Zahlt die Privathaftpflichtversicherung immer?

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7 Antworten

Schon ein ziemlicher Knaller, die Frage.

Fakt ist, dass der beispielhaft Radfahrer für alle Schäden haftet und im Gegenzug bei einem selbst erlittenen Schaden kaum jemanden dafür in Anspruch nehmen kann.

Ich würde hier von bedingtem Vorsatz reden, da der Radfahrer trotz besseren Wissens eventuelle Unfälle und daraus resultierende Schäden in Kauf nimmt. Da kann es mit der haftpflichtversicherung schnell den Bach runtergehen - auch bei bedingtem Vorsatz wird die Versicherung leistungsfrei bleiben.

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Kommentar von DerHans
03.09.2013, 11:25

Auch bei bedingtem Vorsatz muss die Haftpflichtversicherung den Geschädigten gegenüber leisten. Sie kann dann ihren Versicherungsnehmer in Regress nehmen.

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Wenn der Radfahrer eindeutig der Unfallverursacher war, zahlt seine Haftpflichtversicherung. Allerdings aus der Betriebsgefahr der Autofahrer wäre eine Mitschuld abzuklären. Wenn diese sich den allgemeinen Verkehrsregeln entsprechend verhalten hätten, wäre dieser Unfall wahrscheinlich glimpflicher abgelaufen.

Hier einfach zu sagen, die Haftpflichtversicherung zahlt IMMER, wäre zu kurz gegriffen.

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Fixies sind zwar Fahrzeuge, laut Urteil des Verwaltungsrichts Berlin (Urteil vom 06.05.2010 - 1K 928.09) dürfen diese Fahrzeuge aber nicht am öffentlichen Verkehr teilnehmen. Da von diesen Rädern eine gegenwärtige Gefahr ausgeht und ein schädigendes Ereignis unmittelbar oder in allernächster Zukunft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bevorsteht oder bereits begonnen hat .... können diese Fahrräder im Wiederholungsfall sichergestellt und eingezogen werden. Da die Benutzung im öffentlichen Straßenverkehr laut Urteil eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellt, dürfte es schwer werden, seine Versicherungsgesellschaft davon zu überzeugen, dass sie alles, ohne Regreßforderung an den Fahrer, bezahlt.

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Der Radfahrer darf mit dem Fixie nicht am Straßenverkehr teilnehmen, er tut es dennoch: Vorsatz! Daher wird die Privathaftpflichtversicherung den Schaden wohl nicht regulieren. Im Übrigen wird's wohl ein Strafverfahren wegen Herbeiführung eines Verkehrsunfalls und Körperverletzung geben, an dessen Ende möglicherweise eine Verurteilung zu einer Geldstrafe stehen wird. Hinzu kommen die Schadenersatzansprüche der Geschädigten...

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Also meiner Meinung nach ist der Fall ganz einfach: Fahrrad ohne Bremsen = nicht Verkehrstüchtig = keine Versicherung! Grob fahrlässig ja, Vorsatz eher nein. Der Unfall wurde ja nicht geplant, daher kein Vorsatz!

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Es gibt einen Grenzbereich zwischen "Grober Fahrlässigkeit" und "Bedingtem Vorsatz". Das erste ist versichert (bei den Produkten, die ich kenne). Das zweite nicht.

http://www.paux.de/sentence/m/l/t/sentence/133500413/dolus-eventualis-bedingter-vorsatz-unter-dolus-eventualis-bedingter-vorsatz-ist-eine-vorsatzform-zu-verstehen-bei-dem-der-taetere-den-taterfolg-als-folge-seines-handelns-fuerrmoeglich-ihn-billigend-in-kauf-nimmt-und-sich-damit-abfindet/references

puuh... langer Link..

Also, ich würde als Schadensachbearbeiter wahrscheinlich den bedingten Vorsatz unterstellen und den Schaden zunächst ablehnen. Ein Unfall aufgrund fehlender Bremsen wird durch den Fahrer billigend in Kauf genommen. Das geht für mich über die Fahrlässigkeit hinaus.

Wie ein Gerichtsverfahren dazu ausgeht, steht wohl in den Sternen..

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Kommentar von lllFixedlll
03.09.2013, 11:03

versehentlich wurden beim Bau keine Bremsen montiert zieht wohl nicht :D

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Das beste wäre nicht mit dem Fahrrad zu fahren, dann erübrigen sich die Fragen.

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