Wussten Auszubildende vor 20 oder 30 Jahren weniger über Ihre Rechte Bescheid als heute?Und konnten sich deshalb bei Ungerechtigkeiten nicht so durchsetzen?

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11 Antworten

Ich glaube auch, dass Auszubildende  es heute leichter haben, aber ich bezweifel, dass ihre Lehre immer gut ist., im Gegenteil.Wer nicht gerade von Natur aus ehrgeizig ist ( denn das sind wenige), der wirft sofort das Handtuch, wenn ihm etwas nicht passt und es nicht genau dem Recht entspricht.Er lernt nicht , auch einzustecken und eine Faust in der Tasche zu machen.

 Etwas, das auch in unserer Ellbogen Zeit , oft sehr wichtig wäre und mit Sicherheit manchen Streit, Ärger und Disharmonie erst gar nicht aufkommen ließe. Es wird dann oft einfach die Lehre abgebrochen.... aber was dann?...Bei jeder neuen Tätigkeit nicht ist es gleich.. Es ist also nicht immer ein Vorteil Rechte durchzusetzen. Doch auch das wird sieht heute wieder jeder anders..

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Vor 30 Jahren durften die Azubis noch am Samstag arbeiten und hatten somit nicht so viel Freizeit, um sich über ihre Rechte zu informieren ohne Internet!

Mit den Auseinandersetzungen um die 35-Stunden-Woche wurden Konflikte ausgeübt, die Gewerkschaften und Unternehmerverbände in der Bundesrepublik Deutschland seit den späten 1970er-Jahren um die Verkürzung der Wochenarbeitszeit ausgetragen haben. Insbesondere die 1984 geführten Arbeitskämpfe zur Einführung der 35-Stunden-Woche in der Metall- und Druckindustrie gehörten zu den längsten und härtesten in der bundes-deutschen Tarifgeschichte. Im Tausch gegen den Einstieg in verkürzte Wochenarbeitszeiten mussten die Gewerkschaften den Unternehmen größere Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung zugestehen.

Die Arbeitnehmer und die Auszubildenden waren also sehr wohl informiert über die damals aktuelle Rechtslage und haben sich auch bei Ungerechtigkeiten gewehrt bzw. für Verbesserungen demonstiert ;-)

Gruß siola55

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Ich denke, sie kannten die Recht eher mehr, da Gewerkschaften damals noch deutlich besser aufgestellt waren, als heute und mehr Betriebe tarifgebunden waren.

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adlersammy 01.10.2017, 09:34

Ja aber wohl nur wenn man Gewerkschaftlich interessiert oder organisiert war?

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Ja das scheint wirklich so zu sein.....

Bei mir hieß es noch "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" von daher empfand ich div. Ungerechtigkeiten als "normal" und habe ich mich nie getraut, etwas gegen meinen Ausbildungsbetrieb zu unternehmen.

Von den Eltern und Großeltern hört man noch, dass es tlw. sogar Ohrfeigen gab, wenn der Lehrling nicht "gespurt" hat.....

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adlersammy 01.10.2017, 09:31

Also meinst du auch unfreundlicher Umgangston hat man als normal empfunden, oder wenn es kein Spaß gemacht hat wegen den Spruch Lehrjahre sind keine Herrenjahre ? Gibt es diesen Spruch nicht heute auch noch ?

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Der Bildungsstand war damals im Durchschnitt höher und die Auszubildenden passten besser auf, wenn es um ihre Rechte ging und lasen praktisch alle regelmäßig Zeitung. 

Heute haben sie viel weniger Ahnung, aber 50% eine deutlich größere Klappe, besonders hinterm Rücken von anderen. 

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Zuallererst wussten sie einmal, dass sie nicht nur Rechte sondern auch Pflichten hatten.

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Auch vor 20-30 Jahren wurde in den Berufsschulen die Rechte und Pflichten von Azubis gelehrt, das ist bis heute so, daran hat sich nichts geändert.

Geändert hat sich, dass man Gesetzestexte sehr schnell selbst nachschlagen kann nur wenn ich hier die vielen Fragen durchlesen, so scheint genau das heutzutage das Problem zu sein. Unfähig, man selbst im BBiG oder Jugendarbeitsschutzgesetz zu schauen.

