wurden leute im mittelalter wirklich so extrem zu falschen geständnisen "gezwungen"?

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33 Antworten

Die Menschen damals konnten sich freie Meinungen kaum leisten. Sie waren oft noch Leibeigene und sehr gläubig. Folglich auch sehr von einem Leben nach dem Tode überzeugt und bedacht, ihr Seelenheil zu retten. Aufsprechen gegen die Kirche und Obrigkeit hätte das alles gefährdet.

Unter solchen Umständen wird niemand auch nur ein Jota unternehmen. Und natürlich gibt (fast) jeder Mensch unter Qualen Dinge zu, die er niemals getan hat....auch heute noch :-((

Hallo, Notschenien2011. Es war in der Tat so und es ging aber gar nicht so sehr um das Geständnis sondern eher um Ausrottung uralten Wissens, das vor allem Kräuterfrauen alias Hexen besaßen, denn sie waren in der Lage unerwünschte Kinder gar nicht erst geboren werden zu lassen während die Kirche natürlich nichts lieber als neue Schäflein wollte. Zudem hatte es auch echt mit Geld / Vermögen zu tun, denn das des/ der Angeklagten sowie dessen Familie ging in den Besitz auch der K. über. Auch war es eine prima Gelegenheit sich eines ungeliebten Mitbürgers zu entledigen, denn der Inquisitor/ Hexenkommissar kam ganz schnell nach Ruf - grins, denn er erhielt auch seinen Teil vom Habe. Kritik an dieser Praxis konnte schnell dazu führen, dass man sich selbst in der Rolle des Angeklagten sah, von denen viele eben lieber Sachen gestanden, die sie nicht taten, als noch länger der Pein ausgesetzt zu sein, wenn es im Anschluß auch den Tod durch Verbrennen, Ersäufen oder Erwürgen bedeutete - lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende, lG.

Notschenien2011 13.07.2011, 23:36

das ist alles so extrem hart und schrecklich kaum zu glauben sowas........das menschen so eiskalt sein können....... JEDER aber auch JEDER anderen "organisation" wären nach solchen schrecklichen geschehnischen bzw taten irgendwann denn garr ausgemacht worden wieso mann immer noch vor der kriche und anderen religiösen organisationen so kuschen muss werde ich NIEMALS verstehen können!

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aufgeregt 14.07.2011, 12:03
@Notschenien2011

Es war nicht die Religion, die diese Taten verübte sondern die damalige Kirche (Bischöfe, Priester, Kardinäle) und Lokale Mächte (Burgherren, Fürsten, Herzoge, Könige) sowie alle, die versuchten in der Gunst dieser Leute aufzusteigen. Oft ging dies nur durch Heuchelei, Intrige und List und so wurden massenweise Leute verraten, belogen hintergangen und im Endeffekt oft auch gefoltert und getötet.

Wenn du allerdings denkst es wäre heute vorbei mit solchen Praktiken dann irrst du dich gewaltig. In vielen asiatischen und afrikanischen Ländern herrschen ähnliche Zustände.

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Nun die Modernen Methoden sind sicherlich etwas subtiler. ABer das stimmt schon. Es war eine wirklich finstere Zeit. Und das alles meist unter dem Deckmantel der Inquisition. DIe Kirche hatte auch Ihre dunklen zeiten... Wenn Du ihn noch nicht gesehen hast, schau dir mal den Film "Der Name der Rose" an. Der Fängt die Stimmung derart gut und authentisch ein.

Andere Zeiten und andere Macht verhältnisse. Die Kirche war der Machthaber und hatte immer Recht. macht, Macht und nochmal Macht zählt. Macht hat die Macht über Hunger oder Tod. Nur mal so zur Einführung.

Die Aufklärung kam ja erst viel später. Denken war erst ab da erlaubt. Die angst sank dann auch mit der Demokratie und das Denken wurde gelehrt.

Menschen im Mittelalter kannten pauschalisiert gesagt nur die Grundbedürfnisse - Nahrung, Kleidung, Unterkunft - und für die sorgte irgendein Machthaber in Form von Kirche oder Lehensherrn.

Folter war wirklich gräßlich - einziges Ziel war die widersacher loszuwerden, egal ob der die Wahrheit oder was Falsces sagt.

Natürlich haben auch Menschen damals sich aufgelehnt, es gab Bauernaufstände, heldenhafte Outlaws (siehe die Legende von Robin the Hood.... ;-) ) etc.pp.

Nur: damals wie heute war das der Macht meist ziemlich egal, starben halt ein paar mehr. Und damals wie heute war der Klerus auf der Seite der Mächtigen - und wer will sich schon "gottgewollter" Gewalt entgegensetzen und dabei noch sein kostbares Seelenheil aufs Spiel setzen... gelle? Das spielte damals eine noch wesentlich stärkere Rolle als heute...

