Zählt bei einer Dienstreise die Fahrt als Arbeitszeit?

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7 Antworten

Bitte schau in Deinen Arbeitsvertrag und ggf.tarifliche und haustarifvertragliche Regelungen hierzu anschauen.Je stärker Deine Position,je Größer Dein Aufgabenbereich,zeitliche und räumliche Flexibilität,das Fahren der Hauptbestandteil der Tätigkeit ist,Dein Gehalt,mit Dienstwagen ?,könnte nur die Fahrt vom Firmensitz und zum Kunden und zurück zum Firmensitz als Arbeitszeit zählen.Die Fahrt nach Hause dann nicht.Du könntest eine Regelung verlangen,wann Du den Anspruch auf eine Hotelübernachtung hast,und wann Du noch zurück fahren mußt.Die Argumente der Geschäftsführerin sind hanebüchen.Weise diese bitte darauf hin,das übermüdetes Fahren,mit Vorsatz eine Straftat sein kann.Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers hat da zu greifen,wo die Gefahr besteht,das Du z.B.übermüdet einen Unfall verursachst.Geht das nicht klar,gibt ein Wort das andere,musst Du nach einem anderen Job Ausschau halten.Lerne draus,und vereinbare klare Regelungen,am Besten Gehalt,eine kürzere Dienstfahrt wirkt sich dann ebensowenig aus,wie Du Einzelabrechnungen und Aufstellungen machen mußt.Bist Du ganztags unterwegs,nicht vor 20.00 zu Hause,bestehe auf Hotelübernachtung.Einem Guten Produktmanager oder Kundenbetreuer gesteht eine ordentliche Firma das zu,weil diese zu Recht erwartet,das der MA professionell handelt.Dazu gehören keine "Ruhezeiten" am Lenkrad.LG

Dann ist die Firma meines Mannes offenbar nicht ordentlich. In seinem Vertrag steht eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und darüber hinaus der Satz "mit dem vereinbarten Gehalt ist jegliche Mehrarbeit über die vereinbarte Arbeitszeit hinaus abgegolten". Ich denke, das sagt Einiges aus. Zusätzliche Vereinbarungen ging es höchstens mündlich, und die werden nie eingehalten.

Mein Mann ist kein Kundenbetreuer oder Produktmanager, dazu ist seine Firma zu klein. Er ist Entwicklungsingenieur, und dazu gehört bei ihm auch Kundenbetreuung.

Ich denke, mein Mann sollte sich mal bei einem Anwalt für Arbeitsrecht beraten lassen und dann dementsprechend handeln.

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@Snatiline

Dieser Passus ist typisch.Die Fa.spart an Spesen und und kann unbegrenzte Flexibilität Deines Mannes fordern.Bedenke,es kommt der Winter,starker Schneefall,Glätte kann einsetzen.....hunderte Kilometer nach Hause zu fahren,ohne klare Regelungen....hätt ich so nie unterschrieben.Ich denke ein Anwalt kann nicht viel machen,bei der Regelung.Beratung ist aber sehr sinnvoll.Als Entwicklungsingenieur ist er wie ein Produktmanager zu sehen,denke ich.

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@Snatiline

Dieser Zusatz ist nach deutscher Rechtssprechung ungültig. (Es sei denn, dein Mann bekommt bereits ein überdurchschnittlich hohes Gehalt für seine Tätigkeit.)

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@Miramar1234

Als mein Mann die Stelle bekommen hat, war ihm gerade gekündigt worden - die alte Firma war verkauft worden und der Käufer hat alle Mitarbeiter mit Abfindung entlassen. Außerdem war damals in der Firma ein Produktmanager, der die Dienstreisen erledigt hat. Von daher hat mein Mann darin kein Problem gesehen.

Mein Mann hat damals nur neue Produkte entwickelt, alte Produkte weiterentwickelt und gelegentlich Reparaturen gemacht. Der Produktmanager ist nun in Rente, und statt dass die Firma Ersatz sucht, haben sie das meinem Mann aufs Auge gedrückt. Auf lange Sicht will er ohnehin von dieser Firma weg, und schon allein dafür ist eine Beratung gut. Für Vorstellungsgespräche muss er ja auch planen können.

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@5432112345

Ganz genau,und dann muß! der Mitarbeiter nicht fragen,wenn er nach erfülltem Arbeitstag auswärts übernachtet,oder wann er noch zurück fährt.Wird dies verweigert mit ,Autofahren entspannt oder sowas,ist es schlicht unseriös.

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Die Frage ist, was verstehst Du unter Dienstfahrt? Was macht er bei den Kunden?

Beispiel Monteur: Monteuer fährt normalerweise von zu Hause eine Stunde zum Ort des Arbeitgebers.

