wurde religion nur erfunden damit man die menschen besser kontrollieren kann?

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19 Antworten

Du musst bedenken, dass Religion wie Sprache nicht von einem einzelnen "erfunden" wurde, sondern praktisch in Gruppen praktiziert und definiert wurde, und über die Jahrhunderte auch immer wieder verändert und angepasst wurde.

Ich würde schätzen, dass Religion ein tiefes menschliches Bedürfnis ist. Vielleicht hat nicht jeder einzelne Mensch dieses Bedürfnis nach "Transzendentalem", das in der Religion auch vermittelt wird, aber mit jeder Gruppe oder Gesellschaft geht irgend eine Form von gemeinsamen Werten, Ideologie, Religion einher.

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Vielleicht ist dies noch mal ein anderer Blickwinkel:

"»Das Verlangen nach Gott ist dem Menschen ins
Herz geschrieben,

denn der Mensch ist von Gott und für Gott erschaffen.

Gott hört nie auf, ihn an sich zu ziehen.

Nur in Gott wird der Mensch die Wahrheit und das Glück
finden,

wonach er unablässig sucht«.

Eine solche Aussage, die auch heute in vielen
Kulturkreisen völlig annehmbar, ja beinahe selbstverständlich
wirkt, könnte im säkularisierten westlichen Kulturkreis dagegen als
Provokation erscheinen, denn viele unserer Zeitgenossen könnten
einwenden, daß sie überhaupt kein solches Verlangen nach Gott
spüren. Für große Teile der Gesellschaft ist er nicht mehr der
Erwartete, der Herbeigesehnte, sondern vielmehr eine Wirklichkeit,
der man gleichgültig gegenübersteht, die es nicht einmal der Mühe
wert ist, sich dazu zu äußern.

In Wirklichkeit ist das, was wir als »Verlangen nach
Gott« bezeichnet haben, nicht völlig verschwunden, sondern es
taucht auch heute in vielerlei Weise im Herzen des Menschen auf. Das
menschliche Verlangen ist stets auf bestimmte konkrete Güter
ausgerichtet, die oft alles andere als geistlich sind, und dennoch
steht der Mensch vor der Frage, was wirklich »das« Gute ist, und
muß sich also mit etwas auseinandersetzen, das etwas anderes ist als
er selbst, das er nicht selbst herstellen kann, sondern zu erkennen
aufgefordert ist.

Durch die Liebe erfahren Mann und Frau die Größe und
die Schönheit des Lebens und der Wirklichkeit. Wenn das, was wir
erfahren, nicht einfach nur eine Illusion ist, wenn ich wirklich das
Wohl des anderen will – auch als Weg zu meinem eigenen Wohl –,
dann muß ich bereit sein, selbst aus dem Mittelpunkt herauszutreten.

Die anfängliche Ekstase wird so zum Pilgerweg, zum
»ständigen Weg aus dem in sich verschlossenen Ich zur Freigabe des
Ich, zur Hingabe und so gerade zur Selbstfindung, ja, zur Findung
Gottes«. Denn nicht einmal die geliebte Person kann das Verlangen
stillen, das im menschlichen Herzen wohnt, sondern je authentischer
die Liebe zum anderen ist, desto mehr wirft sie die Frage über ihren
Ursprung und ihre Bestimmung auf, über ihre Möglichkeit, auf immer
zu währen.

Die menschliche Erfahrung der Liebe hat also eine
Dynamik in sich, die über sich selbst hinausweist, sie ist die
Erfahrung von etwas Gutem, das den Menschen aus sich selbst
herausgehen läßt und ihn dem Geheimnis gegenüberstellt, das die
gesamte Existenz umgibt.

Ähnliche Überlegungen könnte man auch in bezug auf
andere menschliche Erfahrungen anstellen, wie die Freundschaft, die
Erfahrung des Schönen, die Liebe zur Erkenntnis: Alles Gute, das der
Mensch erfährt, strebt auf das Geheimnis zu, das den Menschen selbst
umgibt; jedes Verlangen des menschlichen Herzens ist Widerhall eines
Grundverlangens, das nie völlig gestillt ist. Natürlich kann man
von diesem tiefen Verlangen, das auch etwas Rätselhaftes in sich
birgt, nicht unmittelbar zum Glauben gelangen.

Der Mensch weiß letztlich wohl, was ihn nicht satt
macht, aber er kann sich nicht vorstellen oder beschreiben, was ihn
jenes Glück erfahren ließe, nach dem sein Herz sich sehnt. Man kann
Gott nicht kennenlernen, wenn man nur vom Verlangen des Menschen
ausgeht. Unter diesem Gesichtspunkt bleibt das Geheimnis: Der Mensch
sucht nach dem Absoluten, als Suchender macht er kleine und unsichere
Schritte.

Dennoch ist bereits die Erfahrung des Verlangens sehr
bedeutsam. Es zeigt uns, daß der Mensch ein zutiefst religiöses
Wesen ist. Wir können mit Pascals Worten sagen, daß »der Mensch
unendlich den Menschen übersteigt«." (Papst Benedikt XVI.)