Andererseits: man bedenke, daß wir teilweise "das Mittelalter" (womit die meisten Leute das Hoch- oder Spätmittelalter meinen, war schließlich bissl mehr als ein Jahrzehnt...) in weiten Teilen gar nicht so genau kennen, und viele der Vorurteile und Gräuelgeschichten einerseits, Verherrlichungen und Romantisierungen andererseits, aus späteren Perioden stammen, die ihre eigenen Phantasien aufs arme Mittelalter projezierten, ähnlich wie wir es heute auch noch tun...

LANGHAARDACKEL 13.07.2011, 23:43

ja ja ja . es giebt schriftliche zeugnisse, daß pfaffen,wenn sie erwischt wurden 'unzucht' mit ihrer haushälterin zu treiben behauptet haben, sie währen mit teuflischen mitteln verhext worden u. die frauen wurden fürchterlich gefoltert, bis sie gestanden mit dem teufel im bun de den 'armen pfarrer'verführt zu haben und dann wurden sie verbrannt. wiederstand eine angestellte des pfarrers der zudringlichkeit des pfaffen,wurde sie aus rache angezeigt, gefoltert u. dann nach unter fürchterlichen foltern erzwungenen geständnissen ebenfals verbrannt. währe es heute noch möglich, die ankläger der mißbräuche in der katholischen kirche zu verbrennen, würden die es heute noch tun.

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Die Menschen damals waren schon recht erfindungsreich, was die Folterarten anbelangt. Die Gepeinigten gaben irgendwann alles zu, nur um diesen Qualen zu entgehen. Dem System entkommen konnten sie eh nicht mehr. So war ein schneller Tod durch Enthauptung z.B. die bessere Alternative als tage- oder wochenlang zu Tode gequält zu werden. Wer sollte an diesem System Kritik üben? Der Einzelne wurde mundtot gemacht und erlitt das gleiche Schicksal wie die Menschen, für die er eintreten wollte. Eine globale Vernetzung, wie es heute üblich ist, gab es damals noch nicht. Das weiß heute jeder. Anwälte, die sich aus Furcht vor diesem System meistens systemnah verhielten, konnte sich Bauer Lindemann oder angebliche Hexe soundso eh nicht leisten. Es war meist sowieso ein rechtsfreier Raum. Nur Leute in einer höheren, einflußreichen gesellschaftlichen Position konnten ihren Einfluß gegen Mißstände solcher Art geltend machen. Aber auch vor denen wurde kein Halt gemacht. Beispiele gibt es mehr als genug.

Meistens ja..der Tod war für viele besser als die folter..viele konnten die schmerzen nicht mehr aushalten un legten ein falsches geständnis ab..in vielen fällen wurde nicht mal ein prozesss gemacht..

Im Mittelalter war alles schrecklich, schlechte Hygiene, Hunger, Krankheiten, Folter, Hexenverbrennung, Kinder wurden lebendig aufgespießt usw. Ich würde sagen dass zwischen der Antike und dem Mittelalter die meisten Hirnzellen bei den Leuten abgestorben sind.

Ja, das war so, und das bekannteste Beispiel dürften wohl die Hexenverfolgungen gewesen sein, und da reichten rote Haare bereits vollkommen aus um Frauen auf grausigste zu quälen und letztlich zu töten obwohl sie stattdessen viel eher die ersten praktizierenden Homöopathinnen waren.

du hast es eigentlich schon beantwortet: die wenigen menschen die eingesehen haben das die kirche nicht immer recht hat, haben sich entweder nicht getraut was zu sage oder wurden selbst gefoltert / diskommuniziert ( was damals auch schon fast den tod bedeutete ) oder getötet. was meinst du wrum guantanamo so umstritten ist? weil menschen ab einem gewissen maß an schmerzen alles sagen damit diese aufhören, egal ob sie bond heißen oder irgend ein anderer filmheld sind...

doch.Martin Luther hat das gemacht.er hat sich gegen die katholische Kirche gewendet, weil er bemerkt hat, was das für eine kriminelle Machenschaft dort ist.Und ja es stimmt, die Menschen wurden bis aufs härteste gefoltet.und egal wie es ausgegangen wär, am ende ist man immer gestorben.entweder man weigert, dass man schuldig ist, dann erleidet man irgendwann den schmerzen, oder man gesteht es und man wird auf extrem grässlige art umgebracht(haut abgezogen, zerstückelt, verbrannt...)

Hast Du schon einmal was von Inquisition gehört? Das Thema ist viel zu weitreichend für dieses Forum hier. Mit gesundem Menschenverstand hatte das nichts zu tun. Sondern nur mit Macht und Angst, vor Leuten, die sich nicht durch den Glauben kleinhalten lassen wollten.

Auf welchem Planeten lebst Du denn eigentlich. Natürlich war das so, lies mal Geschichtsbücher, entschuldige, in Deinem Fall wahrscheinlich Wikipedia. Wenn Du politische Nachrichten über bestimmte Länder in den Zeitungen verfolgst, dann erkennst Du, das sich bis heute nichts geändert hat. Aber wahrscheinlich bist Du ja noch in der Grundschule!

