Wurde man im 2. Weltkrieg sofort erschossen, wenn man sich geweigert hat, am Krieg teilzunehmen?

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6 Antworten

Als Strafvorschriften gegen Kriegsdienstverweigerer wurden vor dem Krieg die Paragraphen 69 - 78 Militärstrafgesetzbuch geltend gemacht...Die Strafzumesdung für Fahnflucht (wie es hieß) findet sich im Paragraph 70 MStGB und sieht eine Gefängnisstrafe von 6 Mon. - 2 Jahren für Fahnenflüchtige vor.Im Wiederholungsfall sind Zuchthausstrafen von 5 - 10 Jahren möglich gewesen.Im Gegensstz zum Kriegssonderstrafrecht vom 26.Aug 1939 - (Tritt am Tag der Mobilmachung in Kraft)...ändert sich die Lage entscheidend - ab da gibt es den neu eingeführten Strafbestand der "Wehrkraftzersetzung"   nach Paragraph 5 KSSVO...ab da war dann auch die Todesstrafe vorgesehen die aber oft nur bei Bibelforschern(ähnlich den Zeugen Jehovas) und Zeugen Jehovas sofort verhängt wurde...wegen der Öffentlichen Propagandistischen Wirkung die diese beiden Gruppen damit meistens bezweckten und betrieben...sonst gab es meistens eine Frontbewährung oder im Falle eines Wiederrufs Gefängnis oder Zuchthausstrafen...Die bei weitem größte Gruppe der Verweigerer waren Zeugen Jehovas...Dann gab es nach dem ersten Weltkrieg noch eine Pazifisten vereinigung für die oft Zuchthaus  oder Frontbewährung verhängt wurden

 

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Als Strafvorschriften gegen Kriegsdienstverweigerer wurden vor dem Krieg die Paragraphen 69 - 78 Militärstrafgesetzbuch geltend gemacht...Die Strafzumesdung für Fahnflucht (wie es hieß) findet sich im Paragraph 70 MStGB und sieht eine Gefängnisstrafe von 6 Mon. - 2 Jahren für Fahnenflüchtige vor.Im Wiederholungsfall sind Zuchthausstrafen von 5 - 10 Jahren möglich gewesen.Im Gegensstz zum Kriegssonderstrafrecht vom 26.Aug 1939 - (Tritt am Tag der Mobilmachung in Kraft)...ändert sich die Lage entscheidend - ab da gibt es den neu eingeführten Strafbestand der "Wehrkraftzersetzung"   nach Paragraph 5 KSSVO...ab da war dann auch die Todesstrafe vorgesehen die aber oft nur bei Bibelforschern(ähnlich den Zeugen Jehovas) und Zeugen Jehovas sofort verhängt wurde...wegen der Öffentlichen Propagandistischen Wirkung die diese beiden Gruppen damit meistens bezweckten und betrieben...sonst gab es meistens eine Frontbewährung oder im Falle eines Wiederrufs Gefängnis oder Zuchthausstrafen...Die bei weitem größte Gruppe der Verweigerer waren Zeugen Jehovas...Dann gab es nach dem ersten Weltkrieg noch eine Pazifistenvereinigung für die oft Zuchthaus  oder Frontbewährung verhängt wurden

 

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Mein Vater ist Ende des Krieges noch einberufen worden. Erst hat ihn sein Lehrherr unabkömmlich geschrieben, dann hat ein Arzt ihn krank geschrieben und am Schluss musste er doch noch untertauchen.

Die SS hat ihn verfolgt, er wurde zum Glück aber nicht gefunden.

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Kommentar von Misanthrop81
19.02.2017, 12:53

Die SS hat ihn bestimmt nicht gesucht...Am Wahrscheinlichsten war das ihn genau wie heute die Feldjäger gesucht haben - sogenannte Kettenhunde (wegen des großen Metallschildes am Hals) oder die ganz normalen Heimats Polizei...was sollte die SS denn da..

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Es gibt eine Dokumentation zum Thema Deserteure. Der Titel lautet: "Da war der Tod sicher". Ich glaube das sagt alles. Voraussetzung war natürlich, dass man erwischt/gefunden wurde.

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Teilgenommen haben alle, mehr oder weniger Freiwillig...

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Ja, das war dann schon übel... da wurde nicht lange gefragt.

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