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adlersammy 01.10.2017, 09:49

Also über Rechte in der Berufsschule habe ich nichts gehört

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Jewi14 01.10.2017, 09:50
@adlersammy

Der Sohn meines Bekannten macht gerade eine Ausbildung und genau das kam im Unterricht vor und ich bin mehr sicher, dass es bundesweit so ist.

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Timo22 01.10.2017, 10:08
@Jewi14

Ist es auch. Im Wirtschaft und Sozialkunde Unterricht wird dies gelehrt. 

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Jewi14 01.10.2017, 10:43
@Timo22

Bei dem Sohn heißt es Politik und Gesellschaft oder so ähnlich, aber das ist auch egal wie es heißt, es wird unterrichtet.

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adlersammy 01.10.2017, 12:03

Aber hier geht es ja vor 20 oder 30 Jahren und da war es nicht so

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Ich denke mal, dass sie damals noch nicht so viele Rechte hatten. 

ABER sie wussten um ihre Pflichten. Nämlich die Ausbildungszeit bestmöglich zu bestehen. 

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Werdet Ihr heute über Eure Rechte aufgeklärt? Würde mich wundern. Da muss sich wohl jeder - gestern und heute - selbst schlau machen, denke ich. Und da gilt, was für alle gilt: Wer sich unterbuttern lässt und nicht schlau macht, hat Pech gehabt.

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adlersammy 01.10.2017, 09:29

Ich glaube wir haben es heute leichter , google und you TUB gab es früher nicht

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AriZona04 01.10.2017, 09:30
@adlersammy

Da muss man aber selektieren lernen! Google und YouTube haben auch ne Menge Schße ;-)

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Timo22 01.10.2017, 09:32
@adlersammy

Darum war es früher nicht schwerer. Eher im Gegenteil. Da lernte man noch selbstständig denken. Die Jugend von heute kann ja ohne Handy garnicht mehr überleb

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adlersammy 01.10.2017, 09:32

Ja das ist klar aber man kommt zumindest Hinweise die man überprüfen kann

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AriZona04 01.10.2017, 09:38
@adlersammy

Kann man die überprüfen?? WIRD man die überprüfen? Nimmt die Jugend - und da meine alle allgemein von damals und heute - nicht solcherlei kritiklos an ;-)  Ich wäre da gaaanz vorsichtig. Wir kamen damals mit Fachhilfen zurecht - Arbeitsamt und Handelskammer z. B. Wir hatten noch persönliche Ansprechpartner. Gut, die gibt es heute auch - aber die könnten einem ja erzählen, was man gar nicht hören will ... ;-) nicht wahr?

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Kleine oder große Ungerechtigkeiten gab es und gibt es immer, wird es auch im späteren Beruf geben!

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Nein. Sie wussten es auch, hatten aber noch den nötigen Ehrgeiz und den Willen es durchzuziehen. Oder anders gesagt, sie waren nicht so verweichlicht wie heute.

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adlersammy 01.10.2017, 09:27

Du meinst selbst wenn Sie wüssten Sie hatten Rechte, haben sie es nicht so eng genommen und mehr auf Ihre Pflichten geguckt?

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AriZona04 01.10.2017, 09:29
@adlersammy

Das denke ich auch: Das hat eben so zu sein und dann IST das so - nimm es hin. Da hat kaum einer was hinterfragt ;-)

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Timo22 01.10.2017, 09:29
@adlersammy

Meistens ja. Rumgeheule wegen Überstunden gabs da nicht. Eine Lehre wurde höchstens dann abgebrochen, wenn sie vom Chef regelmäßig verhauen wurden.

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adlersammy 01.10.2017, 09:33

Und du meinst auch wenn Sie beleidigt wurden , was ja nicht rechtens ist oder ausgenutzt wurden haben Sie durchgezogen?

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adlersammy 01.10.2017, 09:47

Mit ausgenutzt meine ich zb Ausbildungsfremde Tätigkeiten

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Timo22 01.10.2017, 10:10
@adlersammy

Also sowas wie den Rasen auf dem Firmengelände mähen?

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adlersammy 01.10.2017, 13:35

Ja so was oder man hat Tätigkeiten gemacht die jeder kann, zb im Einzelhandel nur Regale einsortiert oder im Lager

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Timo22 01.10.2017, 19:31
@adlersammy

Naja sowas kommt mal vor. Es sollte natürlich nicht jede Woche sein. Aber heute weigern sich schon einige wenn sie einmal im Quartal den Hof fegen sollen.

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