Zahlungsaufforderung+Mahnkosten ohne vorherige Mitteilung

9 Antworten

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Erstens braucht es keine Mahnung, um dich in den Zahlungsverzug zu setzen und ja, die Firma kann sofort ein Inkassounternehmen einschalten, wenn du deine Rechnung nicht pünktlich bezahlst. Ob die Höhe der zusätzlichen Kosten gerechtfertigt ist, müssten sie allerdings nachweisen, denn sie dürfen keine völlig überzogenen "Mahnkosten" in Rechnung stellen.

Was denn nun? Hast du gezahlt oder bist du - innerhalb der Widerrufsfrist - ordnungsgemäß vom Kauf zurückgetreten. Wenn du entweder das eine oder das andere belegen kannst, brauchst du dir ja keine Sorgen zu machen.

Und es muss keine schriftliche Mahnung per Post kommen, dazu gibt es keinerlei Bestimmungen. Mittlerweile verlegen viele Online-Firmen ihren "Briefverkehr" ins Internet - online eben.

Nur wie kommt es dann zu den Mahngebühren ohne das Mahnungen verschickt wurden? Zudem bekam ich ja die Mahnung nicht über die offizielle Mail sondern über irgendeinen Anwalt

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@BloodmoonV

Die Gebühren enstehen der Firma Innogames durch die Beauftragung des Anwalt - bzw. sind die Gebühren des Anwalts, den die Firma problemlos bei säumigen Zahlern beauftragen kann.

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@dsupper

Wobei auf jeden Fall abgewägt werden muss, ob eine solche Beauftragung überhaupt notwendig ist. Ein halbwegs großes Unternehmen kann nämlich auch selbst Mahnungen verschicken, dafür braucht man keinen Anwalt.

Und wenn ein Anwalt das doch übernimmt, handelt es sich meist höchstens um ein Schreiben einfacher Art

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@dsupper

Nur warum kommen dann Mahngebühren obwohl ich keine Mahnung bekommen habe?

Habe übrigens den Kontoauszug gefunden wo ich das Geld nach dem Wiederruf zurückgebucht bekommen habe

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@dsupper

Danke für deine Hilfe. Soll ich also ignorieren?

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@BloodmoonV

um Ruhe zu haben, würde ich denen den Sachverhalt kurz per Mail schildern, mit Hinweis auf den vorliegenden Kontoauszug

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@dsupper

So problemlos ist das nicht, wie du hier erzählst. Auch für die Erstattung von Anwaltskosten muss der Schuldner in Verzug sein. Zudem steht immer die Frage im Raum, ob ein einfacher Mahnbrief nicht mit einer 0,3 Gebühr (Schreiben einfacher Art) abgerechnet werden muss.

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@mepeisen

Laut eigenen Angaben hat der FS den Kauf aber doch bezahlt, dann widerrufen und die Firma hat ihm sein Geld auch zurückerstattet. Somit ist die Angelegenheit doch geklärt - und wo keine Zahlung mehr offen ist, erübrigt sich jede Frage über Mahnkosten oder Anwaltsgebühren.

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Erstens braucht es keine Mahnung, um dich in den Zahlungsverzug zu setzen

Das stimmt so pauschal nicht.

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@kevin1905

Nach § 286 Abs. 3 BGB kommt der Käufer 30 Tage nach Zugang der Rechnung in Zahlungsverzug - eine gesonderte Mahnung ist dazu nicht erforderlich.

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@dsupper

WENN auf der Rechnung eine ausführliche Belehrung über diese 30-Tages-Regel und die Folgen des Verzugs stattfindet. Ich habe das bis heute noch nie auf irgendeiner Rechnung gesehen.

Deine pauschale Aussage, dass nie jemand mahnen muss, ist dennoch absoluter Blödsinn. Der Regelfall ist nach wie vor, dass man mahnen muss.

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@dsupper

Lies mal ganz genau

(3) [...]; dies gilt gegenüber einem Schuldner, der Verbraucher ist, nur, wenn auf diese Folgen in der Rechnung oder Zahlungsaufstellung besonders hingewiesen worden ist.

Und eben genau diese Anforderung ist meist nicht erfüllt und Gerichte legen diesen Satz sehr streng aus.

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Erstens braucht es keine Mahnung, um dich in den Zahlungsverzug zu setzen

Lasst doch mal diese blödsinnige Verbreitung eurer völlig absurden und falschen Rechtsansichten. Im Regelfall muss gemahnt werden, damit man in Verzug gesetzt wird als Verbraucher. Die wenigen Ausnahmen sind klar definiert und die dürften hier höchstwahrscheinlich nicht vorliegen.

