Wurde die Kündigung vom Vermieter akzeptiert?

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9 Antworten

In der Kündigung bin ich vom Vertrag zurück getreten und habe alles für nichtig erklärt.

Nur, dass das nicht geht. Jetzt kannst Du warten, bis Du schwarz wirst und es ändert sich doch nichts daran, dass ein wirksamer Mietvertrag besteht. Eine Auslauffrist für eine offensichtlich haltlose fristlose Kündigung gibt es nicht und einen Rücktritt vom Mietvertrag auch nicht, so dass dafür erst recht keine Frist gelten kann, nach der dieser stillschweigend hingenommen wurde.

Ob Dein Rücktritt stillschweigend hingenommen wurde, könntest Du zum Beispiel daran erkennen, dass die Wohnung plötzlich von jemand anders bezogen wurde.

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Nun habe ich vor anderthalb Wochen eine fristlose Kündigung unter Zeugen direkt bei ihm abgegeben. Direkt in die Hand gedrückt. In der Kündigung bin ich vom Vertrag zurück getreten und habe alles für nichtig erklärt.

Im  Mietrecht gibt es kein Rücktrittsrecht; wenn es nicht explizit vereinbart ist.

Man kann einen Mietvertrag entweder anfechten oder wenn es ausreichende Gründe gibt.

Mir wurde verweigert eine Küche einzubauen.

In der Regel kann der Vermieter so etwas nicht verbieten.

Vorzeitig muss Dich ein Vermieter nicht in die Wohnung lassen und unwirksame Forderungen oder Klauseln machen einen Mietvertrag nicht unwirksam und berechtigen auch nicht zur fristlosen Kündigung.

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Mir wurde verweigert eine Küche einzubauen.

Das funktioniert nicht. Der Einbau kann nicht untersagt werden, da dies zum normalen Gebrauch einer Wohnung gehört. Hier hättest Du ohne Zustimmung des Vermieters eine Küche einbauen können.

Nun habe ich vor anderthalb Wochen eine fristlose Kündigung unter Zeugen direkt bei ihm abgegeben.

Mit welcher Begründung? Die Tatsache, dass Du keine Küche aufbauen darfst, ist da nicht ausreichend.

Die Tatsache, dass Du vor dem Mietbeginn nicht in die Wohnung gekommen bist, dürfte auch nicht zu einer fristlosen Kündigung führen.

Oder könnte das passieren das in drei Monaten wegen dieser Sache noch ein Schreiben vom Anwalt bei mir einflattert.

Hast Du hilfsweise ordentlich und fristgemäß gekündigt? Wenn die fristlose Kündigung unwirksam ist, dann läuft das Mietverhältnis unbefristet bis in alle Ewigkeit weiter.

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Auf eine Kündigung, egal ob fristlos oder fristgerecht, müssen die Vermieter nicht reagieren.

Hast Du denn die Wohnung geräumt und mit allen Schlüsseln wieder zurück gegeben?

Wobei, wenn ich Deine anderen Fragen dazu lese, ich starke Zweifel habe das die  fristlose Kündigung überhaupt wirksam ist.

Von einem Mietvertrag kann man übrigens nicht zurück treten.

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Du hast zu diesem Thema schon zwei Fragen gestellt und zu allen hast Du gute Ratschläge bekommen, die aber wohl von Dir konsequent ignoriert wurden. Oder hast Du bei Deinem seltsamen Vertragsrücktritt hilfsweise fristgerecht gekündigt?

Wie auch immer. Zieh da nicht ein. Die Leuts werden andere Mieter finden, mit denen sie besser zurecht kommen.

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Sprich mal mit deinem Anwalt.
Bei einem Kündigungsschreiben sollte nämlich ein beglaubigter Termin stehen, sodass ab diesem Zeitpunkt die Kündigung gilt. Das sähe dann so aus:
Sehr geehrte/r ...,
Hiermit wird eine Kündigung eingereicht, die auf Bruch des Mietvertrages in den Punkten ... Beruht.
Bitte informieren Sie Ihren Anwalt und/oder geben eine Rückantwort mit eventuellen gerichtlichen Forderungen. Dies gilt bis zum ..., danach wird wegen Versäumnis und/oder Nichtbeachtens die Kündigung rechtens.

