zahlunsverbots- und moratoriumsrisiko

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Zahlungsverbotsrisiko:A erteilt B den Auftrag, ein Werk zum Preis von € 1.000,-- zu errichten. Der Gläubiger G hat gegen B eine gerichtlich titulierte Forderung von 100.- €. Da B diesen Betrag nicht an G zahlt und G weiß, dass A dem B noch 1.000.- € schuldet, erlässt G ein Zahlungsverbot über 100.- € gegen A.Ein Zahlungsverbot ist eine wirtschaftliche Restriktion, die von einer befugten Behörde (z. B. der BaFin) gegenüber einer anderen Institution verhängt wird und Drittschuldnern verbietet, noch ausstehende Schulden gegenüber Gläubigern zu begleichen. Bevor nicht eine vollstreckte Forderung an den Gläubiger bezahlt wird, darf der Schuldner keine Zahlungen an Dritte vornehmen.

Moratoriumsrisiko: Das Moratoriumsrisiko (siehe auch Länderrisiko) ist die Gefahr, dass ein Schuldnerstaat (der etwa Auslandskredite oder Exportlieferungen bezahlen muss) die vertraglich geschuldeten Zahlungen in Fremdwährung (Devisen) nicht vertragsgemäß leisten kann oder will. Es liegt dann noch kein grundsätzliches Zahlungsverbot vor, sondern nur ein staatlich veranlasster Zahlungsaufschub. Ein Moratorium (Stillhalteabkommen, Zahlungsaufschubsabkommen) ist in der Wirtschaft ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot, das von einer entsprechend befugten Partei gegenüber einer anderen Institution angeordnet wird, bzw. eine freiwillig getroffene Vereinbarung zwischen Gläubiger und Schuldner, dass der Anspruch einstweilen nicht geltend gemacht werden soll.In Zeiten von Devisenknappheit bzw. Devisenbewirtung- schaftung kann es sein, dass Staaten einen Zahlungsaufschub verordnen.

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