Wurde in den USA die Wahl manipuliert?

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14 Antworten

Man hätte schon lange das Wahlmänner-System abschaffen sollten. Schließlich müssen heute keine Wahlmänner mehr per Pferdekutsche zur Abstimmung reisen.

Nach ausgezählten Stimmen hätte Frau Clinton gewonnen. Man nennt das "Popular Vote".

Interessant, dass auch Donald Trump sich für das System Popular Vote ausspricht:
"Während des Wahlkampfes hatte Trump mehrfach gesagt, dass er kein Fan des Wahlmännersystems ist. Bei einem Pressetermin am Dienstag hatte er dies nun noch einmal betont. „Ich würde die Popular Vote vorziehen“, sagte er der „New York Times“. Dann wäre die Wahl allerdings längst entschieden. Auch offiziell."

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suziesext10 23.11.2016, 14:51

manche schreiben aber, hätte es das Wahlmännersystem nicht gegeben, dann wäre eben viele, grad auch die Trumpwähler, eben nicht zuhause geblieben, wie zb in der Westküste, sondern auch zur Wahl gegangen, weil sie sich dann Chancen ausgerechnet hätten. Weiß aber nicht, ob an dem Gedanken was dran ist.

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Laut einigen ,,Experten'' seien in Pennsylvania (20), Wisconsin (10) und Michigan (15 Wahlmännerstimmen) einige Unstimmigkeiten entdeckt worden.

Der Verlierer der Wahl in den USA entdeckt IMMER Unstimmigkeiten. Nach jeder einzelnen Wahl. Nicht ohne Grund sind seit knapp 20 Jahren OSZE-Wahlbeobachter in den USA unterwegs. 

Kommt es jetzt zu Anfechtung oder nicht?

Bei der Wahl Bush - Al Gore wurde tatsächlich nachweislich betrogen. Bush gewann nur wegen dieses Betrugs (an dem übrigens sein Bruder, damals Senator im Bundesstaat Florida, wo der Betrug geschah, maßgeblich federführend beteiligt war). 

Trotzdem bremste das Gericht die Klage unvermittelt aus: "Das Amt des Präsidenten ist zu wichtig, um es durch solche Klagen zu beschädigen.", hieß es damals so ungefähr. 

Es ist also nicht davon auszugehen, dass, selbst wenn die Republikaner (mal wieder) betrogen haben sollten, sich irgendwas am Ergebnis ändern wird.

Das gilt übrigens umso mehr, als eine solche Änderung das Land wohl in einen Bürgerkrieg, zumindest aber in vehemente Protestwellen, stürzen würde...

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Im Übrigen finde ich es überaus spannend:

  • Frau Clinton unterstellte Herrn Trump, dass er nach seiner Wahl-Niederlage nicht das bisschen Rest-Ehre im Leib haben werde, ihr zum grandiosen Sieg zu gratulieren, wie es der Anstand und die Tradition gebiete.

Doch dann war es Frau Clinton, die genau das versäumte und erst verspätet nachholte: Nicht Trump, sondern Clinton brach die Tradition.

  • Dann waren es die Medien im Chor mit Frau Clinton, die über Herrn Trumps Ankündigung, im Falle eines Wahlverlusts den Rechtsweg der Anfechtung zu gehen, herzogen. "Sehr her! Jetzt schon ein schlechter Verlierer." hieß es seinerzeit.

Und nun überschlagen sich die "Experten" darin, zu betonen, dass die Anfechtung doch ein "rechtlich erlaubter" Weg sei und man ihn durchaus in Betracht ziehen sollte...

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Und das Spannendste überhaupt: Je weiter rechts das Medium, desto stärker ist es auf Clinton fokussiert. Ich gebe zu, ich bin verwirrt: War Clinton nicht "Demokratin", also, so behaupten dieselben Medien ja allzu gern, das SPD-Äquivalent in den USA? 

Ob es da wohl einen tieferen Grund geben mag, wenn NATO, Transatlantisches Bündnis und - ganz besonders - konservative Medien in Deutschland so vehement hinter Clinton stehen und Trump geradezu verteufeln? 

Ich meine, Trump ist der Inbegriff des "liberalen Kapitalismus", wie ihn unsere Konservativen und Liberalen immer wieder und wieder als - im wahrsten Sinne des Wortes - "vorbildlich" hervorhoben: Selbstbereicherung ohne jede Grenze. Umgehung des Staates, wo immer es geht. Steuern sparen, Verträge nur notgedrungen erfüllen, wenn es ums Geld geht. ... all das ist doch genau das, wofür WELT & Co. permanent die Propaganda-Mühlen laufen lassen... Und dann wenden sie sich gegen ihn? 

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earnest 23.11.2016, 16:24

Hinweis:

Frau Clinton hat eine überaus stilvolle "concession speech" gehalten, in der sie Trump gratulierte, ihm eine glückliche Hand wünschte und die U.S-Amerikaner zur Einigkeit aufrief.

Dass diese ein wenig später erfolgte, als dir vielleicht lieb gewesen wäre - ja und?

So viel Menschlichkeit sollte sein, einer geschlagenen Politikerin Luft zum Durchatmen zu gewähren.