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Religionen werden nicht erfunden - es drängt sehr weise Menschen dazu ihre Erkenntnisse anderen zugänglich zu machen damit auch sie den richtigen Weg durch das Leben finden.

Erst wenn eine Vielzahl erkannt hat wie segensreich diese Wegbeschreibung ist kommen andere Menschen und benutzen den sich ausbreitenden Glauben um mächtig zu werden / die erreichte Macht zu vergrössern. Dafür sichern sie meist den auserwählten Fürsprechern Privilegien zu und rekrutieren so weise / eigennützige Helfer. Sollte diese Methode nicht ausreichend wirken werden Widerspenztige mit Gewalt auf Linie gebracht.

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Was ist Freiheit?

Die eigentliche Freiheit

ist mächtig.

Sie hat die Kraft,

zu tun, was sie eigentlich
will.

Der Mensch ist gut
geschaffen.

Was der Mensch eigentlich
will,

ist darum das Gute.

Wer es schafft,

sein Handeln am Guten zu
orientieren,

der ist wirklich frei.

Gott will den Menschen nicht
einengen.

Das wäre ein falsches
Gottesbild.

Im Gegenteil,

Gott will den Menschen frei
machen.

Wer ist freier:

Derjenige, der in ein Casino
gehen darf

und dort sein gesamtes
Monatsgehalt verspielt;

oder derjenige,

der innerlich frei von
Spielsucht ist

und über sein Monatsgehalt
vernünftig verfügen kann?

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Das ist ein interessantes Thema über das auch viel geforscht wird. Sicher kann man nur sagen, dass Religion keine bewusste Erfindung ist sondern sich über Jahrtausende entwickelt hat. 

Es gibt verschiedene Theorien, warum Menschen an Götter glauben. Forscher konzentrieren sich auf den selektiven Vorteil den der Glaube an einen Gott für den Menschen haben muss, denn sonst wäre er nicht entstanden.

Theorien existieren über "Religion als Stressreduktion" bis hin zu "Religion als Nebenprodukt einer eigentlich nützlichen psychischen Eigenschaft"

Wie gesagt interessentes Thema für den, den es interessiert. Empfehlen kann ich "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins als überblick über den Forschungsstand zu  dem Thema 

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Zum Teil wird es dazu ausgenutzt aber der Grundgedanke war sicherlich ein anderer. 

Wenn du dir die Entsteheungzeit ansiehst und siehst was damals jeweil immer passiert ist, dann merkst du das es immer größere Kriesen gab und die Religion wie eine MikroRevolution den Menschen Hoffnung geben konnte, sodass die Menschen sich weiterentwickeln konnten. 

Es gibt aber nicht nur schlechte Religionen wie das Christentum den Islam oder das Judentum. Es gibt auch richtige Religionen, die einem nicht permanent auf den Wecker gehen und einen einfach in Ruhe lassen: https://de.wikipedia.org/wiki/Buddhismus

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Kommentar von comhb3mpqy
02.04.2016, 17:51

was finden Sie denn am Christentum schlecht?

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Kommentar von hyp3rbolicus
02.04.2016, 22:05

Natürlich war der satz eine überspitzte Darstellung und sollte durch die Dreistigkeit der wertung als Witz aufgewasst werden ;) Aber tatsächlich stören mich einige Dinge am Christentum, dabei meine ich weniger die Inhalte über die Welt und deren Entstehung und die Geschichte Jesus usw. Tangiert mich kaum eher die Umsetzung durch die Kirche und der Einfluss(eben meist negativ ) dieser in der Geschichte als auch heute

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Kommentar von hyp3rbolicus
04.04.2016, 01:20

Ich akzeptiere dass viele daran glauben und kann es teilweise nachvollziehen, jedoch ist es nicht meins

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Ich sage Ja. Aber das ist Glaubenssache. 

Für Gläubige gibt es überall Beweise für das göttliche Wirken, für "Ungläubige" ist das alles quatsch. Wer Zeichen sucht wird sie auch finden. Der eine sieht Gottes wirken bei der Geburt eines Kindes, der andere sieht nur eine Geburt und versucht es wissenschaftlich zu erklären. 

Zählt der Glaube an die Wissenschaft auch als Religion? 

Diese ganzen Glaubenskriege können doch unmöglich der Wille irgendwelcher Götter sein...

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Kommentar von comhb3mpqy
02.04.2016, 18:18

viele von Jesus Jüngern sind verfolgt worden, welches Interesse sollten sie gehabt haben, die Religion zu erfinden? Und wen sollen sie Ihrer Meinung nach kontrolliert haben?

Und ja, ich habe Argumente/Gründe, warum ich an Gott glaube. Wenn es Sie interessiert, was ich für Argumente habe, dann können Sie ja mal auf mein Profil gehen, da findet man welche.

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Es gibt viele Religionen, die als Macht- und Kontrollwerkzeug missbraucht werden. Aber ob sie ursprünglich speziell dafür "erfunden" wurden, glaube ich nicht bzw. will ich nicht glauben. Außerdem gibts so viele Religionen, Untergruppierungen und Sekten, da kann man so eine Frage nicht pauschal für alle beantworten.

