Zahlt ein Arbeitnehmer über die Hintertür Kirchensteuer, obwohl er nicht in der Kirche ist?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Hat alles seine Richtigkeit und man kann auch nichts dagegen machen.

Wenn einer der Ehepartner der evangelischen Kirche angehört und der andere keiner steuerberechtigten Religionsgemeinschaft, wird das »Besondere Kirchgeld « oder die Kirchensteuer erhoben. Voraussetzung hierfür ist eine gemeinsame Steuerveranlagung. Bei dem Ehepartner, der nicht verdient oder nur ein geringes Einkommen hat, geht der Gesetzgeber davon aus, dass auch dieser am Familieneinkommen teil hat. Das gemeinsam zu versteuernde Einkommen dient daher der Feststellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Kirchenmitgliedes. Es wird als Bemessungsgrundlage für das »Besondere Kirchgeld« herangezogen.

http://www.ekbo.de/kirchensteuer/1087973/

Dass man durch die Hintertür Kirchensteuer zahlen muss kann man durchaus so nennen. Denn es handelt sich hier um das sog. "Besondere Kirchgeld".

Wenn Ehegatten zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden und einer der Ehepartner keiner oder einer anderen Glaubensrichtung angehört, so wird Kirchensteuer in der Form des besonderen Kirchgelds festgesetzt.

Die Regelungen finden sich in den einzelnen Kirchnsteuergesetzen. Dagegen wehren kann man sich nur in einer Form, indem man aus der Kirche austritt. Denn die Festsetzung des besonderen Kirchgelds wurde durch das Bundesverfassungsgericht bestätigt.

Hefti15 14.03.2015, 15:27

Es gibt noch einen Weg:

Kirchensteuer o.ä. wird ja nur fällig, weil die Eheleute eine Zusammenveranlagung beantragen. Und dort "behaupten" die Eheleute ja, alles würde allen zur Hälfte gehören.

Also, man kann sich nicht nur dagegen wehren, dass man aus der Kirche austritt, sondern einfach eine Einzelveranlagung durchführen.

Wie gesagt, jede andere Regelung wäre ja ein Witz. Bei der Einkommensteuer behaupten, der Ehefrau würde die "Hälfte der Einnahmen gehören" und man spart einen riesigen Haufen Einkommensteuer und bei der Kirchensteuer auf einmal sagen, "nein das Geld gehört nur mir allein".

3

Es gibt das "besondere Kirchgeld" das bei glaubensverschiedenen Ehepartnern beim besserverdienenden Partner erhoben wird wenn beide zusammen veranlagt werden. Dies ist nach dem Bundeverfassungsgericht zulässig. Du kannst dieses besondere Kirchgeld aber als Sonderausgabe absetzen.

Auch wenn ihr beide nicht Kirchenmitglied seit zahlt ihr noch Steuern für die Kirche. Die Gehälter der Bischöfe, ein Teil des Unterhalts der Kirchengebäude und verschiedene Reichnisse werden aus der Staatskasse bestritten, ebenso werden Institutionen in kirchlicher Trägerschaft überwiegend öffentlich finanziert.

Hefti15 14.03.2015, 14:32

Ich würde nicht so über die Kirche herziehen. Witzig, das Märchen mit dem "zahlt ihr noch Steuern für die Kirche".

Gerade die Kritiker der Kirche haben oft ein Gedächtnis wie ein Sieb. Der "Deutsche Staat" hat die Kirchen enteignend (Ländereien,...). Um nicht komplett als Verbrecher dazustehen, hat sich im Gegenzug der Staat verpflichtet, entsprechende Kosten zu übernehmen. Vergisst man gerne, wenn man das Märchen verbreitet, "Kirche-Staat-Unterstützung". Kann man doch einfach regeln: Alle enteigneten Sachen o.ä. zurückgeben bzw. Entschädigung zahlen und schon braucht man an die Kirchen nichts zahlen.

