich auch extrahiert werden muss und dann gleich 4 komplett gesunde Zähne beschliffen werden müssen für eine Brücke mit 2 Zähnen. Freu mich! :)

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@horst31338

Das wäre wirklich ein Elend, vor allem, weil man nie weiss, was mit diesen Zähnen irgendwann unter der Brücke mal alles passieren kann. Aber es ist immerhin noch besser als eine Lücke. Ich drücke mal die Daumen, das eventuell doch noch alles gut geht und dir das erspart bleibt.

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@syringa

Danke. Hab schon ernsthaft (!) überlegt, ob ich stattdessen lieber Maryland-(Klebe-)brücken machen lassen soll. Manche Zahnärzte (gegoogled) sagen, diese würden heutzutage oft 5 Jahre oder länger halten und es wird kein Zahn verletzt.

Wenn ich dann alle paar Jahre oder auch meinetwegen alle paar Monate mir die Dinger neu festkleben lassen muss, ist mir immer noch lieber als 2 kaputte Zähne!

Vielleicht kannst Du mir ja noch was dazu sagen (bist Du selber Zahnärztin oder Assistentin?), sonst ist aber nicht schlimm ;) Danke schonmal...

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@horst31338

Nein - bin ich nicht. Aber meine Freundin und dadurch kenne ich mich mittlerweile auch schon ganz gut aus :) Klebebrücke würde ich an deiner Stelle vergessen. Ist mE nicht sehr empfehlenswert und wird bei Erwachsenen auch nicht so oft angewandt. Aber erkundige dich trotzdem beim Zahnarzt, was er dazu meint. Man kann gar nicht genug fragen, bevor man sich endgültig für eine Lösung endscheidet.

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Nunja, das ist alles nicht sonderlich ungewöhnlich, wenn auch unangenehm. Ich musste mal 6 Monate warten, weil der eine Zahnarzt sich weigerte, meine Röntgenbilder dem anderen Zahnarzt auszuhändigen. Sei froh, dass du nicht noch zum Gutachter musst.

Und wir haben doch so ein "gutes" Gesundheitssystem...

Nichts gegen den Zahnarzt, er kann vermutlich nichts dafür, aber es ist dann doch schon krass, dass man in anderen Ländern innerhalb von 2 Wochen eine Stiftkronenversorgung bekommt für 400 Euro...

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