Was passiert alles inner Jugendpsychatrie?

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5 Antworten

Hallo,
Also ich war für 10 Wochen stationär in der Kinder und Jugendpsychatrie wegen Depressionen.
Dort hatte ich Wie überall ein Gespräch mit nem Psychologen die Woche, oder nur alle zwei Wochen, wenn jemand krank War.
An Therapien hatte ich Musik Therapie gehabt.
Dort bist du mit einer einzelnen Musik Therapeutin alleine, also eine Einzel Stunde. Bei mir waren es so, dass ich mir aussuchen welches Instrument ihr spielen möchte . Das Gespielte wurde dann aufgenommen und ich habe es mir mit der Therapeutin zusammen nochmal angehört und sie hat mir Ihre Gefühle zu dem gespielten vermittelt und ich ihr meine. Manchmal sollte ich auh ein Bild zu der gespielten Musik zeichnen.
Desweiteren hatte ich Bewegungstherapie 2 mal die Woche also ganz normaler sportlich in der Gruppe. Hatte man einmal keine Lust darauf oder schafft es nicht, dann musste man für die Dauer der Therapie aufem Zimmer verbringen. Ich hatte 1 mal die Woche Kunsttherapie. Dort wird ein Thema vorgegeben und dein Bild was dir dazu in den Kopf kommt udn du zeichnest wird dann von einem oder mehreren kunsttherapeuten bewertet. Es gab zusätzlich auch noch als Beschäftigung normale Kunststunden dort kann man zeichnen was man möchte ohne Kritik etc.
Auch noch hatten wir Soziales Kompetenz Training gehabt. Dort übst du das miteinander und die Teamarbeit mit anderen Leuten aus deienr Gruppe.
Nachts War es bei uns so dass die Nachtwache meist mehrmals die Nacht in die Zimmer geschaut hat um sicher zu gehen Das alles in Ordnung ist. Und wenn es mir nicht gut ging konnte ich jederzeit zu denen gehen und mit den Betreuern reden.
Ich für mich hatte immer die Möglichkeit mich irgendwo zurückzuziehen wenn es mir nicht ut ging, oder eben mit den betreuern zu sprechen. Bei uns haben die aber nach gewisser Zeit geschaut wenn man sich den ganzen Tag aufem Zimmer verkriecht.
Ich habe mich während des Aufenthalts mehrmals Selbstverletzt und danach musste ich halt nur die Klingen abgeben und manchmal wurde dann auch das Zimmer durchsucht. Aber ausgangssperre etc. Gab es nicht. Nachdem Selbstverletzung musst du ggf. Einen Fragebogen ausfüllen wie und warum es dazu gekommen ist. Das dient zur Selbstreflexion und dazu dass aussenstehende es besser nachvollziehen können.
Und Medikamente müssen erst von den erziehungsberechtigten genehmigt werden.
Aber es hat mir sehr geholfen und ich empfehle es jeden der es in Betracht zieht. Es ist nicht so schlimm wie man denkt.

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Meistens hast du einmal in der Woche Einzeltherapie.

Dann gibt es noch jede Menge"Beschäftigungstherapie". Das gliedert sich noch la in Bewegungstherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie...

Das kommt auf die Klinik an.

Bei mur war es so, dass man auch in Gruppen-Setting nicht gezwungen wurde zu reden. In den ersten 2/3 Wochen habe auch gar nicht gesprochen (also in der Gruppe).
Das wurde akzeptiert.

Zum Thema Schlafen. Bei mir war es so, dass mehrmals in der Nacht jemand ins Zimmer kam, um zu schauen, ob die Patienten schlafen.

Medikamente werden vermutlich nicht in sich rein geprügelt. Aber es kann schon sein, dass dir nahegelegt wird, welche zu nehmen.

Was passiert, wenn du ausrastest kommt auf die Art und auf die Klinik an.

Manchmal kann es passieren, dass man aus der Klinik fliegt, da man mit SvV als nicht stabil genug oder als Therapieunwillig eingestuft werden kann (wobei das vermutlich nicht bei dem ersten SvV passiert).

Daneben gibt es noch die Möglichkeit eines Time-Out Raums oder Fixierung. Wobei das beides nicht nach einer SV in Betracht kommt.

Vermutlich wirst du auch mal Zeit für dich haben. Teilweise fand ich es dort sogar sehr langweilig, weil ich so viel Zeit für mich hatte.

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Hei ich 19 war nicht in der jugendpsychatrie aber auf der Erwachsenenstation. Aber ich denk mal das ähnelt sich bestimmt. Also so viel ich weiss muss man auf der jugendstation sein handy abgeben. Und sonst denk ich mal das die Therapien gleich sind. Also ich hatte ergotherapie, und Gespräche mit dem Psychologen hatte man nur 1 mal die Woche für 1 Stunde. Und es gab auch eine Gruppentherapie aber da konnte man freiwillig über seine Probleme reden also man wurde nicht gezwungen was zu sagen. Und zu dem Thema Medikamente ich glaube nicht das man dazu gezwungen wird ich durfte es selber entscheiden. Und das mit dem Schlafproblem bekommst du in den Griff ich konnte vor der Klinik nachts ganz schlecht schlafen und die ersten paar Wochen dort waren der Horror aber dann haben die Medikamente gewirkt und ich konnte schlafen wie ein Stein. Und die Schwester kommt in der Regel nur einmal nachts rein.

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Kommentar von Jan2001N
18.05.2017, 20:37

Woraus bestand denn die ergotherapie so, also was hat man da alles gemacht?

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Es gibt Verschiedene Therapien, welche du erhalten wirst hängt damit zusammen an was es dir fehlt
- Normalerweise gibt es wie im "Normalen" Krankenhaus Visiten - dort kannst du mit einem Arzt Sprechen
- Keiner kann dich zwingen an einer Gruppentherpie teilzunehmen
- Bei einer Selbstverletzung könnte es sein dass du auf die Geschlossene Verlegt wirst - da würde ich besser freiwillig mitgehen. Die haben kräftige Pfleger.
- Wenn du unter Schlafstörungen leidest solltest du dies mit dem dortigen Pflegekräften besprechen, diese werde dann mit dem Arzt eine geeignete Medikation aufstellen
- Soweit ich weiß kann dich keiner Zwingen Medikamente zu nehmen - Pillen Hamstern würde ich aber lassen

Hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen. Wenn nicht dann stelle bitte weiter fragen in die Komentare

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Kommentar von Jan2001N
18.05.2017, 20:59

Weißt du wie lange man schule hat?   Wie ist das mit Besuchern? Kann famillie und freunde immer vorbei kommen oder gibts da immer nur paar tage im monat?

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Psychotherapie hast du in aller Rege nur eine Stunde pro Woche. Also nicht mehr als draussen. Aber nicht bei ausgebildeten Psychotherapeuten, denn die wollen Kliniken seltenst bezahlen, sondern nur bei Psychologen ohne Therapeutenweiterbildung oder mitten darin im Praktikum.

Das reicht dann in der Regel für das Ausfüllen und Auswerten von Fragebögen, die Besprechung des Aufenthalts und damit zusammenhängende Organisationsfragen und die Empfehlung, nach Verlassen der Klinik eine Psychotherapie bei einem niedergelassenen Therapeuten zu beginnen.

Lach nicht, ist so Realität, die nun mal aus den Gegebenheiten folgt.

Alles andere ist so gut zu beantworten wie die Frage: "wie ist es bei Eltern? Wie sind die so?"

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