Wundermittel oder Hausmittel gegen Krebs?

Support

Liebe/r suell,

das ist eine spannende Ratsuche, allerdings gehört Deine Frage zu einem Bereich, bei dem die Meinungen mitunter sehr stark auseinander gehen. Es ist also in diesem Fall besonders wichtig, dass alle darauf achten, Fragen und Antworten immer sachlich und respektvoll zu formulieren und mit einem kühlen Kopf zu kommunizieren.

Ich möchte Dich und auch die Antwortenden bitten, auf einen angemessenen Umgangston zu achten und auch andere Meinungen zu respektieren. Nicht-sachliche Beiträge werden entfernt.

Vielen Dank für Euer Verständnis.

Herzliche Grüsse

Frieda vom gutefrage.net-Support

16 Antworten

Meinem Vater wurde nach der Diagnose Darmkrebs ein Stück des Darmes operativ entfernt. Er lebte danach noch über 20 Jahre und starb letztes Jahr mit 83 - an Herzversagen. Auch seine jüngere Schwester bekam die gleiche Diagnose und gleiche Behandlung, vor etwa 15 Jahren. Sie ist inzwischen 72 und hat keine diesbezüglichen Probleme mehr gehabt. Beide haben hat den Ärzten schon damals vertraut - inzwischen hat sich die Krebsbehandlung generell noch weiter verbessern können. Sie brauchten keine "Wundermittel", die es auch gar nicht gibt. Aber sie hatten etwas sehr Wichtiges: Vertrauen in ihre Ärzte und Unterstützung durch ihre Angehörigen.

Damit möchte ich dir Mut machen. Steh deiner Mutter während der Behandlung bei, das ist das Wichtigste und Schönste für sie in dieser Zeit. Auch wenn die Medizin leider nicht immer Leben retten und keine "Wunder" vollbringen kann, waren die Möglichkeiten, diese Erkrankung in den Griff zu bekommen, noch nie so gut wie heute. Das solltest du zur Beruhigung im Gedächtnis behalten. Alles Gute für Euch.

DH für Deine einfühlsame und Mut machende Antwort.

3

Die Frage der Sinnhaftigkeit einer Mit-Behandlung durch Globuli wird in diesem Beitrag ausführlich analysiert:

http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=2240

Ich verlinke diesen, weil ich mir sicher bin, dass solche Fakten den meisten Betroffenen nicht bekannt sind und auch nicht durch die Homöopathen erklärt werden. Dadurch fehlen aber wichtige Details für eine Entscheidung, ob man solchen Mitteln vertrauen möchte. Es gibt ja tatsächlich auch viele Homöopathen, die von sich behaupten, Krebs ausschließlich homöopathisch behandeln zu können, und darüber Bücher veröffentlichen. Wenn das funktionieren würde, wären es "Wundermittel". Was sie offensichtlich nicht sind, sonst hätte es Nobelpreise für Forschung und Medizin dafür gegeben. Gab es aber nicht, weder für die alleinige noch für die zusätzliche Behandlung mit Homöopathika. Daher sollte man sich schon gut informieren und nicht nur der Werbung vertrauen.

6

suell,

eine solche Nachricht ist ein Schock, den Ihr am allerbesten als Familie gemeinsam tragt.

Die besten Chancen hat Deine Mutter aber, wenn sie sich einer seriösen Behandlung unterzieht und diese nicht durch herumdoktern an sich selbst erschwert oder gar verzögert.

Vor Chemotherapie hat man natürlich Angst. Dennoch wäre es fatal, sie nicht zu machen, weil man auf ein Wundermittel setzt.

Leider ist es so, dass ein Wundermittel deshalb Wundermittel heißt, weil es ein Wunder wäre, wenn richtig wäre, was einem da so alles versprochen wird. Überleg' mal: Wenn es tatsächlich ein billiges, nebenwirkungsfreieres Verfahren zur Vernichtung der Tumorzellen gäbe, das ebenso zuverlässig wäre, dann wäre das kein Geheimtipp.