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Unsinkable2 23.11.2016, 16:43
@earnest

Lieber earnest, es war Frau Clinton, die auf "Traditionen" pochte. Nicht ich. So ähnlich sind wir beide uns nicht, dass du uns verwechseln könntest. 

Also erfinde nichts, gegen das du dann antreten kannst.

Und die "Tradition", auf die Frau Clinton pochte, besagt, dass der Verlierer ALS ERSTER dem Gewinner gratuliert. Nicht "irgendwann".

Im Übrigen ist "stilvoll" subjektiv ... und sollte es auch besser bleiben. Wer seinen Wahlkampf-Manager zur Wahlparty schickt, um die verbliebenen Leute rauszuwerfen, weil er noch nicht einmal ein paar warme Worte für seine treuesten Befürworter hat, der hat wohl jeden "Stil" gebrochen...

Und was das Thema "Menschlichkeit" betrifft: Hier nehmen sich beide Kandidaten nicht die Butter vom Brot. Beide haben kräftig ausgeteilt; zum Teil weit unter der Gürtellinie. 

Mir, persönlich, ist die deutsche Sprache zu arm, um zu beschreiben, wie egal es mir ... Aufgemerkt! ... wäre, hätte nicht ausgerechnet eine Fraktion so exaltiert auf "Stil & Anstand" bestanden...

Auch das weißt du eigentlich. Und auch hier mutet es albern an, wenn du nun krampfhaft etwas zu verteidigen suchst, was nicht meine Erfindung ist, earnest...

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Unsinkable2 23.11.2016, 17:15
@earnest

Gähn.

Nur für mich zum Abgleich: War das jetzt sachlich? Oder eher infantil-polemisch, earnest?

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Ich denke nicht. Clinton hat die Wahl akzeptiert und jetzt die Wahl noch anfechten ist spät und würde nur noch mehr Spaltung und Streit bewirken, vorallem da auch bei einer Neuauszählung in den Bundesstaaten nicht sicher ist ob es das Ergebnis ändern würde.

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Auch wenn es so wäre, würde das nichts ändern.

Denn wie @earnest hier bereits zurecht daran erinnert hat, wurde ja auch 2000 in Florida das Wahlergebnis manipuliert und Al Gore verlor gegen George W. Bush die entscheidenden 25 Wahlmänner Floridas und somit die gesamte Wahl.

Denn selbst wenn sich der Verdacht als richtig herausstellen würde (wie damals bei Al Gore), kann ich mir nicht vorstellen, dass die Demokraten die Wahl diesesmal anfechten würden. Das würde den Keil in der Gesellschaft nur noch tiefer treiben und das kann kein ernsthafter Mensch wollen. Erst recht nicht Hillary Clinton.

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Sein könnte es schon. Wir sollten einfach abwarten. Clinton wird schon dagegenhalten, wen dem wirklich so ist.

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earnest 23.11.2016, 12:00

Mag sein.

Aber Gore hat "damals" auch nicht dagegengehalten - und nicht weiter gegen die skandalöse "Wahlhilfe" des Jeb Bush für dessen Bruder protestiert, als der (republikanisch dominierte) Supreme Court in einer merk-würdigen Entscheidung das Wahlergebnis für rechtmäßig erklärte.

Clinton hat sich nach ihrer Niederlage "staatstragend" präsentiert.

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Dann sollte sich der "Experte" gehackt legen. Ohne Beweise sind das nur Behauptungen. Hinweise, dass etwas manipuliert worden sein könnte, ist ja wohl so butterweich formuliert, dass es vollkommen wertlos ist.

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"Experten" sagen auch, dass Glatzen durch Auflegen von Kuhdung bei Vollmond wieder verschwänden.

Das sind - bisher jedenfalls - völlig unsubstantiierte "Hinweise".

Wäre es anders, wäre ein Aufheulen der Demokraten bis Wanne-Eickel vernehmbar.

Was mich allerdings wundert: dass die Demokraten nicht schon - seitdem Al Gore um seinen Sieg betrogen wurde - das archaische Wahlmännersystem aktiv thematisiert haben - ein System, dass dazu führte, dass ein späterer Kriegsverbrecher Präsident wurde.

Nein, ich meine nicht Trump. Aber warten wir mal ab...

Gruß, earnest

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HansH41 23.11.2016, 12:32

So einen Präsidenten wie Al Gore hätte US-Amerika schon lange dringend gebraucht. Aber leider - wir werden ja nicht gefragt.

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thetee99 23.11.2016, 12:50
@HansH41

Immerhin war er schon Vize-Präsident unter Bill Clinton, aber der US-Vize Präsdient ist von seiner Funktion wohl eher zu verlgeichen mit unserem Bundespräsidenten... also eher sowas wie Dekoration ;)

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HansH41 23.11.2016, 12:53
@thetee99

....so lange das Herz des Präsidenten schlägt.

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Unsinkable2 23.11.2016, 15:57

Was mich allerdings wundert: dass die Demokraten nicht schon - seitdem Al Gore um seinen Sieg betrogen wurde - das archaische Wahlmännersystem aktiv thematisiert haben - ein System, dass dazu führte, dass ein späterer Kriegsverbrecher Präsident wurde.