Weiterhin sollte man wissen, dass die großen Kirchen der zweit bzw. drittgrößte Arbeitgeber in Deutschland ist. Diese Märchen mit dem "kirchlicher Trägerschaft überwiegend öffentlich finanziert" hat also einen ganz simplen Hintergrund. Kirchen betreiben soziale Einrichtungen (Kindergärten, Frauenhäuser, Behindertenwerkstätten...).

Dies sind gesellschaftlich nötige und gewollte Einrichtungen. Jeder der so eine betreibt, bekommt entsprechend finanzielle Mittel vom Staat. 

Ergo, die unterschwellige Unterstellung bzw. Kritik "überwiegend öffentlich finanziert" ist ein Witz. Weil dies jedem anderen Betreiber ebenso zusteht.

Ich würde in diesem Zusammenhang den Ball flach halten. Im Gegensatz zu den nicht gläubigen Menschen, ist die Kirche ein Segen für unsere Gesellschaft.

Die Kirche betreibt soziale Gesellschaften von der alle Menschen profitieren. Die Gesellschaft zahlt der Kirche hierfür exakt das Geld, dass jeder andere Betreiber auch bekommen würde. Kirchen investieren aber noch zusätzlich "eigenes" Geld. Weiterhin steht ja gerade die Gewinnmaximierung nicht im Vordergrund. Selbst wenn es Gewinne gibt, werden die ja nicht "ausgeschüttet", sondern werden wieder in soziale Projekte gesteckt.

Also, bevor man "nebulöse" Andeutungen macht, sollt man erst mal nachdenken.

0
Rolf42 21.03.2015, 13:25
@Hefti15

Der "Deutsche Staat" hat die Kirchen enteignend (Ländereien,...). Um nicht komplett als Verbrecher dazustehen, hat sich im Gegenzug der Staat verpflichtet, entsprechende Kosten zu übernehmen.

Ganz so einfach ist die Sache auch nicht. Diese "Enteignung" fand vor über zweihundert Jahren unter napoleonischer Herrschaft statt. Ob man in diesem Zusammenhang von einem "Deutschen Staat" sprechen kann, ist Ansichtssache.

Schon die Weimarer Verfassung von 1919 enthielt die Absicht, diese Staatsleistungen abzulösen, was aber bisher nicht passiert ist. Der entsprechende Artikel wurde unverändert in das Grundgesetz übernommen.

0


Das ist in der Tat so richtig. Man hat ja die Wahl zwischen gemeinsamer und getrennter Veranlagung und wenn man sich fuer die gemeinsame entscheidet, dann sagt man damit ja auch, bei uns wird alles ehelich geteilt, einer macht die Hausarbeit, der andere bringt das Geld heim. Und dafuer bekommt man mit Steuerklasse 3 ja auch noch etwas mehr Geld raus fuer die gemeinsame Familienkasse.  Es bedeutet aber auch, dass deine Ehefrau ihren Anteil an deinem Einkommen auch verdient und bekommt, denn ihr lebt ja alle von deinem Einkommen. Und da sie Mitglied in einem Verein ist (der Kirche) und ueber Einkommen verfuegt, muss sie auch ihren Anteil davon als Mitgliedsbeitrag bei der Kirche entrichten.

 

Aehnlich verhaelt es sich auch bei unterschiedlichen Konfessionen, der Alleinverdiener ist evangelisch und die Hausfrau ist katholisch. In diesem Fall gehen Betraege an beide Kirchen, obwohl die katholische Ehefrau ja nichts verdient.

Es geht also nur entweder oder. Entweder gemeinsame Veranlagung mit der Steuerklasse 3, dadurch mehr Netto auf der Hand, aber Mitgliedsbeitrag in der Kirche. Oder eben Einzelveranlagung mit weniger Netto auf die Hand, dafuer aber keine Kirchensteuer.

Ersatzweise koennte deine Frau natuerlich auch aus der Kirche austreten, wenn sie das moechte.

 

Dabei könnte es sich um das Kirchgeld handeln, das in einigen Ländern in glaubensverschiedenen Ehen für den Ehepartner erhoben wird, der kein eigenes Einkommen hat.

Angabe des Landes und der Kirche wäre hilfreich.

