Wurzelspitzenresektion ja oder nein- ist diese sehr schmerzhaft - und werden auf Antrag die Kosten von der gesetzlichen Kasse übernommen?

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2 Antworten

Hallo, also eine WSR ist heute schmerzfrei und sollte durch einen erfahrenen Operateur durchgeführt werden, es gibt Oralchirurgen und Kieferchirurgen, die darauf spezialisiert sind. Grundsätzlich werden solche Operationen von den gesetzlichen Kassen übernommen aber es gibt Techniken, die aus heutiger Sicht die Erfolgsaussichten erheblich erhöhen und die OP schonender verlaufen lassen. ZB werden heute Lupenbrillen und noch besser: Mikroskope genutzt. Das allein muss nicht unbedingt mehr Geld kosten, das liegt am Operateur. Was aber mehr kostet und das könnte bei dir der Fall sein, dass ist eine retrograde Wurzelfüllung per Ultraschall und ein Abdichten des Zahns und Füllen des frei gewordenen Raumes durch einen speziellen Zement (MTA). Das kostet den Arzt Geld und das holt er sich von dir wieder. Der Kasse ist das leider egal. Frage den Arzt, ob es darum geht. Ohne eine retrograde Wurzelbehandlung, wenn die Wurzelspitze also einfach nur gekürzt wird, sind die Aussichten wesentlich geringer. Du hast ja mit einer Krone und Wurzelbehandlung in den Zahn investiert, da ist diese Zuzahlung noch ziemlich wenig Geld, auch eine Brücke oder gar ein Implantat kosten Geld. Vielleicht kannst du es ja in 3 Raten zahlen. Zahnerhalt geht immer vor einer Extraktion! Wenn der Arzt mikrochirurgisch arbeitet, dann sind die Beschwerden während und nach einer OP noch einmal geringer aber auch so ist die WSR bei einem erfahrenen Operateur keine schlimme Sache und verheilt in etwa einer Woche. Dann werden die Fäden gezogen. Das wichtigste nach der OP: Auf keinen Fall rauchen und in den ersten 24 Stunden dauerhaft mit Eispacks kühlen, am nächsten Tag halbstündlich im Wechsel: Kühlen/nichtkühlen. Dazu bekommst du aber Infos. In welcher Stadt lebst du?

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Bonjour aus Frankreich!

Ich habe soeben eine ähnliche Frage beantwortet; bin selbst leidgeprüft, was Zähne anbelangt!

Also: Meines Erachtens muss die Kasse  in diesem Falle übernehmen; ein Entfernen des Zahnes ist immer die letzte Lösung. Da dann eine Lücke entsteht, die man schließen lassen sollte - entweder aus optischen Gründen, oder um zu verhindern, dass der Gegenbiss fehlt, wodurch weiterer Probleme auftauchen könnten, wäre das Kappen der Wurzelspitze die einfachste, und preisgünstigste Lösung.

Die Frage der Kostenübernahme klären Sie am Besten direkt mit der KK, und zwar vor der Behandlung. Begründen Sie Ihren Antrag damit, dass das Entfernen dieses Zahnes eine Prothetik nach sich ziehen würde, die weit kostenintensiver wäre. 

Sollte die Kasse ablehnen, könnten Sie dennoch Glück haben, diese Behandlung erstattet zu bekommen. In solchen Fällen kann man beim Sozialamt vorstellig werden, und die Kostenübernahme beantragen; sowas wird auch in Form eines Kredits bewilligt. Sie müssten diesen Betrag dann, gegebenenfalls, in kleinen Raten an das Sozialamt zurückzahlen, entsprechend Ihrer bescheidenen Einkünfte.

Habe Ihre Frage gerade noch einmal nachgelesen. Zahn 46 ist ein Backenzahn, wichtig für ordentliches Kauen - Sie sollten unbedingt versuchen, ihn zu erhalten! 

Die Operation erfolgt in örtlicher Betäubung. Sie ist nicht schmerzhaft, aber hinterher treten natürlich Wundschmerzen auf - es ist nicht so schlimm!

Ich drücke Ihnen die Daumen!

LG aus der Normandie


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