Zahlt die Versicherung, wenn... ( LESEN )

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9 Antworten

Deine Eltern müssen den gesamten Schriftverkehr an die Haftpflichtversicherug weiter leiten. Auf keinen Fall etwas selbst zahlen. Die private Haftpflicht wird dich auch vor Gericht gegen diese ungerechtfertigte weitere Forderung vertreten.

Was du bekommen hast, ist eine Forderung. Der Anwalt der Gegnerin schreibt genau das, was sie hören will.

Bist du dir da so sicher, dass ein Haftpflichtversicherung, bei einem Verkehrsdelikt, die Vertretung vor Gericht übernimmt, wenn keine RSV besteht!?

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@Gismau

Ja, auch ich bin mir sicher. Im aktuellen Prospekt der VHV zur Privathaftpflicht heißt es:

Als Erstes prüfen unsere Fachleute, ob Sie überhaupt für den Schaden verantwortlich sind. Wenn ja, sorgen wir für finanzielle Wiedergutmachung. Unberechtigte Forderungen wehren wir jedoch ab und tragen notfalls auch die Kosten eines Rechtsstreits. Verlassen Sie sich darauf.

Um dem Verursacher Angst zu machen, wird ihm logischerweise der ganze Schriftverkehr zugesendet, aber haltet es wie von DerHans beschrieben: Nehmt umgehend mit der VHV Kontakt auf, schildert die unerwartete Wendung und lasst euch hinsichtlich der weiteren Schritte beraten.

Ich hoffe, ich konnte Dich damit etwas beruhigen.

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So klar ist die Schuldfrage in dem Fall ganz sicher nicht. Ich glaube nicht, dass du allein Schuld an der Sache hast, da der Autofahrer, welcher von einer Grundstückseinfahrt kommt immer allen anderen ( auch Fußgängern egal, ob von links oder rechts ) Vorfahrt zu gewähren hat.

Deine Versicherung ist in dem Fall sicher von einer Mitschuld ausgegangen und hat daher nur einen Teilbetrag gezahlt.

Falls der Unfallgegner auf Zahlung des Restbetrages besteht, dann sollte das vor Gericht entschieden werden. Ich glaube, dass du da ganz gute Aussichten auf Erfolg haben dürftest. Ansonsten frage doch mal bei deiner Versicherung nach, warum diese nur einen Teilbetrag gezahlt haben - die Begründung, die du von dort erhälst, dürfte recht aufschlussreich sein und dir Argumente für den Unfallsgegner liefern.

WAS ICH NOCH VERGESSEN HABE, AUF DEM HEUTIGEN ANKLAGEBOGEN STEHT AUCH DAS ICH ZU 100% SCHULD BIN!

Danke :)

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... da der Autofahrer, welcher von einer Grundstückseinfahrt kommt immer allen anderen ( auch Fußgängern egal, ob von links oder rechts ) Vorfahrt zu gewähren hat.

Sehen viele Richter bei Radfahrern aber anders. ;) Gut, bei den Urteilen ging es um erwachsene Radler.^^

http://www.pdeleuw.de/fahrrad/urteile.html#gehwegbenutzung

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Da hilft nur der Weg zum anwalt. Da gibt es einige stritige Punkte. Das Geld hätte die Klägerin eigentlich nur annehmen dürfen, wenn sie dabei eine Verzichts - bzw. einwilligungerklärung gegenüber deiner Versicherung getätigt hat. Frag erst einmal bei deiner Versicherung nach.

Einen Anwalt braucht sich TTTTLLLL nicht zu nehmen, darum kümmert sich seine Privathaftpflicht - siehe mein Kommentar zur Antwort von DerHans.

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so wie es sich mir darstellt, bist du an dem Unfall gar nicht Schuld, denn auch wenn du in falscher Richtung unterwegs warst, warst du dennoch auf der Vorfahrtstrasse und hattest Vorfahrt. Es ändert auch nichts daran, dass du auf dem Fußgängerweg in falscher Richtung gefahren bist, denn die Frau hätte dich oder einen Fußgänger oder ein Kind auf dem Fahrrad die Vorfahrt gewähren müssen und das natürlich in beide Richtungen.

