Wurde der Irak 2003 so schnell von der Koalitionsarmee überrannt, obwohl sie die stärkste Macht im Nahen Osten war?

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8 Antworten

Die irakische Armee war taktisch wie militärisch vor allem auf Bodenoffensive ausgelegt. Die militärisch taktischen Erstschläge gegen die irakische Fernaufklärung kamen aber aus der Luft und richteten sich zielstrebig zunächst gegen Radaranlagen, Kommandozentralen, sowie Organe der Luft- / und Fernverteidigung.

Ein strategischer Vorteil für die Alliierten lag hier vor allem in vorheriger ( gründlicher ) militärischer Aufklärung der Ortung strategischer Ziele, moderner und wirkungsvoller Tarnkappentechnologie bei Flugzeugen, sowie auch technischer Überlegenheit der alliierten Luftwaffe.

Danach war es relativ leicht, auch effizient gegen die Bodentruppen vorzugehen.

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Wie der "Nahe Osten" im Vergleich zu den beteiligten Großmächten kein Maßstab ist. Mein Kater ist die mit Abstand größte Katze in meinem Garten, in einem Löwenrudel hingegen, würde er eher schwer bestehen.

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Die Koalition war technisch aber vor allem personell einfach auf dem besseren Stand. Ein amerikanischer Infanterist beispielsweise war wesentlich besser ausgebildet als ein irakischer Fußsoldat.

Aber das war nicht der Ausschlagpunkt, der lag nämlich in der Taktik der Koalition, denn obwohl der Irak über eine starke Luftwaffe verfügte, war sie den USA technisch und zahlenmäßig überlegen. Noch vor der Bodenoffensive war der Krieg so gut wie gewonnen, denn die USA haben zu diesem Zeitpunkt bereits die wichtigsten Militäreinrichtungen, Flugplätze, Kommandozentralen und Radaranlagen zerstört. 

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Die absolute technische Überlegenheit: Luft (brauchen wir nicht drüber zu reden - die irakische Luftwaffe war seit 1990 nicht wettbewerbsfähig), die Reste wurden binnen Stunden zerstört) , Panzer (die T55 der Irakis waren bessere Übungszielscheiben) , Artillerie (moderne amerikanische Fern-Geschütze hatte die irakischen Stellungen zerstört, bevor die den Feind überhaupt gesehen hatten) 

Aber was noch keiner gesagt hatte, aber Dreh und Angelpunkt war, dass die Amis nur mit einem Bruchteil der Mannstärke des Kuwait-Krieges gegen die selbe Armee antraten:  Die ganze Süd-Hälfte ist schiitisch geprägt, ebenso wie das Gros der Mannschaften der Armee!!! Die Einheiten setzen die höheren sunnitischen Offiziere ab, zogen sich Zivil an und beklaschten die Amerikaner und Briten auf ihren Weg nach Bagdad!  

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Man kann nicht irgendwelche Nummern im Nahen Osten mit den Top-Armeen der Welt vergleichen. Weder technisch noch zahlenmässg oder ausbildungstechnisch.

Das war ein ungleicher Kampf.

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wenn du die Türkei zum Nahen Osten zählst, hat diese 730 000 Soldaten und der Irak zu seinen besten Zeiten um die 300 000 Soldaten. Aber die haben laut Wikipedia nicht unbedingt alle für Hussein gekämpft.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Streitkr%C3%A4fte

Schau unter Irak - da steht, dass die Armee gespalten war - 180 000 Soldaten waren Soldaten der Autonomen Region Kurdistan

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Ich glaube du verwechselst du was. Der Irak war nicht und ist nicht die stärkste macht im nahen Osten , sondern früher der Iran und jetzt Saudi arabien und der Iran 

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Kommentar von Parhalia
08.08.2016, 10:07

Bezogen auf "schweres Material & Technologie" hatte Saddam Hussein im nahen Osten unter den arabischen Staaten zeitweise ( ~ 1990 / 1991 ) die stärksten und schlagkräftigsten Armeeverbände der jeweilig benachbarten Einzelstaaten aufgebaut. 

Diese Verbände wurden jedoch in o.g. Zeitraum bereits durch die erste Offensive der Alliierten zur Befreiung des damals durch den Irak besetzten Kuwait stark geschwächt. 

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Ja. Wurde er.

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