WWann sollte ich meinen Hund erlösen lassen?

11 Antworten

Ich habe den "Hund meines Lebens" vor vielen Jahren einschläfern lassen müssen. Obwohl ich davor und auch danach Hunde hatte, und auch in meinem Tierheim einige einschläfern lassen müßte, ist mir noch nie etwas so schwer gefallen, wie bei diesem Hund. Wir hatten uns gesehen, es war Liebe auf den ersten Blick. Bei uns waren keine Worte oder Gesten nötig, er wußte, was ich dachte und war völlig einzigartig.

Obwohl es schon so lange her ist und das Einschläfern bei ihm auch eine Erlösung war, bin ich immer noch traurig. Die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen, aber Du hast Deinem Hund ein wunderschönes, liebevolles Zuhause gegeben. Das ist mehr, als viele Tiere haben. Da gehört auch ein "Gehenlassen" dazu, auch wenn man selbst dabei am Boden liegt.

Laß nicht zu, daß er sich quält. Bleib bei ihm, halte ihn im Arm, und gib ihm das Gefühl, daß Du da bist und er nicht allein. Auch das ist Liebe. Ich wünsche Dir /Euch Kraft.

Das ist eine wirklich schwierige und schwere Entscheidung, und ich kann sie dir leider nicht abnehmen.
Lässt du deinen Hund jetzt einschläfern, denkst du: "Er hätte noch ein paar schöne Tage haben können".
Lässt du ihn später einschläfern, denkst du: "Er musste so leiden, hätte ich ihn nur früher einschläfern lassen."

Lass dich einfach von deinem Gefühl leiten. Wenn du dir sagst: "So jetzt ist Schluss, ich kann den Hund nicht mehr leiden sehen/der Hund kann nicht mehr/leidet unerträglich", dann ist es so weit.

Ich bin ihm nur so dankbar! In meinen schwersten Zeiten, hat er mir beigestanden. Ich finde es einfach nur unfair, die Entscheidung treffen zu müssen.

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@Naghme

Laß ihn nicht leiden.  Meiner  lehnte sogar das Futter ab. Es ging ihm dermaßen schlecht  dann, dass wir  morgens um  halb fünf nach Gießen fuhren. Laß ihn nicht ersticken. 

Das Einschläfern ist fair für Deinen Hund geh auch mit ihm den schweren Schritt, bevor er erstickt .

Liebe Grüße meiner starb Ende 2011 , aber ich vergess es nie.

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Die Sache ist aber die: Der Hund hat keine schönen Tage mehr. Er ringt um jeden Atemzug, jede Bewegung macht es schlimmer, sein Gehirn und seine Organe sind unterversorgt und werden ganz "nebenbei" deshalb nach und nach versagen. Gifte werden sich im Blut anreichern. Die Krämpfe deuten es ja schon an. Es gibt keine Aussicht auf Besserung. 

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"ich kann den Hund nicht mehr leiden sehen/der Hund kann nicht mehr/leidet unerträglich", dann ist es so weit."

Sorry, aber das kann nicht sein! Ein Lebewesen muss sterben, weil ich es nicht mehr leiden sehe kann?

Mit welchem Recht? Wenn ein  Tier leben will - trotz Krankheit und Schmerzen, hat niemand das Recht ihm das Leben zu nehmen.

Als ob die Lebensqualität eines Hundes nur dann gegeben ist, wenn er gesund ist.

Mein Hund wurde eingeschläfert und das war das Falscheste, was ich je veranlasst habe. Er wäre nicht mehr zu retten gewesen, aber er wollte leben und das bis zum Schluß und es war schrecklich, einfach darüber zu entscheiden, dass er den nächsten Tag nicht mehr erleben soll und es war falsch; heute weiß ich das.

Natürlich sollte man jedes Lebewesen  aus schrecklichen Qualen erlösen - auch Menschen - aber die können sich wenigstens äussern und man respektiert ihren Willen, bei Tieren aber setzt man sich einfach darüber hinweg und bestimmt, dass nur leben darf, wer keine Schmerzen hat und gesund ist. Dazu hat niemand ein Recht.

Das ist eine Frage des Respekts vor dem Leben



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@dandy100

das ist nicht die Frage des Respekts vor dem Leben, sondern die Frage des Respektes vor einem leidenden Hund. Wie kannst du behaupten das dieser Hund noch leben möchte?  Hast du schon mal Atemnot gehabt, ich schon dieses Gefühl ist unerträglich und angstmachend. 30 % Lungenkapazität, dies sagt doch schon alles. Mein hud hatte starke Schmerzen, das Problem ist, das viele Menschen dies Symptome nicht erkennen.  Mich graust die Vorstellung, das er bei einem anderen Besitzer, der der gleichen Auffassung ist wie du, noch längere Zeit diese hätte ertragen müssen.

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@dandy100

Der Hund wäre ohne ärztliche Hilfe bereits tot. Vergiß das nicht. Er wurde gegen die natur gezüchtet und jetzt schon ein Stück weit gegen die Natur am Leben erhalten.

Und wenn er selbst entscheiden könnte, wer weiß, was er sich denken würde...

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@Bitterkraut

Dandy, ein Stück weit verstehe ich deinen Standpnkt. Aber atme mal durch einen Strohhalm und überleg dir dann, ob du das für den Rest deines Lebens so wollen würdest. Ob du so leben möchtest.

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Das tut mir sehr leid, dass du so eine schwierige Entscheidung treffen musst. Dein kleiner Hund war dir 12 Jahre ein treuer Begleiter, da ist es nur verständlich, dass man sich mit so etwas unglaublich schwer tut. Was sagt dir dein Gefühl? Hat es noch einen Sinn, deinen Hund hier zu behalten? Oder denkst du, dass er sich schon zu sehr quält? Hat er noch Freude am Leben? 

Ein Gedicht aus Hundesicht zum Thema: Einschläfern

Abschied

Vielleicht wird' ich einst gebrechlich und schwach,
und quälende Pein hält ständig mich wach.
Was dann getan werden muss, entscheide allein.
In diesem Kampf können wir nicht die Sieger sein.

Und bist du dann traurig, versteh' ich es wohl,
doch deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
Denn an diesem Tag, mehr als je zuvor gescheh'n,
muss deine Freundschaft und Liebe auf's Schwerste bestehn.

Schau, wir hatten so viele Jahre voll Glück.
Keine Furcht darf, was kommen muss, halten zurück.
Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei,
drum gib, wenn die Zeit kommt, mich bitte frei.

Bring mich dahin, wohin ich gebracht werden muss.
Nur eins noch, bitte bleib' bei mir bis zum Schluss.
Halte mich fest und red' mir gut zu
bis meine Augen kommen zur Ruh.

Ich weiß, mit der Zeit wirst du es wissen,
es war eine Wohltat, die du mir erwiesen.
Und denke, wenn ich schon längst nicht mehr hier,
mir blieb Leid und Schmerz erspart, dank dir.

Und dann gräme dich nicht, dass du es bist.
der entschied, wann die Zeit gekommen ist.
Wir zwei waren doch viele Jahre glücklich vereint,
lass nicht zu, dass dein Herz jetzt bittere Tränen weint.

Vielen Dank für die lieben Worte!

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owei Tränen.. :-(   ich kenne das Gedicht ich las es mal vor ca 20 Jahren.  danke und es ist wahr.  Menschen sollen immer das Tier erlösen,  nie warten  , bis es  gerade im Sterben ist . Das Leiden kann man dem Tier ersparen, schade , dass das bei Menschen nicht  möglich ist 

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