Würdet ihr überhaupt noch so eine Freundschaft haben wollen?

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5 Antworten

Darf ich einmal Advocatus diaboli spielen? Was machst Du in deiner Kommentierung zur Frage?

  • Den Einstieg machst Du über die von Dir eigentlich nicht gutgeheißenen Eigenschaften, um daraus ein "aber es liegt / lag mir etwas an ihr" abzuleiten. Hier ist die Abfolge interessant, denn das Negative wird vorangestellt und nur relativiert, nicht aber eine positive Aussage über sie, sondern nur über Dich getroffen. Freundschaft bedeutet, auch die vermeintlichen Schwächen des anderen anzunehmen, Freundschaft ist nicht teilbar. Damit aber läßt dieser Einstieg nur zwei Optionen zu: entweder  es war nie eine echte Freundschaft, oder Du hast die Freundschaft faktisch schon innerlich aufgekündigt und suchst hier nach Absolution.
  • Sie geht lieber am Wochenende aus, statt ihren Sohn zu sehen, sie läßt das JA für sich arbeiten, ohne zu forcieren, der Kontakt zu ihr ist eingeschlafen etc. .... Das sind von Dir wahrgenommene Fakten, die Du auf sie beziehst, ohne Charakterzüge von ihr zu bemühen,. ohne sie als Subjekt einzuführen, ohne auch nur im Ansatz zu versuchen, ihr Verhalten über das, was Du als Freundin von ihr wissen könntest und solltest, zu erklären, sondern hier arbeitest Du einzig über Analogieschlüsse. Freundschaft?
  • Freundschaft bedeutet Vertrauen, aber es läßt sich nicht erkennen, daß Du je echtes Vertrauen zu ihr entwickelt hattest. Mehr noch: es ist nicht einmal zu erkennen, daß Du je den Versuch unternommen hast, sie zu verstehen, sie aus sich heraus zu begreifen. Ohne aber sich auf den anderen einzulassen, kann sich kein echtes Vertrauen aufbauen, damit auch keine Freundschaft. Bei Männern spräche man wohl von Kumpeln, denn auf der Ebene wird viel über Klischees gearbeitet.
  • Wäre es eine echte Freundschaft gewesen, wüßtest Du, daß Freundschaft zunächst Vertrauen und Eigenverpflichtung bedeutet. Es geht bei Freundschaft nicht darum, was der andere macht, sondern darum, was man bereit ist, für den anderen zu machen. Du machst hier eine Quid pro Quo-Rechnung auf:" Ich ging in Vorleistung, sie reagiert nicht angemessen, also ein Debet auf meiner Seite." Bei Freundschaften saldiert man anders.

Eine echte Freundschaft wäre hier dadurch gekennzeichnet, daß man Vertrauen darin hat, daß die andere Seite schon ihre Gründe haben wird und sich melden wird, sobald diese Gründe nicht mehr maßgeblich sind. Was, wenn sie mit ihrer aktuellen Situation total unglücklich ist, ihren Sohn nicht damit konfrontieren wollte, aber auch keinen echten Ausweg sieht, deshalb auf Zeit spielt, damit sich ein Weg zeigen möge, Euch aber nicht mit diesen Problemen konfrontieren will, solange sie noch selber keine Weg sieht, nachdem sie die Brücken faktisch durch den Umzug abgebrochen hat? Um sich nicht zu verplappern, ist ein Einfrieren der Kommunikation auch nicht selten. Vielleicht hat sich auch ihr Freund zu einem Kontrollfreak entwickelt, nachdem sie sich ihm durch den Umzug ausgeliefert hat. Auch nur Spekulationen, aber basierend auf den gleichen Fakten, die Du genannt hast, nur daß Du in diese Richtung überhaupt nicht gedacht zu haben scheinst.

Freundschaft?

In einer echten Freundschaft wäre Alternative 3 angesagt: darauf vertrauen, daß sie sich meldet, wenn ihr danach ist, auch wenn es 10 Jahre dauern könnte, ohne ihr dann Vorwürfe zu machen, und in der Zwischenzeit die "Kanäle" für sie offenhalten.


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Kommentar von Ever8deen
22.07.2016, 21:05

wow ich muss entweder A) nen echt wunden Punkt bei dir getroffen haben oder B) der Tag war reif für eine Überdosis *ich zeig der Welt das ich es besser kann - Klugscheißern* für einen so langen Text

Na gut: ich sag mal so, einiges stimmt von dem und einiges nicht. Analogieschlüsse sind es definitiv nicht, denn einiges wurde mir persönlich mitgeteilt und einiges seeeeehr offen über FB, was schon das ein oder andere Problem beim JA einbrachte. 

Die Freundschaft zu verlieren wäre schade, aber ja, insgeheim hab ich schon irgendwo abgeschlossen und nein, ich wollte keine Absolution, sondern nur eine weitere Meinung, weil es ja sein könnte, das ich mich irre. 

Variante 3 ist für mich keine *echte* Freundschaft. Denn wenn einem an jemandem etwas liegt, dann nimmt man sich Zeit für die Person. Freundschaft ist ein Geben und Nehmen. Und nicht wie in ihrem Fall dann, wenn sie sich auskotzen muss oder Hilfe braucht. Und sobald es ihr gut geht, sich gar nicht mehr rührt. 

Klugscheißeralarm von mir: Wenn du wirklich ein Jahrzehnt *vertrauen* würdest das sie sich meldet und sie dann nicht mal zur Rede stellst und es ihr nicht übel nimmst, dann wärst du aber verzweifelt angewiesen auf diese *Freundschaft* 

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Ich bin ein Mensch der sich hinterher ärgern würde wenn ich ihr die Meinung nicht gesagt hätte. Also ich würde es tun. Vielleicht ergibt sich dadurch ja auch nochmal mehr Kontakt wenn sie realisiert was sie da macht.

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Ich denke, Dein Gefühl täuscht Dich nicht.

Für mich wäre sie gestorben.

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Das hört sich nicht schön an bei mir gab es auch so eine ähnliche situation ich wurde auch von einer Freundin einfach ausgetauscht! Ich würde die Raten Einfach nicht mehr den Kontakt zu ihr suchen und wenn sie sich nicht bei dir meldet ist das ein klares zeichen!!! LG und viel Glück♥


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Hallo 😊

Also ich würde mich an deiner Stelle einfach etwas distanzieren. Nich ignorieren oder dergleichen. Denn wenn sie merkt, dass ihr etwas fehlt wird sie sich schon wieder melden.

Sei ihr aber auch nicht böse, wenn ihr das nicht auffällt.

Ich hoffe ich konnte dir damit ein bisschen weiterhelfen😊

TheNeverNamed

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