Wurdet ihr im Beratungsgespräch (mit Beratungsschein) wegen Schwangerschaftsabbruch eher "ermutigt", euch für ein Austragen zu entscheiden, oder "entmutigt"?

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Das Ergebnis besteht aus 2 Abstimmungen

war nie in Beratungsgespräch, will trotzdem eine Stimme und Meinung abgeben 50%
Beraterin hat eher ermutigt/versucht zu ermutigen 50%
du bist ein bööööööööser militanter Abtreibungsgegner und somit keiner Antwort würdig 0%
keine Angaben 0%
Bin Beraterin 0%
weder das eine noch das andere 0%
Beraterin hat eher entmutigt/versucht zu entmutigen 0%

4 Antworten

Beraterin hat eher ermutigt/versucht zu ermutigen

Also ich brauchte für meine Abtreibung damals zum Glück keinen Beratungsschein, aber ich habe mich mit anderen die abgetrieben haben darüber unterhalten, und war bei einem Gespräch auch dabei.

Das war meine damals beste Freundin (Die heute übrigens ein Kind hat und glückliche Mutter ist) 

Sie wollte das Kind aus mehreren Gründen nicht, die waren: 
Noch in der Ausbildung, und sowieso schon Probleme mit den Noten
Psychisch krank  
Schwanger vom Ex-Freund, und ein Kind ohne Vater und von DEM Vater kam nicht in frage.

Die Beratung hat ihr schon erzählt, das es da finanzielle Unterstützung oder auch Tagesmütter gibt, und das das Kind ja nicht der Vater wäre. Gegen die Psychischen Probleme hatte sie allerdings keine Argumente. (Ich kenn die genauen Namen ihrer Störungen nicht mehr, aber sie war halt extrem unselbstständig und konnte sich um nichts kümmern. Umso wichtiger es war, umso eher wurde es ignoriert. (z.B. hat sie mal die Kündigung ihrer Wohnung wegen Trennung vom Freund ignoriert, bis sie am Auszugstermin mit ungepackten Möbeln und ohne Wohnung da saß.) Da konnte die Beraterin dann nicht viel sagen, außer das es ja Psychologische Hilfe gäbe. 

Einige Jahre später hat meine Freundin dann mit dem richtigen Mann ein Kind bekommen, und ist heute sehr glücklich. 

Aber einen kleinen Abschnitt möchte ich noch hinzufügen, nach dem du nicht gefragt hast: Ich habe bisher keine einzige Person getroffen, die vorher wusste was sie will, und durch die Beratung umgestimmt wurde. 

Lediglich die, die total verunsichert waren, haben sich dort eher die Bestätigung geholt, das sie es schaffen können. 

Ich persönlich denke, das die Leute dort ein sehr gutes Gespür dafür haben, wo es sich "lohnt" zu argumentieren, und wo sie "gegen eine Mauer" reden. Daher widmen sie ihre Zeit lieber den unschlüssigen, und nicht denen, die sowieso schon entschieden haben. 

Falls es für dich wichtig ist: Meine Erfahrungen beziehen sich auf Wuppertal und Düsseldorf. 

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Kommentar von carn112004
03.02.2017, 14:45

Das glaube ich dir:

"Ich habe bisher keine einzige Person getroffen, die vorher wusste was sie will, und durch die Beratung umgestimmt wurde."

Aber ich kenne eben auch einige Geschichten (Quelle natürlich internetforen also dolle zuverlässig), bei denen quasi die Beraterin dann mehr oder minder gegen ein Kind argumentiert hat, bei Frauen, die ambivalent waren; also z.b. Frau bringt Kindsvater mit, der für Abtreibung ist, seine Gründe im Beratungsgespräch auch nochmal nennt und die Beraterin lässt durchblicken, dass sie findet, dass er recht hat.

Oder z.b. Minderjährige geht mit Mutter zu Beratungsgespräch und Mutter und Beraterin arbeiten dann als Team, um ihr klarzumachen, wie "unvernünftig" es doch wäre, nicht abzutreiben.

Aber bei all dem kann man halt nie wissen, ist das eine 1 von 10000, eine 1 von 1000, eine 1 von 100 oder eine 1 von 10 Sache.

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Also als ich da war verlief alles ganz neutral. Die Frau mit der ich das Gespräch hatte wollte mich nicht überreden abzutreiben und auch nicht dagegen. Sie fragte mehr wie ich mich fühle wie meine reaktion war als ich festgestellt was ich für richtig halte und welche fragen ich habe als ich ihr versicherte das ich mir sicher bin abzutreiben sagte sich auch nichts dagegen und erklärte mir wie ein abbruch abläuft

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war nie in Beratungsgespräch, will trotzdem eine Stimme und Meinung abgeben

Ich finde die Frage sehr interessant und für den ein oder anderen sicherlich hilfreich. Bin auf die Antworten gespannt.

Davon abgesehen hoffe ich, dass solche Beratungsstellen möglichst neutral über die Möglichkeiten die es gibt beraten. Ohne jemanden in eine bestimmte Richtung zu drängen.

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Meine 'Beraterin' hatte völlig eine ander klatsche gehabt.

Ich dachte mir, sie redet von pro und kontra aber das war eine dame die gleich angefangen hat über Mutter kind heim und bla bla bla, sie hat mich nicht mal ausreden lassen. Und nur ihr zeug geredet. Bis ich zu ihr gesagt habe das ich mir nicht sicher sei wie ich mich entscheide. Darauf hin hat sich an unserem gespräch nicht viel geändert, sie hat fragen gestellt von haben sie geld sorgen, haben ihre eltern damit ein problem sie hat halt alles nachgefragt was für mich nicht mal so wirklich was mit einer entscheidung feststellt.

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Kommentar von carn112004
15.02.2017, 16:15

Erstaunlich, dass sie an der einfachen Frage, warum du einen Abbruch erwägst, scheiterte.

Sogar als überhaupt nicht einfühlsamer Mann wäre das meine erste Frage, denn es ist doch klar, die eine hat die einen Gründe, die andere die anderen, und wenn man irgendwie beraten will, sollte man das ja erstmal näher wissen.

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