Wunsch zu Trösten ändern/ Umkonditionierung?

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3 Antworten

Da hast Du Dir ja ein ziemlich großes Paket aufgeladen. Wenn Du selbst eine dissoziative Störung hast, solltest Du Dich in erster Linie um Dich und Dein Seelenheil kümmern und nicht noch die Verantwortung für sein Leben übernehmen. So wie Du das schilderst, bist Du verständlicherweise damit überfordert (das wäre ich auch), Deinem Freund zu helfen ist die Aufgabe eines Therapeuten. Auch ihn abzulenken ist nicht Deine Aufgabe, Du bist ja kein Animateur oder ähnliches, das muß er schon selbst tun bzw. lernen.

Ich finde das ganze auf keinen Fall eigennützig von Dir, so wie Du das schilderst, daß Dir das so weh tut usw., geht das eher in eine andere für Dich schädliche Richtung, nämlich in Richtung Helfersyndrom. Du solltest vielleicht erstmal besser auf Dich selbst achtgeben.

Wenn Du unbedingt eine neue Konditionierung möchtest, würde ich Dir höchstens eine Löschung empfehlen - also nur auf Deine übliche Tröstversuche verzichten. Das wäre dann vielleicht ein Anstoß für ihn, sich selbst um neue Lösungen zu kümmern, also Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn er dann die für sich passenden Lösungen selbst gefunden hat, sind diese auch viel wirkungsvoller als von außen kommende Bemühungen (Tröstversuche, Ablenkungsversuche) und ähnliches.

Es kommt drauf an warum es ihm schlecht geht, aber Trost oder Mitleid sind wirklich keine gute Berater.......Umkonditionierung = Mut zusprechen, ihn aufstacheln eine Veränderung anstreben oder ihn altivieren, das Problem seines SCHLECHTGEHENS an den Hörnern packen!!!

Trost oder Mitleid sind wirklich keine gute Berater

Ich denke, das kommt auf den Menschen an. :-)

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Das Problem ist meist entweder, dass er sich als Versager fühlt, weil er das Schuljahr wiederholen musste (Klinikaufenthalt) oder wenn er sich an traumatische Sachen erinnert...

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@elenore

Wohl nicht nur eventuell... er hatte die Hilfe jetzt 4 Jahre lang. Zuletzt ein halbes Jahr stationär... er meint es hilft ihm nicht. Auch die Medis haben nicht geholfen... (waren auch Benzos...) es geht ihm aber besser seit... weiss nicht... halbes Jahr... Oft sind wir einfach ein "normales" Pärchen. Manchmal bricht das ganze halt durch bei ihm... Die traumatischen Sachen kommen teilweise von dem Klinikaufenthalt.. (FFE, Flucht, Isolation.... ),,,

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@Farbenfragen

Spezielle Trauma-Therapien bieten die Schöne-Kliniken an, zB. in Bad Bramstedt, die arbeiten und forschen mit dem Klinikum Hamburg Eppendorf zusammen - eine wirklich gute Adresse.

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Trost oder Mitgefühl sind wirklich gute Berater. Ablenkung ist immer nur vorübergehend.

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