Zählen Produkte, die ein "deutscher" Konzern (wie BMW) im Ausland produziert und in ein anderes Ausland verkauft zum deutschen Exportüberschuss hinzu?

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3 Antworten

Wenn Du Dir die Darstellung "Bruttoinlandsprodukt" bei Wikipedia anschaust, dann steht da:

"Das Bruttoinlandsprodukt, ... gibt den Gesamtwert aller Güter, d. h. Waren und Dienstleistungen, an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft als Endprodukte hergestellt wurden, nach Abzug aller Vorleistungen.[2] Somit werden nur alle finalen Güter, also Güter auf Stufe der Endverwendung, als Wirtschaftsleistung erfasst."

Das trifft auf Produkte der Firma BMW, die in Mexiko produziert und in USA (noch) verkauft werden, nicht zu. Sie zählen auch nicht zum Außenbeitrag (= Export - Import). In der Realität ist es etwas komplizierter, weil es eine Rolle spielt, wie weit "deutsches Geld" in dieser Produktion eingesetzt wurde. Das würde aber unter Kapitalexport/-import verrechnet. Auch Dienstleistungen, die BMW-Deutschland für BMW-Mexiko erbringt, würden extra erfasst usw.. Wenn man die Komplexität dieser Erfassungen erkennt, sieht man ein, warum das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ca. 2.300 Mitarbeiter hat. Kannst mal auf deren Seite gehen und Dir die eine oder andere Detaillstatistik anschauen.

Da sind jetzt nicht die Leute gezählt, die dem Statistischen Bundesamt in den Verbänden und Firmen mit teils bereits kumulierten Meldungen zuarbeiten. Auch mit den über 3000 Mitarbeitern der Deutschen Bundesbank, soweit sie Statistiken der Finanzbranche verwalten, findet ein Austausch statt. Soviel Aufwand statistischer Erfassung kann sich nicht jedes Land leisten, weshalb immer größte Vorsicht angeraten ist, wenn internationale Zahlen und erst recht weltweite Schätzungen präsentiert werden.

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Ja, das zählt dazu. Der Exportanteil eines Unternehmens ist der Auslandsumsatz im Verhältnis zum Gesamtumsatz. Wo der Auslandsumsatz ursprünglich produziert wurde, spielt keine Rolle. In der Regel ist es billiger, vor Ort zu produzieren und zu verkaufen, als Transport und hohe Lohnkosten in Kauf zu nehmen.

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Nein definitiv nicht. Es muss tatsächlich eine Grenze überschreiten. 

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