Oft liest man dann Verschwörungstheorien wie "die Pharma verdient soooo viel an der Chemo, die unterdrücken Therapie A, weil sie dann weniger Geld machen würden...". Und das soll dann der Grund sein, warum Therapie A zwar viiiiel besser für den Patienten ist, aber immer noch ein Geheimtipp. Das übersieht aber eines: Die Kassen müssen die Therapie zahlen. Die Kassen sind hier also Gegenspieler der Pharma. Und die würden sich auf solche Wundermittel stürzen, wenn es auch nur den geringsten Grund zur Annahme gäbe, dass der Patient damit genauso aussichtsreich, aber billiger und nebenwirkungsfreier zu behandeln wäre. Das geschieht aber nicht. Weil es eben keinerlei Evidenz in diese Richtung gibt.

Zur Homöopathie und Krebs: Man liest immer wieder, man könne Krebs auch erfolgreich homöopathisch behandeln. Angeblich hat ein indischer Arzt - Dr. Banerji - da große Erfolge. Die Ernüchterung kommt, wenn man tatsächlich nachforscht, was hinter solchen Behauptungen steht.

Und das ist: Seit den 1990ern hat Dr. Banerji in seiner indischen Klinik auch Krebspatienten mit einer von ihm selbst erdachten homöopathischen Therapie behandelt. Er selbst schreibt, er habe inzwischen über 30 000 Patienten so behandelt und etwa 20% von ihnen auch geheilt. Man kann leicht ausrechnen, dass das rund 6000 Patienten sein müssten.

Fakt ist: Die US amerikanische Behörde zur Förderung von Komplementärmedizin ist auf ihn aufmerksam geworden und hat ihn gebeten, zur Beurteilung seiner Methode saubere Belege vorzulegen. Trotzdem diese Aufforderung nun schon ein paar Jahre her ist, hat Dr. Banerji keineswegs mehrere 1000 Patientenakten vorgelegt, sondern bis heute nicht einmal 20 Fälle. Statt 20% hat er also nicht einmal von einem Promille seiner Patienten gezeigt, dass das Tumorwachstum verlangsamt oder umgekehrt werden konnte.

Zur Bewertung dieser vorgelegten "Evidenz" sollte man wissen, dass die natürliche Regression bei Krebs durchaus in solche Größenordnungen kommt. Bei einigen wenigen Fällen (im Promille-Bereich) werden Tumore auch von selbst mal wieder kleiner. Alles in allem also ein Beispiel, das zeigt, wie weit Versprechungen und Belege bei sogenannten Wundermitteln auseinanderklaffen. Bitte fallt nicht auf solche falschen Versprechungen herein, nur weil der Weg leichter scheint.

Und man sollte wissen, dass selbst die nie belegte Behauptung von 20% geheilter Patienten schlechter ist, als die Chancen, die Deine Mutter mit seriöser Therapie hat. Du hast jetzt leider nicht geschrieben, in welchem Stadium der Krebs Deiner Mutter ist. Ist er in einem frühen Stadium, so hat Deine Mutter sehr gute Aussichten, mit dieser Krankheit fertig zu werden. Gerade dann, wenn Ihr sie unterstützt und Ihr Mut zusprecht.

Krebs hat in gewisser Weise nicht nur der Patient, sondern die ganze Familie. Ihr müsst aufpassen, dass sie auch an den schlechten Tagen nicht die Hoffnung verliert. Ihr müsst Ihr Mut machen zum Durchhalten. Und Ihr müsst sie auch einmal ablenken von ihrer Krankheit, damit der Fokus auf dem Leben bleibt, nicht auf der Krankheit.