Fährt der Monteuer nun direkt von zu Hause zum Kunden, hier im Beispiel braucht er 2 Stunden, muss er sich je Fahrt 1 Stunde als unbezahlt anrechnen lassen. Fahrten zum Arbeitgeber sind Privatsache,,werden also nicht bezahlt.

Diese kannst und solltest Du dann in der Steuerklärung angeben.

Bei "echten" Dienstfahrten sieht das aber wieder anders aus!

Also, gestern war das so: Mein Mann ist in die Firma gefahren, hat dort von der Firma ein Mietauto bekommen, ist zum Kunden gefahren, wo er gegen 10 Uhr war. Dort musste er Produkte der Firma installieren und den Kunden einweisen. Gegen 20 Uhr ist er vom Kunden zur Firma gefahren und von dort nach Hause.

Heute ist er direkt von daheim aus mit dem Zug zu einem anderen Kunden gefahren, den er einweisen soll. Die Firma hat ihm die Zugfahrkarte gekauft und die Fahrten entsprechend gebucht.Er ist von 10 Uhr bis 18 Uhr beim Kunden, die Zugfahrzeiten stehen in meiner Frage.

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das hört sich gut an, würnsche dir viel erfolg.

aber zuerst eine neue arbeit suchen? denn das könnte streß bedeuten?

Soll mein Mann vielleicht ohne Alternative kündigen? Das wäre auch nicht gut, denn dann hätte er kein Einkommen und wäre auch nicht krankenversichert.

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@Snatiline

nein zuerst eine arbeit!

ich meinte damit solange es nicht verjährt ist hat man zeit.

die verjährung sollte man aber kennen?

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@robi187

Eben deswegen wäre es gut, wenn er mit einem Anwalt spricht. Der kann ihm diese ganzen Sachen erklären und weiß auch, wie man das durchsetzen kann.

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@robi187

Hallo, die Sache ist inzwischen beim Anwalt. Der RA meines Mannes hat seinen AG angeschrieben und Ausgleich der Überstunden gefordert. Mein Mann hat übrigens mittlerweile ein Burnout. Tja, und der RA des AG schrieb, es würden keine Überstunden vorliegen, da mein Mann ja aus freien Stücken länger gearbeitet hätte und dass es die Dienstreisen gar nicht gegeben hätte. Jetzt wird es interessant.

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Die Frage hierbei ist noch eher möchte er seinen Job weiterhin behalten oder arbeitslos werden? Ich kenne Jobs in denen es wesentlich dramatischer ist, unbezahlte Überstunden vorrausgesetzt werden(und zwar täglich mehrere) und nicht einmal entschädigt werden. 

Dies ist eigentlich nicht die Frage, denn mein Mann hält das nicht beliebig lange durch. Es geht ihm schon an die Substanz. Unbezahlte Überstunden vorauszusetzen finde ich persönlich unverschämt, abgesehen davon ist es illegal, denn der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht. Mein Mann will sich auf die Dauer einen neuen Job suchen, aber darum geht es hier nicht.

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Es gibt auch Menschen die getrockneten Kamelkot essen. Machst du das jetzt auch?

Du bist wahrscheinlich einer von denen die sich gern unbezahlte Überstunden gefallen lassen. (Oder ein Chef der vollkommen überzogene Vorstellungen davon hat, wie viel "Macht" er wirklich in der Hand hat.)

Jeder hat das Recht sich gegen ungerechte Behandlung zu wehren. Die meisten Arbeitgeber können es sich garnicht leisten auf Mitarbeiter zu verzichten, viel mehr ist es so, dass sie testen wie weit sie gehen können und solange sich niemand beschwert wird es auch so beibehalten.

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@5432112345

Zunächst mal geht es hier nicht um mich, sondern um meinen Mann. Offenbar hast Du meinen Beitrag nicht sorgfältig genug gelesen. Im Übrigen verweise ich auf meinen Kommentar auf die Antwort von Miramar1234.

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@5432112345

Der Nick ist "Immenhof", da schwingt das Lebensgefühl der 50er Jahre mit. Erinnert mich stark an das Lebensmotto meines Vaters, der gefühlte 5000 Überstunden für Gottes Lohn gemacht hatte, um eine 200 Euro-Uhr und einen Präsentkorb zum 50.Dienstjubiläum zu kassieren: "Mit dem Hute in der Hand kommst Du durch das ganze Land."

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@lastgasp

Tja leider alles falsch über mich. Sondern, dass war der Ratschlag von einem Anwalt an meinen Freund ... Aber auf dem Lohnniveau, auf dem ihr euch bewegt, könnt ihr es euch bestimmt leisten ;). Ab einem Gewissen Niveau wird es auch in D erwartet, wenn man nicht auf einem Abstellgleis bei der nächsten Säuberung mitentfernt werden will .

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Es ist Arbeitszeit! 

würde ich zur gewerkschaft gehen.

Was soll das bringen?