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Kommentar von albatros
11.07.2016, 16:12

Für eine fristlose Kündigung gibt es keinen Termin.

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Kommentar von BIoodMoon
11.07.2016, 16:55

Ja, aber wenn man eine normale Kündigung aufgrund des Vertragbruches und mit festgesetztem Auslauftermin macht, umgeht man, dass man Ewigkeiten auf die Antwort der Vermieter warten muss. Es wäre also eine Zeitsparende Alternative, die zugleich voll rechtens ist.

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Kommentar von BIoodMoon
11.07.2016, 17:46

Ja, eben, dass ist ja das beschriebene Problem.
Aber man kann (nur!) bei einer Kündigung einen Termin festsetzen, aber der die Kündigung Eintritt, auch wenn der Vermieter halt nicht antwortet.
Wenn ich also z.b. Sage bis zum 13. Dezember, kann der Vermieter bis zu diesem Tag seinen Anwalt einschalten, dagegen vorgehen oder mir widersprechen, dann geht das ganze eventuell vor Gericht. Und wenn er gar nicht antwortet, bin ich am 13. Dezember gekündigt.
Das geht halt nicht bei einer fristlosen Kündigung, weswegen ich dies als Zeitsparende Alternative angegeben habe.

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Kommentar von BIoodMoon
12.07.2016, 21:57

Ja, wird er mit Sicherheit machen, das sollte er auch als  richtiger Anwalt. Aber nur, wenn er auch informiert ist. In dieser Fragenbeschreibung ist er das offensichtlich nicht.
Und selbst dann kann man einfach den Vertragsbruch beweisen durch aufzeigen des Mietvertrages in Verbindung mit Zeugenaussagen. Denn wenn der festgesetzte Termin des Einzuges durch Vermieter behindert/entsagt wird und gleichzeitig Eigentum verweigert wird, ist dies (bei einem sinnvollen Mietvertrag ) immer ein Vertragsbruch. Und jede Zuwiderhandlung ist nach deutschem Recht ein Grund aus dem Vertrag aussteigen zu dürfen.
Desweiteren solltest du meiner Antwort vertrauen, da ich selbst mehrere Wohnungen vermiete, schon einige Prozesse hinter mir habe und zufälligerweise ein Praktikum beim Jurist mache.

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Mietbeginn ist nach dem MV 1.7.16. Weder Zurücktreten vom MV noch fristlose Kündigung wären daher erfolgreich. Die gegenwärtige Vereinbarung läuft nur auf eine Duldung durch die Vermieter hinaus.

Also halte die Füße still und warte den 1.7. ab.

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Kommentar von johnnymcmuff
11.07.2016, 21:18

und warte den 1.7. ab.

Wir haben schon den 11.7.

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Dir muss die Wohnung grundsätzlich natürlich erst nach Beginn des Mietvertrags (nicht nach Unterschrift) zur Verfügung gestellt werden. Bestimmt war die Abmachung, dass Du schon früher rein könntest, nur mündlich (also nicht nachweisbar)?

Wenn aber nach Mietvertragsbeginn der Zugang nicht möglich ist, ist das natürlich Vertragsbruch von seiten des Vermieters. Und dann (erst dann) kannst Du natürlich auch (wohl auch fristlos) kündigen. Ob Du Deine Kündigung formal korrekt geschrieben hast, läßt sich aus Deinen Schilderungen nicht entnehmen.

Viel hängt also jetzt - wie Du aus meinen Anmerkungen sehen kannst - am zeitlichen Rahmen.

Etwas überraschend finde ich, dass Du weißt, wer der Anwalt Deiner Vermieter ist. So was wissen meine Mieter von mir nicht. Müssen sie auch nicht wissen, so lange ich keinen Rechtsstreit mit ihnen habe.

Nun, Du wirst ja jetzt einfach die Miete nicht bezahlen. Da siehst Du dann ja, was passiert.

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Die Geschichte hab ich vor 3 Wochen hier schon mal gelesen ...

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