WAS ICH NOCH VERGESSEN HABE, AUF DEM HEUTIGEN ANKLAGEBOGEN STEHT AUCH DAS ICH ZU 100% SCHULD BIN!

Danke :)

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@TTTTLLLL

da kann stehen was will, solange das nicht rechtskräftig vom Gericht bestätigt ist,zählt nicht was da steht!

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Das ist so nicht richtig. Hier war kein Fußgänger und auch kein Kind beteiligt, also ist diese Darstellung rein hypothetisch. 1 StVO § 2 Abs. 4+5

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@Aspirin

Ja natürlich, denn da wo du nicht fahren darfst, kannst du auch keine Vorfahrt haben. Radfahrer benutzen immer öfter (leider) die Straße entgegengesetzt der Einbahnstraße, auch hier hat niemand ein Vorfahrtsrecht.

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@Gismau

darauf würde ich jetzt nicht wetten, und ob der Pkw der aus einer Ausfahrt kommt überhaupt in irgendeiner Weise Vorfahrt hatt, bezweifle ich mal. Denn kucken muss er allemal und das müsste er ja nicht, wenn er Vorfahrt hätte! Und so kann zumindest keine 100% Schuld an einer der Beteiligten haften. Hmmm,zweifel,zweifel.....

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@Aspirin

Und davon leben die Gerichte u.a. weil immer und alles angezweifelt wird. Das Gesetz ist klar in seiner Auslegung 1 StVO § 2 Abs. 4-5 warum dann immer noch nach Haken und Ösen gesucht wird, dass verstehe wer will.

Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es doch auch nicht an der Badehose.

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@Gismau

ja aber zum Glück sind zumindest in einem Rechsstaat die Gesetze und Gerichte auch fehlbar, wie man ja oft genug sehen kann

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Es ändert auch nichts daran, dass du auf dem Fußgängerweg in falscher Richtung gefahren bist,

Oha welch fatal falsche Aussage... Radfahrer über 10 Jahren dürfen gar nicht mehr auf dem Gehweg fahren - da kann von Vorfahrt also keine Rede sein!

So z. B. haben Radfahrer ja auch beim Überqueren des Fußgängerüberwegs radelnder Weise keinen Vorrang.

http://www.pdeleuw.de/fahrrad/urteile.html#gehwegbenutzung

Wie du unter o. g. Link nachlesen kannst, sollte man besser nicht mehr auf dem Gehweg radeln. :D

Und warum sollen da Gesetze und Gerichte fehlbar sein?? Zumindest letztere beweisen bei o. g. Urteilen absoluten Realitätssinn. :)

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Da stellt sich folgende Frage: Warum hat die VHV 50% übernommen? Was stand im Begleitschreiben der VHV? Wurde eine Schuldanerkenntniss unterschrieben? Wurde nach dem Unfall die Polizei hinzu gezogen? Wie kommst du darauf, dass die andere Häfte der Autofahrer zahlen muß? Schrieb dir das die VHV??

teile der haftpflicht mit das der faherer ansprüche stellt die übernehmen das dan

Das wird vor Gericht entschieden. Besorg Dir einen Anwalt.

Den braucht sich TTTTLLLL nicht zu nehmen, darum kümmert sich seine Privathaftpflicht - siehe mein Kommentar zur Antwort von DerHans.

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der anwalt kostet aber auch extra geld..

WAS ICH NOCH VERGESSEN HABE, AUF DEM HEUTIGEN ANKLAGEBOGEN STEHT AUCH DAS ICH ZU 100% SCHULD BIN!

Die Anklageschrift, ist nicht gleichzeitig auch das Urteil, sondern zunächst die Vermutung der Schuld+Haftung. Sieh zu das du die Fristen der Widersprüche und Begründung einhälst. Siehe dazu auch im Anhang der Anklage, die Belehrung und evtl. besondere Hinweise. Wenn deine Eltern eine entsprechende Rechtsschutzversicherung haben, bist du mit versichert.

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Wie gesagt, der Anwalt will Gebühren raus schinden. Er schreibt genau das hin, was sein Mandant gerne hätte. Aber er hat keineswegs zu entscheiden, wer Schuld hat, und in welchem Ausmaß.

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