Zahlt die Versicherung, wenn auf der Autobahn der Richtwert 130 überschritten wird?

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11 Antworten

Die Überschreitung der Richtgeschwindigkeit ist keine Straftat oder Ordnungswidrigkeit; jedoch kann bei einem Unfall eine Mithaftung aufgrund einer erhöhten Betriebsgefahr angerechnet werden.

Drachentoeter 18.01.2010, 15:57

Beste Antwort kurz und korrekt

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Die Versicherung zahlt immer, wenn man nicht grob fahrlässig handelt. Wobei natürlich die Frage ist, wieso es überhaupt zu einem Unfall kommt, wenn man eine angepaßte Geschwindigkeit hatte.

Richtgeschwindigkeit heißt nicht "Höchstgeschwindigkeit". Es handelt sich hier um einen Richtwert. Wenn ich auch nicht für die Raserei auf der Autobahn bin, wenn dort nicht die Höchstgeschwindigkeit angegeben war, die man nicht überschreiten durfte, dann zahlt die Versicherung. Mein Bruder hatte mit 160 auf der Autobahn eine Knallpanne - das Auto war natürlich Schrott, aber die Versicherung hat gezahlt.

Ja, deswegen heißt sie ja Haftpflichtversicherung. Weil sie deine Pflicht zur Haftung aus fahrlässigen oder sonstwelchen Gründen bei Schäden übernimmt.

Ob die Versicherung gegen den Versicherungsnehmer dann später evtl. Ersatzansprüche geltend machen kann, ist eine andere sache (Vorsatz, Grobe Fahrlässigkeit, Versicherungsbedingungen, usw.)

Richtgeschwindigkeit heißt, dass man sich danach richten soll. Wer es nicht macht, riskiert doch nicht seinen Versicherungsschutz. Evtl. trifft einem eine Mitschuld.

Ja klar. Richtgeschwindigkeit bedeutet lediglich, dass - man 130 fahren soll, wenn es der Verkehr zuläßt, aber man darf auch schneller fahren, außerdem, es war gesperrt. Aber ich denke, dass selbst da die Versicherung grundsätzlich zahlen muß, außerdem die Geschwindigkeitsüberschreitung war sehr hoch.

Ja ist sie, die Haftpflicht ist dafür da das du Schäden die du anderen zufügst bezahlt wären, da wäre es schon blöde wenn die den Geschädigten nichts zahlst weil du zu schnell gefahren bist. Grob Fahrlässig ist das auch nicht also muss auch die Vollkasko zahlen. Das einzige wo dien überschreitung der 130 km/h wirklich Probleme machen kann ist bei der Schuldfrage, da kannst du halt Teilschuld bekommen, obwohl du den Unfall nicht mit verursacht hast. Bestes Beispiel du donnerst mit 200 km/h auf einer zweispurigen Autobahn lang und plötzlich setzt einer auf der rechten Spur zum überholen an.

Shakotai 17.01.2010, 14:43

Gutes Beispiel, aber arg hinkend. Wenn ich zum überholen ansetze und ein auf der Überholspur nahendes Auto nicht beachte, habe ich grob fahrlässig gehandelt. Es sei denn, die Witterungsverhältnisse sind derart schlecht, dass ich es nicht sehen konnte. Érst dann trifft den Schnellfahrenden eine Haftung wegen gröber Fahrlässigkeit (Nicht angepasste Geschwindigkeit)

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Drachentoeter 17.01.2010, 20:20
@Shakotai

Leider hast du da nicht recht, wenn ich mit 200 km/h an einer LKW Kolonne vorbei fahre die vielleicht 80 km/h fährt dann kannst du darauf Wetten das das auf Teilschuld hinausläuft, den nicht nur der der zum überholen Ansetzt ist zu Vorsicht verpflichte sondern auch der der Überholt. Je schneller du fährst um so mehr Aufmerksamkeit wird von dir auch Verlangt.

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Ja, da die Richtgeschwindigkeit nur eine Empfehlung ist. Nicht zu verwechseln mit der Geschwindigkeitsbegrenzung 130.

Also den geschädigten Autofahrer muss sie bezahlen.

ja ist sie und woher soll sie wissen wieviel du gefahren bist aber die bezahlt

Orchidee1 17.01.2010, 14:38

Wenn es einen Unfall gab, der polizeilich aufgenommen wurde, dann erfährt es die Versicherung.

Es könnte sein, dass man eine Teilschuld bekommt.

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frag bei der versicherung

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