Ist doch eine vollkommen richtige Regelung! Das Problem ist, dass Leute wie Oddo1 nicht verstehen, was sie machen!

Man muss einen Schritt zurückgehen um dies zu verstehen. Da "beschwert" sich also jemand, dass Kirchensteuer anfällt, obwohl er das Geld verdient und nur seine Frau, die nichts verdient, ein Kirchenmitglied ist.

Dies ist logisch und vollkommen richtig, wenn man versteht, was man macht! Ich versuche es zu erklären und werde mich begrifflich steuerlich nicht sauber ausdrücken.

Oddo1 möchte ja eine Zusammenveranlagung machen. Dabei werden von den Ehegatten alle "Einnahmen" zusammengerechnet, alle "Ausgaben" dagegen gerechnet und dann alle durch zwei geteilt und versteuert.

Mal in Zahlen (fiktiv): Einnahmen (Ehemann): 80.000 Euro, Ausgaben 10.000 Euro. Die Ehefrau hat nichts.

Macht der Ehemann nun eine Einzelveranlagung, muss er 70.000 Euro (80.000 Euro - 10.000) versteuern.

Entschließt er sich für eine Zusammenveranlagung, kommt man auch auf die 70.000 Euro. Diese werden aber durch zwei geteilt. Weil man unterstellt, jedem gehört die Hälfte. Jetzt wird für die Eheleute die Steuer ausgerechnet, als wenn man zweimal 35.000 verdient.

Hier der Unterschied in Zahlen: Einzelveranlagung mit einem z.v.E. 70.000 Euro macht 21.100 Euro Einkommensteuer. Bei 35.000 Euro werden 7.192 Euro fällig, dies mal zwei (einmal 35.000 für den Ehemann, einmal für die Ehefrau) macht 14.384 Euro.

Also, dadurch, dass hier der Ehemann bei der Einkommensteuer nicht "Einzeln" veranlagt wird, sondern "Zusammen" mit der Ehefrau, spart er ca. 7.000 Euro Einkommensteuer.

Achtung, nun kommt es:

Die Regelung mit der Kirchensteuer setzt jetzt genau hier an. Wenn z.B. Oddo1 die Einkommensteuer macht und eine Zusammenveranlagung beantragt, dann sagt er: Achtung, lieber Staat, ich möchte diesen Betrag nicht "alleine" versteuern, sonder die Hälfte davon gehört meiner Frau. Deshalb soll auch jeder "die Hälfte der Gesamteinnahmen abzgl. Kosten" versteuern.

Die Kirche ist nun nur konsequent. Sie sagt, wenn Oddo1 bei der Einkommensteuer behauptet, die Hälfte würde seiner Frau "gehören", die Frau in der Kirche ist, dann können wir auch darauf Kirchensteuer erheben.

Also, sich lieber nicht beschweren, wenn man bei der Einkommensteuer Geld sparen will und behauptet, die Hälfte würde der Ehefrau gehören und sich dann ein Dritter (Kirche) meldet und sich daran hält.

are2705 14.03.2015, 16:38

Sorry, das ist Unsinn. Die Kirche würde sicher gerne die komplette Kirchensteuer auf die fiktiven Enkünfte der Ehefrau kassieren, darf es aber nicht. Stattdessen bekommt sie nur das wesentlich geringere Kirchgeld, was darin begründet liegt, dass ihr aufgrund der Zugehörigkeit der Ehefrau Kosten entstehen (Taufe, Hochzeit, etc.).

0
Hefti15 14.03.2015, 17:29
@are2705

Nein, dies ist kein Unsinn, ich habe leider einen Sachverhalt vergessen bzw. nicht richtig dargestellt:

Hat der kirchensteuerpflichtige Ehegatte überhaupt keine Einkünfte oder nur Einkünfte unter dem steuerlichen Grundfreibetrag, wird keine Kirchensteuer festgesetzt. Allerdings wird vielfach bei glaubensverschiedener Ehe von dem der Kirche angehörenden gering- oder nicht verdienenden Ehegatten abhängig von dem Bundesland und der Konfession ein besonderes Kirchgeld erhoben

Die Begründung für das Kirchengeld ist exakt die von mir vorgetragene. 