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@mepeisen

In der Regel findet ein Kauf immer in irgendeiner Schriftform statt, sei es durch eine Onlinebestätigung etc. Darin ist immer klar definiert, wann der Schuldner für die Leistung zu zahlen hat: sofort, innerhalb von 14 Tagen, zahlbar bis X, 14 Tagen nach Warenerhalt etc. Damit ist eine Mahnung nach § 286 Abs. 2 BGB nicht erforderlich.

Ich habe noch nie einen Kauf getätigt, bei dem kein Zahlungsziel vorgegeben gewesen wäre.

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@dsupper
Damit ist eine Mahnung nach § 286 Abs. 2 BGB nicht erforderlich.

Lies dir noch mal Satz 1 von Absatz 2 durch.

für die Leistung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt ist,

Die Zahlungsziele

  • sofort
  • binnen 14 Tagen
  • etc.

Sind NICHT kalendertechnisch bestimmbar und damit erfüllen sie nicht die Anforderungen des besagten Satzes.

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@kevin1905

Du solltest nicht nur das kopieren, was dir "in den Kram" passt:

Denn es heißt in besagtem Paragraphen weiterhin:

"2. der Leistung ein Ereignis vorauszugehen hat und eine angemessene Zeit für die Leistung in der Weise bestimmt ist, dass sie sich von dem Ereignis an nach dem Kalender berechnen lässt"-

Also ist eine Mahnung ebenso entbehrlich, wenn die Leistungszeit in Abhängigkeit von einem Ereignis bestimmt wurde. Das schließt solche Formulierungen wie z.B. "2 Wochen nach Abnahme", "3 Wochen nach Zugang der Rechnung", "eine Woche nach Zugang der Fälligkeitsmitteilung des Notars" oder auch "1 Woche nach Bestellung" .ein.

Also bitte immer alles lesen und verstehen.

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Diese Inkasso- und Abmahnfirmen leben davon, dass irgendein Honk doch zahlt, auch wenn er gar nicht müsste. Das ist Mathe für die Unterstufe: Versand von 1000 Standardmahnungen per Email kostet 120€ (sag ich einfach mal so), 20 von den Angemahnten zahlen 140€, schon ist das Geld wieder drinne.

Nicht Inkasso sondern Innogames

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@BloodmoonV

@Oberfrosch - lies die Frage mal genau. Der FS HAT ja bei der Firma was gekauft, bzw. ist dann vom Kauf zurückgetreten - nur "Fakel" kann diese Mail also nicht sein.

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@dsupper

Jein. Habe ich auch nicht gesagt, ich sagte nur, der Angemahnte müsste nicht zahlen. Ich hatte mich mal versehentlich bei was angemeldet -- es gibt sogar Urteile, dass man bei dieser Scheinfirma, die überhaupt keine Leistungen erbracht hat, nicht zahlen müsse, was diverse Inkasso-/Abmahnfirmen (oder eine Firma, die dauernd den Ort gewechselt hat) nicht davon abgehalten hat, mich von verschiedenen Orten aus mit Zahlungsaufforderungen zu bombardieren. Klar, der Fall hier ist bisschen anders gelagert, aber das Prinzip, Mahnungen ohne oder auf nicht ausreichender Grundlage zu verschicken, bleibt. Und dass man davon lebt, dass irgendeiner doch zahlt, bleibt auch. Mehr wollte ich nicht sagen -- außer, dass man nicht zahlen soll.

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Gekauft bei dieser Firma habe ich, ja aber es wurde bezahlt bzw vom Kaufvertrag zurückgetreten.

Nimm nicht Dinge in dem Mund wie "vom Kaufvertrag zurückgetreten" wenn du dir der Rechtsfolgen dessen nicht exakt bewusst sind und die Unterschiede kennst zwischen Rücktritt, Kündigung, Anfechtung, Widerruf und Widerspruch.

weshalb ich erstmal frage ob das überhaupt gültig ist wenn sie per Mail mit Mahngebüren kommt obwohl es keine Mahnung gab.

Die Mahnung ist an keine Form gebunden kann also auch durch aggressive Blähungen kommunziert werden. Wichtig ist nur, dass der Absender im Zweifel nachweisen können muss, den Schuldner in Verzug gesetzt zu haben.

Die Gebühren für den Anwalt ergeben sich dann aus dem RVG.

Nur wie sind die Gebühren entstanden MAHNgebühren können doch nur entstehen wenn Mahnungen versendet wurden.

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@BloodmoonV

Du glaubst gar nicht auf was für lustige Gebühren ich kommen könnte, wenn es mir um Gewinnmaximierung ginge.

Bin seit 10 Jahren Unternehmer und kreativ genug.

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