Youtube fanmade video mit Ausschnitten aus dem Film und Musik

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Anklagen (also strafrechtliche Klagen) sind mir auch keine bekannt, aber dennoch vorgesehen vom Urheberrechts-Gesetz (UrhG):

UrhG § 106 Unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke (1) Wer in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen ohne Einwilligung des Berechtigten ein Werk oder eine Bearbeitung oder Umgestaltung eines Werkes vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar.

Die fremden Urheber und Rechte-Inhaber wollen aber lieber das da durchsetzen, zivilrechtlich: UrhG 97 Anspruch auf Unterlassung und Schadensersatz.

Und der Staat hält sich bei Kinkerlitzchen gerne zurück mangels öffentlichen Interesses (hier: der Staatsanwalt als Strafverfolgungsbehörde):

UrhG § 109 Strafantrag In den Fällen der §§ 106 bis 108 und des § 108b wird die Tat nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, daß die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

Möglich aber ist ein Strafantrag. Wenn ein darauf folgendes Verfahren nun eingestellt wird (etwa wegen Geringfügigkeit), kann der Geschädigte immer noch eine Privatklage betreiben.

Aber diesen Aufwand scheuen Urheber und Rechte-Verwertungs-Firmen gerne, wenn absehbar ist, dass da am Ende lediglich ein Jugendlicher zu zwei Wochen gemeinnütziger Arbeit verurteilt wird ;-).

Denn dies wird keine große Spezial- oder General-Prävention bewirken auf die große Schar der Raubkopierer ...

Gruß aus Berlin, Gerd

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