Würdet ihr zum Glauben an Gott kommen wenn euch jemand zwingt und droht mit dem Tod?

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26 Antworten

Nein. Meine Religion suche ich mir selber aus und nichts und niemand kann mich zu etwas zwingen, was ich nicht möchte. Es ist völlig in Ordnung an Gott zu glauben, solange man nicht von anderen das gleiche erwartet.

Man kann da zwar "ja" oder "nein" sagen, aber am Glauben ändert das nichts. Glaube geschieht aus innerer Überzeugung. Deshalb kann man auch niemanden zum Glauben zwingen. Glaube bleibt deshalb immer eine Wahl, die nur in Freiheit getroffen werden kann.

Als Atheist würde mir in einer solchen Situation jedes Glaubensbekenntnis leicht über die Lippen kommen, aber eben auch nur über die Lippen. So ein Lippenbekenntnis hätte keine Bedeutung und zum Glauben kann niemand gezwungen werden. Wie sollte das auch gehen?

Vielleicht würde ich so tun als ob, aber wirklichen Glauben kann man nicht erzwingen.

Wenn mir ein irrer Fundamentalist (egal welcher Glaubensrichtung) eine Waffe an den Kopf hält, dann glaube ich auch an die Erscheinung des heiligen Spaghetti-Monsters, wenn es sein muss. Zumindest würde ich das behaupten. Was in mir drin passiert, wird niemals jemand durch Gewalt ändern können.

Dienergottes111 02.08.2017, 22:50

IMMER DIESES „EGAL WELCHE GLAUBENSRICHTIGUNG“  immer dieses über den Kamm scheren.

Alles alles Gute!

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offeltoffel 02.08.2017, 22:54
@Dienergottes111

Korrekt. Religionen schere ich alle über den einen Kamm, nämlich den, dass ich nichts mit ihnen am Hut habe. Und Fundamentalisten sowieso, weil sie nicht im Glauben, sondern in ihrem Wahn vereint sind.

Bei Fundamentalist denken Leute gerne an Islamisten. Das wollte ich damit nur ausschließen, bevor irgendjemand plärrt. 

Nochmal zum Mitschreiben:

- Wer mich bedroht/bedrängt: Christ, Zeuge Jehowa, Jude, Scientologe, Muslim, Freikirchler, Pastafari

- Was ich sage, woran ich glaube, wenn mein Leben bedroht ist: Gott, Jahwe, L. R. Hubbard, Alah, Jesus, Spaghetti-Monster

- Woran ich wirklich glaube: an mich.

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Fantho 02.08.2017, 22:56
@Dienergottes111

Nun, früher war es der 'Christianismus', was heute der Islamismus ist. Wer weiß, was morgen ist?

So gesehen ist der Einwand 'egal, welcher Glaubensrichtung' nicht verkehrt...

Gruß Fantho

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WalterMeineid 02.08.2017, 23:04
@Dienergottes111

Wozu differenzieren? Jede Religion ist institutionalisierter Glaube an etwas das es nicht gibt, daher braucht man nicht differenzieren, weil alles das Gleiche ist.

Selbst eine Unterscheidung, ob man unter Androhung des Todes an Jogurth mit Erdbeeren oder mit Himbeeren glaubt, hat mehr Relevanz.

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IanGaepit 02.08.2017, 22:59

Hallo, vergesst gefälligst nicht die Massaker fundamentalistischer Atheisten!!11!

Ich meine Hitler, Stalin, Mao, alles die Schuld des Atheismus1

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offeltoffel 02.08.2017, 23:01
@IanGaepit

Ich will dir ja deinen Joke nicht versauen (zumindest hoffe ich, es ist einer), aber weder Hitler, noch Stalin noch Mao waren fundamentalistische Atheisten. Das würde ja heißen, dass sie den Atheismus zum zentralen Wesen ihres Daseins gemacht hätten. Tatsächlich waren es eher Psychopathen, die nebenbei auch noch Atheisten waren.

Hoffe, ich verwende das Wort richtig. Gibt ja noch Agnostiker und Nihilisten und weiß der Kuckuck.

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WalterMeineid 02.08.2017, 23:07
@offeltoffel

War Adolf Hitler nicht katholischer und Josef Stalin russisch-orthodoxer Christ?

Auch wenn sie Staatssysteme vertreten haben, die mit dem christlichen Glauben nicht viel zu tun hatten, glaubten sie selbst wie die Masse der Leute die Sonntags in die Kirche rennen.

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IanGaepit 02.08.2017, 23:08
@offeltoffel

Wo man bei Mao und Stalin wohl recht fest davon ausgehen kann, dass es sich um überzeugte Atheisten gehandelt hat (auch wenn das natürlich nicht wirklich der zentrale Baustein ihrer Ideologie war) ist das bei Hitler nicht wirklich nachzuweisen. Er war wohl sicher kein guter Christ im Sinne des Verständnisses von christlichen Fundamentalisten, aber auch in privaten Schriften lassen sich Referenzen zum christlichen Gott finden. Vermutlich glaubte er an die Existenz der christlichen Gottes hat aber wenn überhaupt nur sehr bedingt praktiziert. Dennoch wird er von christlichen Fundis gerne als Atheist dargestellt.