Aus zwei einfachen Gründen:

  1. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Demokraten und Republikaner sind zwei Flügel einer (politisch-strategischen) Einheitspartei. So, wie CDU, CSU, FDP, SPD, GRÜNE und zunehmend auch die LINKE hierzulande. Und genauso wenig, wie die SPD darauf bestanden hat, Schäuble oder Kohl wegen verschiedener Gesetzesbrüche - darunter auch Meineid - hinter Gitter zu bringen, sind die Demokraten daran interessiert, Republikanern an den Karren zu pissen.
  2. Sie profitieren selbst davon. Das Wahlmänner-System garantiert den "Super-Vorteil" der beiden großen Parteien. Würde es abgeschafft werden, müsste man die anderen Parteien "gleichberechtigen", was zu MASSIVEN VERSCHIEBUNGEN (s. etwa Sanders Ankündigung "Lasst uns eine linke Tea Party gründen!"; was, Hochrechnungen zufolge, einen Einbruch der Demokraten von 40 - 60% bedeuten könnte) führen würde. 


... dass ein späterer Kriegsverbrecher Präsident wurde. Nein, ich meine nicht Trump. Aber warten wir mal ab...


Lass mich raten: Du meinst Obama, den Friedensnobelpreisträger? ;) Der ist - rein was die eigenen Verluste und die toten Zivilisten betrifft - mindestens gleichwertig mit Bush. 

Und wir sollten nicht vergessen: Obama, der Friedensnobelpreisträger, ist der erste Präsident der USA seit dem zweiten Weltkrieg, der seine gesamte Amtszeit mit Kriegen füllte. Darunter mehrere völkerrechtswidrige... 

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earnest 23.11.2016, 16:01
@Unsinkable2

Ach weißt du, mit einem solch polemischen Kommentar - siehe die Wahl von Obama - setze ich mich doch nicht auseinander. 

Das solltest du doch inzwischen gelernt haben. 

Kannst du eigentlich auch sachlich und ohne Polemik?

Ciao.

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Das Anzweifeln von Wahlergebnissen ist nicht neu.
Alle Wahlen, die nicht ins jeweilige Konzept passen, werden erst einmal in Frage gestellt und wenn man dabei nur gläserne Wahlurnen ins Feld führt, die anderswo durchaus opportun sind.:)

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Nun mal langsam.

Nur weil ein paar "Experten" etwas festgestellt haben holst Du gleich zum allgemeinen Rundumschlag aus?

Mir ist nicht klar warum die Medien schlechte Verlierer sein sollen? Standen die auch zur Wahl?

Solange es keine Beweise gibt ist auch das nur eine Verschwörungstheorie.

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Gegner haben es so an sich, dass sie den Wahlsieger Wahlfälschungen vorwerfen. Daher sollte man sich nicht an solch haltlose Spekulationen beteiligen, sie nicht weiter beachten.

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Naja trump hat ja nicht knapp gewonnen sondern mit deutlicher mehrheit. ob das wirklich ein anderes Ergebnis gewesen wäre bezweifle ich

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bohemianflowers 23.11.2016, 11:26

Trump hatte prozentual die Minderheit.

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thetee99 23.11.2016, 11:34
@bohemianflowers

Effektiv hatte Clinton mehr direkte Stimmen der einzelnen US-Bürger bekommen, aber aufgrund des Wahlmänner-Prinzips hatte Trump die wichtigen Staaten für sich entschieden... soviel zur amerikanischen vorzeige Demokratie ;) So ähnlich wie damals Bush gegen Al Gore...

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bohemianflowers 23.11.2016, 11:35
@thetee99

Ich weiß das, ja. Darum finde ich es merkwürdig von "deutlicher Mehrheit" zu sprechen.

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earnest 23.11.2016, 14:48
@TUrabbIT

Ja, leider zählt da ein Relikt aus der "Gründerzeit".

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Es ist doch fast egal wer in den USA Präsident ist. Auch Trump kann nicht viel ändern.

Obama hatte viel vor zu ändern. Er hat aber eingesehen, dass in den USA Andere regieren als die die gewählt werden.

Gib mir die Macht über die Finanzen in einem Land und es kann regieren wer will.
Wer das Geld hat hat die Macht.

Die „hierarchisch gegliederte Wagenburg“ der Machteliten besteht im Kern aus ca. 300 Leuten mit mehreren tausend Profiteuren die oft auch verwandtschaftlich vernetzt sind und die Kapitalflüsse der Erde lenken.
Den Politikern falle vor allem die Aufgabe zu, Verteilungsflüsse „plausibel“ zu machen.
Also Geld regiert die Welt - nicht Obama nicht Trump und auch nicht Merkel.

Schau mal hier: www.wissen2015.wordpress.com

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Klar die suchen nach einer Erklärung wie ihre Prognosen so knapp daneben liegen konnten

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Problem ist wohl einfach, dass 50% nicht wählen gegangen sind. Da muss sich halt auch niemand wundern.

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