Zählt Schenkung zum Erbe ?

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3 Antworten

Nach Deiner Schilderung gibt es mindestens 2 gesetzliche Erben.

DEinen Onkel (Sohn des Großvaters) und entweder Dich als Enkel, für den Fall, dass Dein Vater nicht mehr leben sollte, oder Deinen Vater.

Dein Onkel und Deine Linie (Dein Vater, oder Du) sind Erben 1. Ordnung (§ 1924 BGB). Damit Pflichtteilsberechtigte.

Als gesetzliche erben (ohne die Schenkung) hätte jeder 50 % bekommen.

Mit der Schenkung gab es nun eine Verfügung von Deinem Opa über sein Vermögen.

Daher ist nun zu prüfen, ob die Pflichtteile beschädigt wurden. Für die Berechnung eines "Pflcihtteilergänzungsanspruchs" ist nun die Schenkung dem noch vorhandenen Vermögen zuzuzählen.

Nehmen wir an, Dein Opa hatte bei seinem Tod noch 10.000,- Euro zu vererben. 10.000,- + 25.000,- = 35.000,- Gesamterbe. gesetzlcihes Erbe (Onkel+DeinVatr/DU) jeder 17.500,-. Pflcihtteil 1/2 davon = 8.750,-. Aber es können aus den 10.000,- nur 5.000,- ausgezahlt werden. Also müsste Dein Cousin nun jedem (seinem Vater und DEinem Vater/Dir) jedem 3.750,- zahlen.

Das Spielchen ist obsolet, wenn noch 25.000,- zum vererben an Deinen Onkel und DeinenVater/Dich vorhanden waren. Dann wären die Pflichtteile bezahlt.

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Kommentar von Margarethe20
04.05.2016, 07:50

Danke für die Antwort. Genau so sehe ich das auch. Und es ist unrelevant ob es Unterlagen dazu gibt? Und wer klärt jetzt die Pflichtteilsverletzung? 

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Kommentar von Margarethe20
04.05.2016, 08:50

Das Geld ist ja bar geflossen, der es bekommen hat wird es ja auch abstreiten können. Haben wir trotzdem eine Chance? Es gibt nur handschriftliche Aufzeichnungen des Erblassers dazu und eine Nachricht über das Smartphone meines Onkels wo er sich zu der Schenkung äußert, nur als Beweisstücke sozusagen. 

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Du sagst Onkel und Großmutter, und ein Elternteil von deiner Seite. Die leben alle noch, damit sind die 3 die Erben deines Großvaters und du nicht, es sei denn der Elternteil, der Kind deiner Großeltern war, wäre tot.

Da aber deine Mutti den Erbschein beantragen will, ist davon auszugehen, das sie entweder das 2. Kind und damit Erbin ist oder für dich handelt, weil du noch nicht volljährig bist.

Ein Erbschein gilt dann jedoch für alle Erben zusammen und nur gemeinsam können sie über das Erbe verfügen, wenn es keine testamentarische Regelung gegeben hat. Und auch dann bilden sie eine Erbengemeinschaft, die das Erbe aufzuteilen hat. Solange es keine Schenkungsurkunde gibt, könnt ihr nur mutmaßen, dass Geld geflossen ist. Verlangt von demjenigen, der sich um den Nachlass kümmert, ein bewertetes Nachlassverzeichnis, fordert den Erbteil ein. Handelt er nicht, dann wendet euch an einen Fachanwalt.

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Nein solange diese "Schenkung" nicht unter Erbauszahlung oder ähnliches deklariert wird (also irgendwie so festgehalten wird) nicht.

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Kommentar von Margarethe20
03.05.2016, 22:16

Ich habe es noch ein bisschen ausformuliert meine Frage- Danke für die Antwort. Es gibt gar keine Unterlagen zu der Schenkung. Nur handschriftlich von meinem Großvater, da es aus der Auflösung eines Schweizer Kontos stammt. 

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