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offeltoffel 02.08.2017, 23:13
@IanGaepit

Danke! Eine echt objektive und informative Oase in dieser Frage voller Hysterie :)

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earnest 03.08.2017, 09:39
@offeltoffel

Manche halten Hitler Glauben an die "Vorsehung" (im Endeffekt: an sich selbst) für bekennenden Katholizismus.

Das ist Unsinn.

Hitler versuchte - trotz des Konkordats mit dem Vatikan! - bei einigen Gelegenheiten gegen Katholiken bzw. die katholische Kirche vorzugehen, wurde aber ausgebremst.

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Mich zwingt so leicht keiner, aber ich habe kein Problem damit, mir auch ohne Zwang bestimmte (unverbindliche) Gottesbilder vorstellen zu können.

Der islamische Gott "Allah" und einige andere besonders kleinkarierte Götter gehören ausdrücklich nicht dazu.


Womit sollte der zwingen wollen?

Erpressen wäre möglich, wenn das Leben von Personen auf dem Spiel stünde (überprüfen dieses "Glaubensbekenntnisses" wäre für denjenigen eh nicht möglich) - dito Tod.

Da die Masse aller Gläubigen das auch nur aus Saisongründen oder/und des eigenen Vorteils wegen tun, hätte ich in solchen schwerwiegenden Fällen auch kein Problem, eine Notlüge anzuwenden.

Einen tieferen Sinn Deiner Frage kann ich nicht erkennen.

So etwas lässt sich nicht und niemals erzwingen, selbst wenn es eine bedrohte Person unter massivem Zwang von sich gibt - was verständlich wäre.

Dieser "euch" kann und würde sein böses Ziel so niemals erreichen !

Der Niedergang in die Dunkeldimensionen (genannt "Hölle") dürfte der Seele von diesem "euch" nach dem Tod sicher sein.


Ganz sicher nicht. Die Freiheit meiner Gedanken ist das höchste Gut. Vielleicht würde ich dem Droher das vorgaukeln, bis ich ihm wegen Nötigung vor das gericht gebracht habe.

Soetwas hat es in der Geschichte schon gegeben, dass jemand aus Menschenfurcht eine Religion angenommen hat. Wer wollte schon als Ketzer auf dem Scheiterhaufen enden?

Es gab andersrum auch Gläubige, die sind für ihren Glauben eher in den Tod gegangen, als ihrem Glauben abzuschwören.

Zeugen Jehovas zu Hitlers Zeiten sind da ein gutes Beispiel. Sie hätten ihrer Hinrichtung entgehen können, wenn sie ein Papier unterzeichnet hätten, in dem sie ihrem Glauben abschwören. Nur wenige machten davon Gebrauch.

Liebe Grüsse Dir ...

Wenn der Zwang Dein Leben kosten würde, dann mach das, denn die eigene Lebenserhaltung ist oberste Priorität...

(Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was des Gottes)

Gedanken und Emotionen können (noch) nicht versklavt werden und eine Menschen (Dir und anderen gegenüber) achtende Lebensweise kann man in jeder Religion ausüben und ausleben...

außer bei den Extremisten, was die Sache erschwerter macht...

Gruß Fantho

Ja: Als Kind! Als Erwachsener habe ich - hoffentlich - die Erkenntnis, dass ich das selbst entscheiden kann  - ob mich jemand zwingen kann oder nicht! ;-)

Ich habe keine Ahnung, wie genau ich mich in so einer Stressituation verhalte. Aber ich vermute, dass ich es nicht werde, weil ich mich mit diesem Thema schon zu viel auseinandergesetzt habe. Ich würde wissen, dass mich Leute auch dann bedrohen können, wenn es keinen Gott gibt.

Ich würde es höchstens vorgeben um mein Leben zu schützen

Nein. Glaube ist wie Liebe, das lässt sich nicht erzwingen.

ich würde zum schein einen glauben annehmen, um mein leben zuende leben zu können.

Diese Frage ist unsinnig. Warum sollte ich an etwas glauben, was nicht existiert, nur weil mich jemand mit dem Tode bedroht, wenn ich es nicht tue.

Ich würde es ihm natürlich sagen, dass ich es tu. Meinetwegen auch dass ich erleuchtet bin und Jesus sehen kann, aber mit der Wirklichkeit hat das nichts zu tun.

Der glaube muss aus dem herzen kommen, nicht aus der Angst.

Er wird dich vielleicht zu einem Bekenntnis zwingen, aber selbst im Islam ist so ein Bekenntnis ungültig. Mit Glauben hat das nichts zu tun.

Kommt drauf an ob der Zwang erfolgreich ist.

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