Zählt eine schriftliche Bevollmächtigung als Beweis?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich erteile regelmäßig meinem Steuerberater eine Vollmacht, damit er mich gegenüber dem Finanzamt vertreten kann. Wenn es nach dir geht, dann dürfte er meine Steuerrückerstattung auch für sich behalten.

Der Bevollmächtigte vertritt meine Interessen, das daraus erwirtschaftete Guthaben aber kann er nur dann für sich beanspruchen, wenn es auch hierüber einen Vertrag o.ä. gibt.

Du hattest scheinbar nur eine Vollmacht zur Schadensabwicklung für einen Vorgang mit der Versicherung. Hast du auch einen Nachweis, dass der Erfolg (Geld zur Schadensreparatur) dir gehört?

Sicherlich hast du einen Anspruch auf aufgewendete Arbeitszeit. Du hast also das Recht, deine hierfür aufgewandte Zeit in Rechnung stellen.

Eigentümer des Geldes der Versicherung bist du aber nicht, auch wenn es dir überwiesen wurde.

ok vielen dank für die ausführliche Antwort

0

nein habe keine Nachweis das der Erfolg ( Geld zur Schadensreparatur ) mir gehört. Nur eine Vollmacht über die Schadensnummer. Ich dachte das die Summe mitinbegriffen ist oder sowas ähnliches. Da ich ja den Unfall verursacht hatte und dann auch alles klären soll. Zum Gutachter und alles habe ich es ja gebracht gehabt.Und wozu will dann die Versicherung meine Daten?Kontonummer und ähnliches?Und wozu bekomme ich eine Vollmacht wenn der Fahrzeughalter die Schadenssumme doch für sich selber behalten will?

0
@JackDaniel46

Da du den Schaden verursacht hast, weißt du auch am Besten, wie es sich zugetragen hat. Also bist du der Geeignetste, die Fragebögen der Versicherung korrekt auszufüllen. Warum sollte alles über den Halter/Eigentümer laufen, der zu dem Unfall gar nichts sagen kann? Er würde doch nur als Mittler die Unterlagen immer an dich weiterreichen, um die Fragen zum Unfallhergang genau zu klären.

Diesen Umweg wollte er sicherlich umgehen. Deshalb gab er dir die Vollmacht, mit der Versicherung die Schadensabwicklung direkt zu erledigen.

Leider aber scheinbar keine Vollmacht, um das Geld, das für die Beseitigung des Schadens gedacht ist, einzustecken.

Da du der Ansprechpartner der gegnerischen Versicherung warst, wurden natürlich alle deine Daten abgefragt (einschl. Bankverbindung). Du hättest aber auch die Kontoverbindung des Halters angeben können.

1

Was du vorhast, ist in meinen Augen Betrug.

Es geht bei Kfz-Versicherungen immer um das Fahrzeug und nicht um den Fahrer.

Das Geld wurde für den Schaden an dem Fahrzeug überwiesen, dam,it es repariert werden kann.

Also steht das Geld dem Halter des Fahrzeuges zu.

Solch eine Vollmacht gilt für die Abwicklung des Schadens, aber nicht für die Schadenssumme.

Diese Vollmacht wurde dir außerdem "in gutem Glauben" ausgestellt.

Also zahle!

Ich zahle auch. Wollte es nur mal wissen

0

Kommt drauf an, was denn diese ominöse "Bevollmächtigung" genau war.

Wenns ein vertrag war, indem dir die Schadenssumme vollumfänglich zugesprochen wurde und du nur die Reparatur des Fahrzeugs übernehmen musst, dann gehört das Geld dir.

Ansonsten war's wohl nur eine Vollmacht, um Auskunft von der Versicherung zu bekommen. Das Geld erhält dann der Geschädigte, sprich Versicherungsnehmer.

in der vollmacht steht zb drinne, das ich mit der Versicherung korrespondieren darf um den Schadenfall abzuwickeln.Reicht das nicht ?

0
@JackDaniel46

Korrespondieren heißt, die dürfen dir Auskunft geben. Mehr nicht.

0
@qugart

wozu dann die vollmacht ?wenn ich es abwickeln soll kann ich doch auch was dafür verlangen?dies und vieles andere wurde ja nicht verhandelt.

0
@JackDaniel46

Weil die Versicherung aus datenschutzrechtlichen Gründen Auskunft nur an den Versicherungsnehmer geben.

0

Was möchtest Du wissen?