Wurde gekündigt,Kündigungsfrist wurde nicht eingehalten,was tun?

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4 Antworten

Das hieße doch er hätte mir am 30.11.15 kündigen müssen

Das ist richtig!

Wenn die Kündigungsfrist 3 Monate zum Ende eines Kalendermonats beträgt, dann wäre bei einem Zugang der Kündigung am 04.12.2015 das Ende des Arbeitsverhältnisses am 31.03.2016.

Du kannst - auch wenn es sich um einen Kleinbetrieb handelt, auf den das Kündigungsschutzgesetz nicht anwendbar ist - Klage beim Arbeitsgericht erheben auf Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung wegen Nichteinhaltung der Kündigungsfrist nicht beendet wurde. Diese Klage muss innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung erhoben werden.

Du kannst aber auch - um eine Klage zu vermeiden - Deinen Arbeitgeber auf die fehlerhafte Kündigung hinweisen, damit er eine neue Kündigung (mit korrekter Frist) ausspricht; aber lass Dich von ihm nicht mit Versprechungen vertrösten, bis die Klagefrist verstrichen und die fehlerhaft Kündigung damit trotzdem wirksam geworden ist!

Ich will dem jetzt binnen 14-Tage widersprechen.

Du kannst einer Kündigung nicht "widersprechen" - Du kannst nur gegen sie klagen (oder den Arbeitgeber rechtzeitig innerhalb der 3-wöchigen Klagefrist zur schriftlichen Rücknahme der Kündigung bewegen)!

Für die Klage brauchst Du in dieser Instanz des Arbeitsgerichtsverfahrens keinen Anwalt; den müsstest Du unabhängig vom Verfahrensausgang ohnehin selbst bezahlen (wenn Du keine entsprechende Rechtsschutzversicherung hast). Die Klage wird bei der Rechtsantragstelle des zuständigen Arbeitsgerichts eingereicht; sie nimmt sie auch zur Niederschrift entgegen und hilft dabei kostenlos bei der Klageformulierung.

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Kommentar von marie2910
05.12.2015, 09:33

Danke,für die Antwort.Ich habe ein Schreiben aufgesetzt in dem ich ihn auffordere die Kündigung zu korrigieren.Habe die Frist, bis das ich rechtliche Schritte einleiten werde zum 14.12.15 ausgesprochen, demnach hätte ich dann noch 11 Tage Zeit die Klage beim Arbeitsgericht einzureichen.Denke aber das er hoffentlich einlenken wird um die Kündigung ausser Gerichtlich zu klären.

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Kommentar von marie2910
05.12.2015, 09:45

Achso in meinem Arbeitsvertrag steht, für das ordentliche Anegstelltenverhältnis wird ausserhalb der Probezeit eine Kündigungsfrist von drei Monaten vereinbart.Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.Mehr steht da nicht, also keine Bezeichnung ob zum Monatsanfang oder Ende oder der Gleichen was gilt dann?Soweit ich weiß gilt zum ersten eines Monats dar ein Monat geschlossene vier Wochen darstellt, hätte ers die Kündigungsfrist anstatt mit drei Monaten mit 12 Wochen fest gestetzt dann könnte er mir zum 1. oder zum 15. eines Monats kündigen, weil die Bezeichnung Wochen somit trennbar ist.Sehe ich das Richtig?

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Die Kündigung gilt nicht, durch den Formfehler ist das Schreiben nichtig.

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Kommentar von Maximilian112
05.12.2015, 14:35

Das glauben wir mal lieber nicht. Auch eine falsche Kündigung wird rechtskräftig wenn nicht dagegen geklagt wird.

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Um was geht es? Mietvertrag? Arbeitsvertrag? Scheidung? Außerdem wäre eine Kündigung zum 04.02. bereits rechtskräftig gewesen, das sind nämlich drei Monate vom 4.12. ab..oder habe ich mich da verrechnet?

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Kommentar von Familiengerd
04.12.2015, 23:09

oder habe ich mich da verrechnet?

Hast Du: 05.12. > 04.01. = 1. Monat, 05.01. > 04.02. = 2. Monat!  :-))

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wenn du in einer gewerkschaft bist, leg' denen dort die kündigung vor (rechtsabteilung)

ansonsten erhebst du einspruch gegen die kündigung (schriftlich) aufgrund der nicht eingehaltenen fristenregelung..

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Kommentar von Familiengerd
04.12.2015, 23:29

ansonsten erhebst du einspruch gegen die kündigung (schriftlich)

Einen "Einspruch" gegen eine Kündigung gibt es nicht!

Der Einspruch müsste an den Arbeitgeber gerichtet werden, was Unsinn ist, weil diese Kündigung eine einseitige Willenserklärung des Arbeitgebers ist, der mit einem "Einspruch" nicht begegnet werden kann!

Gegen eine Kündigung gibt es nur das Mittel der Klage innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung!

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