Würdet ihr mit jemanden zusammen sein können der Fleisch isst?

22 Antworten

Natürlich. Ich bin aber auch kein Veganer...

Natürlich denke auch ich darüber nach, ob es in Ordnung ist, Tiere zu töten um sie zu essen. Ich bin zu der Ansicht gekommen, dass es OK ist. Nicht weil ich Tiere nicht mag oder kein Mitgefühl hätte. Sondern gerade deshalb. Klingt komisch?

Wie sähe eine vegane Welt denn aus? Angenommen alle Menschen der Welt wären im Laufe der letzten Jahre zu Veganern geworden. Die Bauern müßten ihre Felder ausschließlich mit künstlich-synthetischem Dünger düngen, der das Mikro-Leben im Boden zerstört (man sieht diese Tiere nicht so leicht, es gibt sie aber!). Gras wäre keine nutzbare Ressource mehr, man könnte viele Flächen nicht mehr landwirtschaftlich nutzen. Auch Fruchtfolgen wären schwierig, wenn man nicht zwischendurch Futterklee oder dergleichen anbauen kann.

Tierische Produkte sind wichtige Rohstoffe. Diese müßten alle durch synthetische Produkte ersetzt werden. Kunststoffe haben aber generell einen großen ökologischen Rucksack. Das Plastik-Problem der Meere ist gerade in den Schlagzeilen, aber Plastik ist buchstäblich überall. Sind Lederschuhe (die nebenbei gesagt sehr haltbar sind) nicht besser als kurzlebige Kunststoffschuhe?

Dass die gegenwärtige Massentierhaltung eine Katastrophe ist, darüber brauchen wir sicher nicht zu diskutieren. Eine Welt ganz ohne Nutzung von tierischen Produkten ist aber nach meiner Ansicht nicht mit Tierschutz gleichzusetzen.

Ach so, und weil oft das Argument vom selber Schlachten kommt: Ja, habe ich schon gemacht. Ich kann Kaninchen und Hühnern schlachten und zubereiten. Meinen Kindern habe ich gezeigt, wie man Fische ordentlich schlachtet und ausnimmt. Anschließend haben wir sie gebraten und gegessen.

Dass die gegenwärtige Massentierhaltung eine Katastrophe ist, darüber brauchen wir sicher nicht zu diskutieren.

Das ist krass falsch. Deutschland hat mit die strengsten Nutztierhaltungsvorschriften der Welt und jedes Jahr werden sie noch strenger. Derzeit ist z.B. offen, ob es künftig noch ferkelerzeugende Betriebe in Deutschland geben wird, wegen den so massiv einschneidenden Vorschriften.

Die Tierhaltungsvorschriften werden engmaschig behördlich kontrolliert.

Die ewig behaupte Tierquälerei ist Betrugsgerede von Spendensammelvereinen, peta und Veganisten.

https://ibb.co/cKZPCo

https://www.bwagrar.de/Aktuelles/Politik/Einstweilige-Verfuegung-gegen-Deutsches-Tierschutzbuero,QUlEPTQ3MjczMDYmTUlEPTUyNjEzJkFJRD00NzI3MzA2Jk1JRD01MjYxMw.html

https://www.achgut.com/artikel/tierquaelerei\_auf\_bestellung

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@ScienceDR

Du hast auf der einen Seite Recht. Es ist in Deutschland besser als in den meisten anderen Ländern. Aber für meine Begriffe liegt hier: "ob es künftig noch ferkelerzeugende Betriebe ... geben wird" ein wichtiger Knackpunkt: Diese Spezialisation, die heute als normal angesehen wird, fördert Tierseuchen, weil Tier weit transportiert werden. Sie fördert genetische Monotonie (welche die Tiere anfällig für Krankheiten macht), weil immer dieselben wenigen Hochleistungstiere als Lieferanten für Samen- und Eizellen eingesetzt werden. Tierzucht muß wieder regionaler erfolgen, um ökologisch vertretbar zu sein und auf Dauer die Tiergesundheit zu erhalten. Natürlich geht das nicht bei den Preisen, die derzeit in Discountern am Fleisch stehen.

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Die Frage schein an Vegetarier gerichtet zu sein. (Hätte man vielleicht erwähnen sollen.) Ich bin einer.

Und natürlich, ja. Bei etwa 10% Vegetariern in Deutschland hätte man es sonst auch schwer.

Ich finde es auch gar nicht so schlimm, wenn man Fleich isst, so wie alle meine Freunde und alle aus meiner Familie. Man sollte aber nicht zu viel essen und auf die Herkunft und die Ernährung allgemein achten. Dann ist das überhaupt kein Problem.

Ich könnte sogar mit jemandem zusammenleben, der kein Fleisch isst. Ich koche gerne, auch raffinierte Gemüsegerichte. Für mich gäbe es dann eben noch hin und wieder etwas Fleisch dazu.

Hallo,

ja könnte ich (solange kein Kaninchen und Pferd gegessen wird) und war ich auch: Bis vor paar Monaten hat mein Partner noch Fleisch gegessen. Habe regelmäßig mit gekocht und eingekauft.

Ich setze dann allerdings voraus, dass man auf die Herkunft achtet und auch etwas mehr Geld ausgegeben wird.

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommt drauf an, wie du dieses "Zusammensein" definierst...

Familie, Freunde, Arbeitskollegen, Bekannte - kein Problem !

Früher konnte ich das, was du ansprichst - heute nicht mehr !

Dieser eine Mensch, der heute mit mir seine tiefste innere Überzeugung teilt, indem er mich liebt - und umgekehrt - isst keine Tiere mehr...

Dieser eine Mensch, der mich liebt - mit Haut und Haaren - mit all dem, was mich ausmacht als Mensch, wird auch andere lieben, die keine Stimme haben...;)

Fazit: Lieber alleine glücklich bleiben, als zu zweit einsam - es muss halt einfach passen ! ;)

Halbherzige Kompromisse sind nicht immer eine Lösung - manchmal hilft es eher, Prioritäten zu setzen ! 

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