Grundsätzlich könnte die Kirche ja keine Steuer / Kirchengeld erheben, weil der Ehegatte keine Einnahmen hat. Weil der andere Ehegatte aber bei der Zusammenveranlagung behauptet, dem anderen Ehepartner würde die Hälfte der "Einnahmen" zugerechnet, kann die Kirche Kirchengeld erheben.

Einfach mal nachdenken, gibt es ein besonderes Kirchengeld bei der Einzelveranlagung? 

Weiterhin, eine kleine aber wichtige Feststellung: Das besondere Kirchengeld ist nur eine Form der Kirchensteuern.

PS: Das in diesen Fällen das Kirchengeld niedriger ist, ist nur eine willkürliche Entscheidung der Kirche. Deshalb wird die Begründung nicht falsch.

0
Hefti15 14.03.2015, 17:44
@Hefti15

Ganz vergessen, lieber are2705:

Wenn meine Erklärung also "Unsinn" ist, dann erkläre mal, was beim besonderen Kirchengeld die Bemessungsgrundlage ist....

1
are2705 14.03.2015, 18:36
@Hefti15

Wenn man Wikipedia Glauben schenken darf (und für eine tiefere Recherche reicht mein Interesse nicht - vielleicht hast Du bessere Quellen?), dann hat das Bundesverfassungsgericht einen Strich durch die Rechnung gemacht, vom Nicht-Gläubigen Kirchensteuer zu erheben.

Durch die Hintertür kam dann das Kirchgeld mit meiner o.g. Begründung. Dass bei steigendem Gesamteinkommen auch das Kirchgeld steigt, begründet sich darin, dass die einkommenslose Ehefrau über die Unterhaltsverpflichtung mehr Geld zur Verfügung hat, wenn der Ehemann mehr verdient. 

Demnach ist das Kirchgeld keine willkürliche Entscheidung der Kirchen. Am liebsten würden sie die volle KiSt kassieren. Zumindest laut Wikipedia (muss ja nicht stimmen - macht aber Sinn).

Kirchgeld kann durch Einzelveranlagung vermieden werden. Stimmt. Das ist aber irgendwie absurd. Mir will keine Konstellation einfallen, bei der das sinnvoll sein soll.

1
Hefti15 14.03.2015, 19:24
@are2705

Lesen sie mal bei Wiki den Absatz unter "Umsetzung":

"Als Maßstab wird das gemeinsam zu versteuernde Einkommen der Ehepartner zugrunde gelegt."

Wie gesagt, bei ihnen liegt immer noch ein Denkfehler vor. Das Kirchengeld wird ja gerade nicht vom "Nicht-Gläubigen" erhoben. Das hat das BVerfG verboten. Es wird ja gerade vom Gläubigen einbehalten.

Die Frage war ja die Begründung. Da z.B. der Gläubige kein Einkommen hat, wäre ja keine "normale" Kirchensteuer für ihn fällig. Deshalb argumentiert man ja gerade mit dem "Lebensführungsaufwand". Dies bedeutet, dass man sich überlegt hat, wem "gehören" innerhalb einer Ehe die Einnahmen? Beiden? Oder dem der es verdient?.....

Über diesen Gedankengang (Einnahmen gehören beiden) ist man dann zur Bemessungsgrundlage fürs besondere Kirchengeld gekommen: Das gemeinsame zu versteuernde Einkommen.

"Demnach ist das Kirchgeld keine willkürliche Entscheidung der Kirchen" falsch bzw. zweifelhaft.

Das Kirchgeld ist eine vollkommen willkürliche Entscheidung der Kirchen. Man muss es nicht erheben. Die Bemessungsgrundlage ist vollkommen willkürlich. Man hätte statt dem z.v.E. auch eine "Kopfsteuer" erheben können. Auch in der Höhe ist das Kirchgeld vollkommen frei (soweit ich weiß). Nur zur Klarstellung, willkürlich heißt hier nicht, dass man sich im rechtsfreien Raum aufhält. Selbstverständlich gibt es "Einschränkungen". Aber der momentan gewählte Ansatz ist rechtlich nicht zu beanstanden und war doch willkürlich. Wie gesagt, man hätte auch eine Kopfsteuer einführen können.

