Zahlt man in den USA mehr oder weniger Steuern als hier in D?

5 Antworten

Im Schnitt zahlen die US-Amerikaner erheblich weniger für Steuern und Sozialabgaben, allerdings sind die staatlichen Leistungen, die sie im Gegenzug erhalten, auch erheblich geringer. In den USA wird mehr Wert auf Eigenverantwortung gelegt, und die Leute sind dazu angehalten, einen höheren Teil ihres (im Vergleich) höheren Nettoeinkommens entsprechend anzulegen, um fürs Alter oder für Notfälle gerüstet zu sein. Leider machen das viele Leute nicht, und wenn das Schicksal dann zuschlägt, haben die das Nachsehen.

Ich glaube, der Fragesteller will Äpfel mit Birnen vergleichen. Geht aber nicht auf. Das sieht man hier immer wieder, wie über die soziale Versorgung in den USA hergezogen wird. Dabei ist die Einstellung eben eine andre: in D gibts die Soziale Marktwirtschaft mit Krippenplätzen für Babies, in den USA will die Hälfte der Leute so wenig Staat im Privatleben haben wie nur möglich.

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@user8743

Klar - die Leute wollen den deutschen Sozialstaat, aber Steuern wollen sie nicht zahlen. Diese Konsumentenhaltung ist abstoßend, und ich stimme Dir zu: Genau Deinen Gedankengang hatte ich auch, als ich die Frage gelesen habe.

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An Einkommensteuer und Kaufsteuer (entspricht unserer MwSt) muss meistens weniger abgeführt werden, dafür ist die Vermögensteuer (Property Tax), die bei uns zur Zeit nicht erhoben wird, deutlich höher.
Allerdings haben manche US Einwohner so hohe Einkünfte, dass sie es vorziehen, ihr Geld in Steueroasen anzulegen.
Über bestimmte Steuererhöhungen lassen die Gouverneuere der Staaten und die örtlichen Bürgermeister durch die Wahlberechtigten abstimmen, was häufig nicht zu Steuererhöhungen führt.

Unterm Strich zahlst du in den US weniger, musst aber in vielen Bereichen für dein Wohl selber zahlen: Arztkosten, Arzneikosten, Fortbildung usw.

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