Würdet ihr sagen, dass mein Bruder süchtig nach Videospielen ist?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Meine Definition von sucht ist, wenn er sich und seinem Leben in irgendeiner weise schadet. Wenn beispielsweise andere Bereiche des Lebens vernachlässigt werden.

Manche Menschen wandern mehrere Stunden, machen mehrere Stunden Sport. Gehen mehrere Stunden shoppen etc...

In einer Welt in der alle Smartphone süchtig sind, kann kaum mehr jemanden den anderen anprangern Süchtig zu sein, da wir selber ständig unser Smartphone checken, und unseren sozialen Fähigkeiten immer mehr verkommen. (Doch wenn wir alle süchtig sind dann merken wir es nicht mehr und nennen es auch nicht mehr sucht. Denn dann ist die Sucht ja normal geworden. Naja, die 5 % nicht süchtigen merken es vielleicht. Denen wird dann aber kein Gehör geschenkt, denn sie sind ja nicht mehr in und aus der Steinzeit)

Versuch doch das was du als negativ siehst mit anderen Worten zu beschreiben.

Ist sein Zimmer weniger aufgeräumt wenn er sehr viel zockt?
Ist er leichter gereizt?
Vernachlässigt er Hausarbeiten?
Vernachlässigt er Freundeskreis und soziale Kontakte?

Videospiele können auch viele soziale Komponenten haben, oder auch intellektuell fordernd und fördernd.

Städteplaner spielen angeblich gerne Sim City.

Frage dich in der Situation am besten selbst: was gefällt dir daran nicht das er so viel zockt. Wahrscheinlich hast du ein "Programm" dagegen. 

Dinge sind nicht gut oder schlecht. Es ist immer die Einstellung dazu. Z.b ist ein Regen nicht gut und auch nicht schlecht. Wenn er dir allerdings die Gartenparty ruiniert ist es für dich ein schlechter Regen.

Wahrscheinlich assoziierst du mit dem zocken negative Dinge oder Erfahrungen. Was genau das ist musst du dich selber fragen. 

Nein gar nicht bin selber Zocker :D wollte nur mal ein paar Meinungen von außen einholen :D 

eben um zu sehen ob ich ein "Programm" habe oder ob andere meine Meinung teilen 

danke für die Antowert! 

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Bei anderen läuft acht Stunden und länger am Tag die Glotze und die machen nichts anderes. Da fragt auch niemand ob die süchtig oder gefährdet sind obwohl denen sinnbildlich das Hirn zu den Ohren raus läuft. Dann lieber zocken, erst recht wenn er wie du sagst ein funktionierendes soziales Umfeld hat und sogar sportlichen Ausgleich. Lass ihn seinen Spaß wenn er sein Studium los geht wars das eh mit exzessiven Videospielarien.

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