Zum letzten Absatz und den Beispielen:

Anbei ein Link:

http://www.steuerzahler-rheinland-pfalz.de/Einkommensteuererklaerung-2013/58459c67989i1p2129/index.html

Mir fällt auch kein Beispiel ein, bei dem eine Einzelveranlagung "nur" wegen dem Kirchgeld sinnvoll wäre. Aber vielleicht muss man es im Zusammenhang mit den anderen, im Link erwähnten Beispielen sehen.

Wenn sich eine Einzelveranlagung aus einem anderen Grund anbietet, dann nimmt man diese Regelung (Kirchgeld) einfach mit. Wenn aber es z.B. so gut wie keine Rolle spielt, ob man jetzt Einzeln- bzw. Zusammen sich veranlagen soll, dann kann die Regelung zum Kirchgeld ev. ausschlaggebend sein.


1
are2705 23.03.2015, 12:23
@Hefti15

Hefti15, Deine Argumentationskette erschließt sich mir nicht. Ich stütze meine Aussage auf Wikipedia (gut, dass ist keine Primärquelle, aber immerhin irgendeine Quelle). Worauf stützt Du Deine Aussagen?

Die Kirche ist nun nur konsequent. Sie sagt, wenn Oddo1 bei der Einkommensteuer behauptet, die Hälfte würde seiner Frau "gehören", die Frau in der Kirche ist, dann können wir auch darauf Kirchensteuer erheben.

Wo steht das? Was hat die Zusammenveranlagung damit zu tun, wem die Einkünfte "gehören"? Vielleicht ist es ja auch nur eine Vereinfachungsregel?

Bei Folgendem stimme ich Dir im Grunde zu und es deckt sich auch mit meiner Aussage oben:

Deshalb argumentiert man ja gerade mit dem "Lebensführungsaufwand". Dies bedeutet, dass man sich überlegt hat, wem "gehören" innerhalb einer Ehe die Einnahmen? Beiden? Oder dem der es verdient?

Aber Folgendes

Über diesen Gedankengang (Einnahmen gehören beiden) ist man dann zur Bemessungsgrundlage fürs besondere Kirchengeld gekommen: Das gemeinsame zu versteuernde Einkommen.

hast Du Dir doch ausgedacht, oder wo steht das?

Auch folgender Satz ist spannend:

Man hätte statt dem z.v.E. auch eine "Kopfsteuer" erheben können.

Das meinst Du jetzt nur theoretisch, oder? Kaum vorstellbar, dass die Kirchen eine Kopfsteuer an Art. 3 GG vorbei gebracht hätten.

"Demnach ist das Kirchgeld keine willkürliche Entscheidung der Kirchen" falsch bzw. zweifelhaft.

Wieso ist das falsch? Die Kirche wollte eigentlich etwas anderes. Was hätte die Kirche denn für Möglichkeiten gehabt?

Und

Das Kirchengeld wird ja gerade nicht vom "Nicht-Gläubigen" erhoben. Das hat das BVerfG verboten. Es wird ja gerade vom Gläubigen einbehalten.

ist auch spannend. Wird das Kirchgeld denn tatsächlich vom Gläubigen erhoben? Wer zahlt denn das Kirchgeld? Ok, das ist jetzt Haarspalterei.

Ich hab das Gefühl, dass Du Dir hier etwas zusammen dichtest, nehme das aber gern zurück, wenn Du Deine Argumentation belegen kannst.

Und nochmal meine These: Wenn ich Wikipedia richtig interpretiere, hätten die Kirchen gerne die volle Kirchensteuer kassiert. Das wurde durch das BVerfG verhindert und jetzt nehmen die Kirchen mit dem Kirchgeld das, was sie gerade noch kriegen können.

0

Was möchtest Du wissen?