Wurzelbehandlung nach Ziehen des Nerves (Pulpaexstirpation)

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Es gibt 3 Möglichkeiten der Wurzelkanalbehandlung, entweder alles in einer Sitzung (bei lebenden Zähnen), unter Betäubung die Vitalexstirpation (Instrument: Rattenschwanzfeile), Wurzelkanalaufbereitung, Wurzelfüllung und natürlich die Röntgenaufnahmen, die sind sehr wichtig.

Oder bei abgestorbenen Zähnen Trepanation des Zahnes, Wurzelkanalaufbereitung, 1-3 mal med. Einlage innerhalb von ca. 7-10 Tagen, Wurzelfüllung und die Röntgenaufnahmen.

Oder zuerst eine Devitalisation eines Zahnes und nach einer Woche Wurzelkanalaufbereitung, 1-3 mal med. Einlage innerhalb von ca. 7-10 Tagen, Wurzelfüllung und die Röntgenaufnahmen.

Die Devitalisation wird nicht mehr so oft gemacht, nur wenn der Zahn so schmerzt dass unter Betäubung keine Behandlung möglich ist. Bei der Devitalisation wird ein nervabtötendes Medikament in den Zahn gelegt. Das darf nur 1 Woche im Zahn bleiben.


Wie ist das eigentlich nach einer Zahnnerv Entfernung bei der Wurzelbehandlung? Bekommt man da dann auch noch eine Betäubung?

Wenn der Zahn noch lebt auf jeden Fall mit Betäubung, bei abgestorbenen Zähnen nicht unbedingt nötig.


Oder spürt man dann die weitere Behandlung ohnehin nicht mehr?

Ab der zweiten Sitzung brauchen die meisten Patienten keine Betäubung mehr, auch wenn der Zahn noch aufbissempfindlich ist heißt es nicht dass er während der Behandlung schmerzen wird. Ein Zahnnerv ist oft wie ein Tannenbaum aufgebaut mit kleinen Verästelungen, diese lassen sich in der Sitzung meist nicht komplett entfernen.

Das einzige was der Patient merkt ist wenn der Zahnarzt mit den Hedströmfeilen und Kerr-Bohrern (Wurzelkanalinstrumente) bis an die Zahnwurzelspitze kommt wo der Zahnnerv durchtrennt wurde, auch bei der Wurzelfüllung kann man ein picken merken wenn die Guttaperchastifte eingesetzt werden. Nicht schlimm und gut auszuhalten.


Ablauf einer Wurzelkanalbehandlung

  • Röntgen
  • Vitalitätsprobe mit einem Eisspray
  • Betäubung Infiltrationsanästhesie oder Leitungsanästhesie
  • Trepanation des Zahnes
  • Versuch der Vitalexstirpation
  • Wurzelkanalaufbereitung
  • Messröntgenaufnahme
  • falls erforderlich 1-3 mal med. Einlage mit zB Calxyl
  • Wurzelfüllung
  • Kontrollröntgenaufnahme
  • nach 6 Monaten Kontrollröntgenaufnahme und evtl Überkronung

Oje, Nerv ziehen scheint für die Fisch gewesen zu sein.... Beschwerdefrei beim Kauen ist was anderes.... :-( Dann bleibt dem Doc echt nur noch die Möglichkeit den Zahn zu reißen... :-(

Das Kauen tut nach wie vor weh, aber einen Unterschied gibt es: Der Schmerz kann durchs Draufdrücken mit dem Finger nicht mehr ausgelöst werden.... Das ist sehr irritierend..... Würde sagen, dass es also nicht erfolgreich war... wusste auch gar nicht, dass beim Kauen anscheinend viel größerer Druck drauf ist als man mit dem Finger verursachen kann....

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Das Thema Wurzelbehandlung ist ein sehr schwieriges Thema, da es selbst in der Fachliteratur unterschiedliche Aussagen zu den einzelnen Bereichen gibt. Gerade was die Anzahl der vorhandenen Wurzelkanäle betrifft. Also nicht immer alles glauben, was da so erzählt wird. Ich verlasse mich da lieber auf Spezialisten. Im Herbst letzten Jahres musste bei mir eine solche Behandlung durchgeführt werden und ich habe mich intensiv darauf vorbereitet und informiert. Perfekt behandelt wurde ich hier: http://www.wurzelbehandlungberlin.de/, von Zahnärztin Dr. Wojcik. Absolut auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und der Technik. Alles in einer Sitzung und ein super professioneller Ablauf. Nicht das ich sagen will, eine Wurzelbehandlung macht Spaß, ganz sicher nicht, schon gar nicht bei einem Angstpatienten wie mir, aber dort hatte ich von der ersten Minute an Vertrauen.

http://www.youtube.com/watch?v=hnVKHtu4fl4

Frage zu erstem Termin meiner Wurzelbehandlung..

Hallo Leute,

hier Part 1: http://www.gutefrage.net/frage/zahn-nach-und-nach-aufgebrochen-nun-zahnschmerzen-direkt-wurzelbehandlung

Habe wieder neue Fragen, deshalb ein neues Thema.

War nun heute beim Zahnarzt, sie hat sich das nur kurz angeschaut, direkt mit 2 Spritzen betäubt, und dann musste ich 10 min warten. Danach ging es auch sofort los ohne zu röntgen oder Tests durchzuführen, sie ist direkt mit dem Bohrer in das Loch, es hat geziept, geziept, geziept und mit einem mal war sie plötzlich IN meinem Zahn und es war wirklich sehr sehr sehr höllisch schmerzhaft! Sie meinte das ich das schlimmste hinter mir habe und tief ein und ausatmen soll, hat auch noch ein kaltes Tuch auf meine Stirn gelegt. Nebenbei hat sie gesagt "Sie kommen hier aber wirklich ordentlich spät!"..... Dann hat sie 1-2 mal irgendwie reingestochen, was auch sehr weh getan hat (nicht zu vergleichen mit dem Aufbohren!), bis sie dann ein Medikament einlegen wollte. Die Zahnarzthelferin hat ein Medikament rausgeholt und die Zahnärtztin meinte "Nee, hol mal lieber Toxavit" Daraufhin musste die Helferin schnell rausrennen und kam 2 Minuten später wieder rein, hab es in meinen Zahn bekommen und es wurde provisorisch geschlossen.

Auf Nachfrage, warum das Aufbohren so grausam wehtat und wie es weitergeht, meinte sie dass das Aufbohren der Pulpa schmerzen verursacht hat und nun ein Medikament drin ist.

Meine Fragen:

Was genau bedeutet "Pulpa aufgebohren" und ist es normal dass dies SO schmerzt? Trotz Betäubung? Wie wirksam ist Toxavit, kann ich damit rechnen dass der zweite Termin nächste Woche schon relativ schmerzfrei wird? WIe geht es weiter?

Danke & Gruß!

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