Und das hilft Deiner Mutter mehr, als das Hereinfallen auf Scharlatane. Krebs ist heute keineswegs sicher ein Todesurteil. Daran, dass das so ist, daran haben sogenannte "Alternative" aber keinen Anteil. Dass wir heute Tumorwachstum besser verstehen und etwas tun können, das hat uns nicht die Homöopathie beschert, sondern medizinische Forschung. Und deshalb braucht man heute nicht auf Wunder setzen, man kann auf Wissen setzen.

Bitte gebt nicht auf, das macht es Deiner Mutter nur schwerer.

Viele Grüße

Beste Antwort, DH! :)

5

hier in der BRD stirbt jeder 4.. egal ob reich, oder arm an Krebs... diese Zahl sollte schon klar machen es gibt kein Wundermittel gegen Krebs

man kann seine gesunden Anteile stärken um besser mit der Erkrankung zu leben .. die Ernährung umstellen ist wohl sinnvoll .. da kannst Du ja mal nach googlen evtl. sagt Dir / Euch das Koch-Buch zu Krebszellen mögen keine Himbeeren das ist wissenschaftlich abgesichert.. in Kinderkrebskliniken erprobt und bewährt

ansonsten fall 'nicht auf die Scharlatane rein, die Dir irgendwelche Heilmittelchen andrehen wollen.nicht haltbare Versprechungen machen. denn die haben ihr eigenes Bankkonto und ihre Geltungssucht im Blick , nutzen die Hoffnungs-/ Hilflosigkeit der Kranken schamlos aus..

bedenke, sollte es nur ein einziges wirkliches Heilmittel gegen Krebs geben würde jeder 4. Tote wohl noch leben :))

alles Gute und eine lange beschwerdefreie Zeit für Deine Mutter m.l.G. ;)h

Alternative für Lavita?

Durch die Wechseljahre klappt mein Stoffwechsel nicht mehr und ich nehme immer mehr zu und achte auf meine Ernährung. Ich habe gelesen Lavita soll Wunder wirken. Ist mir aber zu teuer. Gibt es günstigere Alternativen?

...zur Frage

Haare komplett abrasieren?

Also ich habe eine frage... wenn der Arzt bei einem einen bösartigen Tumor diagnostiziert wird er ja erstmal operativ entfert und dann kriegt man im nachhinein die Chemo, muss man sich dann die Haare komplett abrasieren bzw. Kann weil die Haare ja sowieso komplett ausfallen oder fallen die nicht aus ?

...zur Frage

Wieso heißen bösartige Tumore Krebs?

Was hat das Schalentier mit dem bösartigen Tumor zu tun?

...zur Frage

Weshalb sagt man zu Tumoren auch Krebs?

Ist ein Tumor im schlimmen Fall also wenn er bösartig ist ein Krebs? Aber weshalb sagt man es denn nnicht wenn man einen nicht so bösartigen Tumor hat dazu Tumor?

...zur Frage

Bösartiger Tumor im Darm, setzt seit 3 Tagen keinen Kot mehr ab?

Sie ist fast 16Jahre (unsere Katze) und hat einen bösartigen Tumor im oberen Darm. Sie frisst schlecht und ist irgendwie schlapp, trinkt Wasser und schläft sehr viel! Hat sie eine Chance, das zu überstehen? Mann kann ihr keine Medikamente eingeben oder unterjubeln, da sie das aussortiert und ausspuckt!

...zur Frage

wie sollte man sich ernähren wenn man einen tumor hat?

hey leute,

und zwar hat meine oma krebs ( einen bösartigen tumor). ich habe mich im internet ein wenig schlau gemacht, und habe erfahren dass man sich gut ernähren muss, nach der therapie aber auch vor der therapie.

Nun ...

also krebs kann ja auch dadurch entstehen dass man sich falsch ernährt ( ein beispiel wäre, dass man zu oft fleisch isst) .... also sollte man, wenn man krebs hat, wenig fleisch wie möglich essen, oder hat es nichts mehr damit zu tun?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?