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Mahatma Gandhi "Gott hat keine Religion."

Gott hat den Menschen10 Gebote gegeben, die reichen für das Paradies.

Die Religionen haben aus den10 Geboten über 1000 Verbote gemacht und haben dasselbe Ziel, die Leichtgläubigen zu unterjochen, die eigene Macht einzementieren und um ein möglichst schönes Leben an der Spitze führen.

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Meiner meinung nach ja. und es macht mich krank menschen zuzusehen wie sie sachen kommentieren wie: Allah wird dich richten und Allah wird dich noch bestrafen ;) ;) ;) mit ganz vielen Zwinkersmileys. Diese menschen sind TOTAL überzeugt davon das es einen Gott gibt. da könnte man glatt glauben das die auch fressen würden das die erde eine Scheibe ist wenn man es ihnen sagen würde. Religion ist nur für Krieg und Konflikte gut, mehr nicht

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Kommentar von energiefisch
31.03.2016, 02:17

Sie sind ja auch fest davon überzeugt, dass die Erde der einzige Planet mit Lebewesen sei, das wäre sehr traurig. 

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Unwahrscheinlich, wenn du 5 mal den schwarzen Zong anbetest und immer das exakte Gegenteil von dem passiert, was du dir wünscht, wirst du dir das 6 mal richtig gut überlegen.

Menschen tuen das, was funktioniert.

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Nein. Viele von Jesus Jünger sind verfolgt und getötet worden, welches Interesse sollten sie haben jemanden zu kontrollieren?
Ich bin Christ und glaube, dass es Gott wirklich gibt. Ich habe Gründe/Argument, warum ich an Gott glaube. Wenn Du oder jemand anderes die Argumente wissen möchte, dann kann man auf meinem Profil sich ja mal ein paar meiner amderen Antworten ansehen, da findet man Argument. Man kann mich nach meinen Argumenten aber auch hier fragen, wenn man will.

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Kommentar von comhb3mpqy
31.03.2016, 10:28

es sollte Argumente heißen...

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Nein, Religionen wurden auch nicht erfunden. Sie haben sich aus dem Bedürfnis nach Erkenntnis entwickelt.

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Kommentar von wikteo
31.03.2016, 02:20

Also auch die Pastafaris ??

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Jop. Erkennt man immer wieder an solchen Auszügen, wie der in dem Jesus sagt, man soll sein Geld abgeben, denn reiche Leute können nicht ins Paradies kommen. 

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Kommentar von Bharidi
31.03.2016, 02:53

Da steht aber nicht, an wen man das Geld abgeben soll. Von daher könnte es auch als Wegweiser verstanden werden und nicht als Kontrolle. Reichtum macht auf Dauer nicht glücklich, führt also nicht ins Paradis (Glücks- und Lebensgefühl), also teilt man besser sein Geld oder verbuddelt es im Sand.

Ist aber alles immer Auslegungssache, was so in den heiligen Schriften geschrieben steht. Bibel, Koran, usw. da findet man immer genug Spielraum für verschiedene Interpretationen.

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Religion wurde nicht "erfunden". Religion ist einfach entstanden als Menschen sich versucht haben etwas zu erklären was sie nicht verstehen können

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Kommentar von FrittenFritz31
31.03.2016, 02:17

und genau das ist es ja. das ist für die menschen die sich nicht dafür interessieren wie manche dinge zustande kommen. WIe ist die welt entstanden? TJA wird wohl Gott gewesen sein.

Zum beispiel: ein gläubiger ist in einen Autounfall verwickelt aus dem er heil rauskommt. und wer hat ihn natürlich gerettet? GOTT WER DENN SONST. da kann man sich nur an den kopf fassen. SEHR OFT

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Kommentar von comhb3mpqy
31.03.2016, 10:12

auch in der heutigen Zeit gibt es Gründe, um gläubig zu sein. Es gibt die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist. Wenn ein Mensch von der katholischen Kirche heilig gesprochen werden soll und es die Bedingung gibt, dass ein Wunder passiert sein muss, dann wird das von Ärzten untersucht. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

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auf jeden Fall das fliegende Spagetti Monster

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sicher

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Wenn du den Glauben meinst nein.

Wenn du die Kirche meinst ja.

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Zumindest wurde die "Weltreligion" durch Einfluss des "Gottes dieser Welt" (Offb.12,9) "erfunden", damit der Kaiser  Konstantin sein Volk besser regieren konnten (Konzil zu Nicea, 325 n.Chr.).

Unser ewige Vater erwartet von "Seinem Volk", dass es "Ihm" glaubt (Jes.45,22), denn Sein Wort ist Wahrheit (Joh.17,17).

Bei Ihm ist das keine "Kontrolle" sondern "Liebe", weil Er nicht möchte, dass auch nur einer verloren gehe (2.Petr.3,9) sondern "Alle" in Sein Reich kommen (1.Joh.4,16).

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