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@Snatiline

gemeinsam sind wir stark, war mal eine parlole?

was meist du woher die viele § und leistungen kommen die wir heute haben?

seit die gwerkschaften schwächer wurden geht es immer mehr bergab.

aber dann darf man nicht jammern?

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@Snatiline

...Deinem Mann vermutlich nichts. Solche Arbeitsbedingungen herrschen allerdings überwiegend in Betrieben, in denen der gewerkschaftliche Organisationsgrad niedrig ist und nach einem Betriebsrat frage ich besser gar nicht erst.

Sonst ist die Angelegenheit tatsächlich komplizierter. Der Link zur Einschätzung des DGB-Rechtschutzes listet das sehr übersichtlich auf. Den Rechtschutz würde Dein Mann als Gewerkschaftsmitglied genießen. Dann könnte er sich dort kostenlos beraten und im Streitfall auch vor Gericht vertreten lassen.

Zuletzt: Ich hatte einmal bei einem Arbeitgeber 400 Überstunden angesammelt, was in der Sklavenbude nicht einmal besonders ungewöhnlich war. Nach meinem Ausscheiden haben wir bis zum Landesarbeitsgericht Hamm über diese Frage prozessiert. Von der Gegenseite wurden alle Register gezogen (Überstunden waren gar nicht angeordnet oder in Bereichen, in denen ich laut Arbeitsvertrag gar nichts zu suchen hatte gehörten noch zu den handfesteren Vorwürfen)

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@lastgasp

In der Firma meines Mannes sind gerade mal 15 Mitarbeiter, davon 2 GF und 2 AL, also kein Betriebsrat. Ob jemand bei der Gewerkschaft ist, weiß ich nicht.

Mein Mann hat bis jetzt ca. 200 Überstunden allein durch Dienstreisen, auch wenn man die Fahrzeit gar nicht zählt. Die Dienstreisen waren eigentlich immer so angeordnet. Vor jeder Dienstreise bekommt er von seinem Abteilungsleiter eine Email, in der der genaue Ablauf geschildert wird, also z.B. "8 Uhr Abfahrt bei der Firma, 10 Uhr Ankunft beim Kunden, bis 20 Uhr Erledigung der Arbeiten X, Y und Z beim Kunden, danach Rückfahrt zur Firma." Diese Emails schickt sich mein Mann für alle Fälle nach Hause. Diese Überstunden sind meiner Meinung nach dann schon angeordnet.

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@Snatiline

sehe ich aus so.

die frage ist für mich noch welche branche ist es denn?

weil bei mache kann es üblich sein dass nur die hälte der fahrt arbetiszeit ist. aber bei 2h fahrt wird das wohl nicht gehen?

ich würde es mit einem antalt besprechen am besten von der Gewerkschaft denn die kennen sich aus. das könnte auch ohne mitgliedschaft gehen denke ich. aber dann must du selbst bezahlen?

hast rechtschutz?

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@robi187

Ist im Bahnbereich, mehr will ich nicht sagen.

Wenn er von der Firma mit einem Mietauto, das die Firma mietet, zum Kunden fährt und von dort wieder zur Firma, kann ich mir nicht vorstellen, dass nur die Hälfte als Arbeitszeit gilt.

Wir haben eine Rechtsschutzversicherung. Die Erstberatung wird immer übernommen, die Kosten bei einer Klage nur bei Erfolgsaussicht.

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@Snatiline

die fage ist

ob das bau nebenberuf ist?

bei versicherung ob auch arbeit mit verischert ist.

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@robi187

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Deinen Kommentar richtig verstehe. Mein Mann hat nur diesen einen Arbeitgeber, es ist also seine Hauptbeschäftigung. Und unsere Rechtsschutzversicherung deckt alle Rechtsbereiche ab, auch Arbeitsrecht.

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@Snatiline

nein wollte damit sagen das baunebenberufe besonder regel mit der anfahrt haben. ob bahn auch dazu gehört weis ich nicht.

bei rechtschutz alles würde ich auf jeden fall alle daten und sameln und wenn alles zusammen ist mal die gewerkschaft fragen ob sie einen anwalt empfehlen. oder im net suchen. auf jeden fall einen für speziell erfahrenen mit arbeitsrecht.

denn viele sagen dies und haben nicht viel ahnung? wir hatten auch mal einen konflkt und meinten wir hätten einen fachanwalt und diese ließ uns sehr hängen und die versicherung jammer heute noch dass sie so viel bezahlen musten.

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@robi187

Eine Bekannte von mir ist Richterin und macht unter anderem Arbeitsrecht. Sie kennt viele Anwälte und kann deren Arbeit gut einschätzen. Ich werde sie mal fragen, ob sie mir einen
guten Anwalt für Arbeitsrecht empfehlen kann. Wenn sie wirklich niemanden weiß, suche ich im Netz.

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