Notschenien2011 13.07.2011, 23:11

du machst dich extrem peinlich! ich weiss das das so war! die frage war EHER wieso damals NIEMAND diese vorgehensweise kritisiert hat ich meine jedes kind mit nem halben gehirn wäre doch immer noch klug genug um zu wissen das mit dieser vorgehensweise viele unschuldige hingerichtet werden und zu falschen geständnisen gezwungen werden......also warum hat das niemand angezweifelt damals?

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allesundnichts 13.07.2011, 23:16
@Notschenien2011

Fast niemand konnte lesen, das Lesen der Bibel war auch verboten, also hat jeder dass geglaubt was der Pfarrer, Bischof wer auch immer gepredigt hat. So auch die Aufforderung zum Kreuzzug von Papst Urban II. Anno 1095

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florabella 13.07.2011, 23:45
@Notschenien2011

Weil die Menschen auch damals nicht klüger waren als heute. Und heute können die Leute lesen, fernsehen und sich ihre eigene Meinung bilden. Du bist peinlich mit Deinem Gequatsche!

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Notschenien2011 13.07.2011, 23:54
@florabella

ich bin nicht peinlich du bist peinlich mit deinen kindischen provokationen entweder antwortest du wie ein anständiger erwachsener oder lasst es sein auf solche kindlichen provokationen hab ich keine lust bin aus dem alter heraus!

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nun nach so einer Folter hättest du deine Schwiegermutter verpfiffen! ääh wo kann man sich Foltern lassen ?

Leider war es damals noch oft so, dass es nur wenige Menschen gab, die Macht hatten. Rechte gab es auch nocht nicht so viele. Und die Mehrheit der Menschen waren Bauern und die mussten ums Überleben kämpfen, da hatten die andere Sorgen. Wenn die sich beschwert hätten, dann wären die doch garantiert die nächsten gewesen.

Ja, sie wurden teilweise zu Tode gefoltert und ich bin immer wieder erstaunt, dass die Menschen zwar gerne die Kirche kritisieren aber die verbrecherische Justiz und ihre Auswüchse nie!

hanco 13.07.2011, 23:05

Als ob die Kirche in diesem Zusammenhang eine Ausnahme machen würde - sieh Inquisition. Die war schließlich im Auftrag der Kirche!

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Laredo 13.07.2011, 23:15
@hanco

Wer hat gesagt, dass die Kirche eine Ausnahme macht? Arbeitest du bei der Justiz? Na dann wäre alles klar!

Beide gehören in den gleichen Sack!

Du solltest dir abgewöhnen, Dinge zwischen den Zeilen lesen zu wollen, die da nicht drin stehen und wenn du Kirchenkritiker aus Überzeugung bist, dann kann man dich ohnenhin nicht wirklich ernst nehmen.

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es war so, entweder du hast es zugegebn oder wurdest zu tode gefoltert

Ich hab mir mit dem Thema auch mal befasst. Es stimmt, dass sie so heftig gefoltert wurden, bis sie Dinge zugegeben haben, welche sie nie gemacht haben. Beschäftige dich mal mit den Methoden und guck dir evtl. auch Videos darüber an, die aufklären, dann kannst du dir vorstellen, was du an deren Stelle getan hättest. Nämliches alles gestanden, was sie verlangt haben, nur, damit es endlich aufhört! Gefoltert wird auch heute noch.

vlg.

crazykitty1990 13.07.2011, 23:13

Früher wurden übrigens auch lebende Kinder in Burgen eingemauert. Warum? Es hieß, dass es Glück bringen soll! Ein Beispiel ist "Das eingemauerte Kind von Burg Reichenfels" - einfach mal danach googlen.^^ Auch hier bei uns im Schloss hat man wohl eine lebende Frau eingemauert.

vlg.

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Franky08 13.07.2011, 23:17
@crazykitty1990

schaurig :-/ Aber ist etwas dran ? Hab`s nämlich nur bei Scarywiki gefunden. Hat man so ein Skellet gefunden oder so ?

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ja war so..u.a. die Zeit der Hexenverbrennungen/Hexenverfolgungen..Da wurden total abstruse Dinge mit den Beschuldigten gemacht, um zu schauen, ob sie wirklich Hexen sind. Gefesselt und ins Wasser geworfen, wenn sie sich befreien konnten (als ob^^), dann waren es Hexen, die sofort verbrannt wurden. Oder gefesselt und von einer Klippe geworfen, wenn sie sich retten konnten (als ob^^), dann waren es Hexen, die gleich verbrannt wurden. Gab bestimmt noch andere solcher Dinge..

Also ich habe ein Buch ueber die hexenverbrennung gelesen. Es heisst die Hexe von Freiburg in dem ca 30 Seiten nur geschildert wird wie sie gefoltert wird und zu falschen gestaendnissen gezwungen wird. wenn dich das interessiert empfehle ich dir das zu lesen es ist ein roman aber es ist gut geschrieben und beruht zum teil auf einer wahren begebenheit und die foltermethoden sind auf jeden Fall echt.

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