Würdet ihr für oder gegen ein Grundeinkommen stimmen?

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8 Antworten

Wenn du damit das bedingungslose Grundeinkommen meinst, bin ich dagegen.

Bedingungsloses Grundeinkommen suggeriert, hier gibt es Geld für lau. Jeder wird vom Staat ausgehalten und keiner muss mehr arbeiten. Dass das weder funktioniert, noch finanzierbar ist, sollte eigentlich jedem, der einigermaßen geradeaus denken kann, klar sein.

Ich finde, es sollte der Normalfall sein, dass jeder, der dazu in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt auch selbst verdient. Soziale Unterstützung setzt bei mir als Grundlage die Bedürftigkeit voraus. Es gibt keinen Grund, warum jemand, der nicht bedürftig ist, vom bedingungslosen Grundeinkommen profitieren sollte.

Auch die Höhe des BGE wäre schwierig zu bemessen, da die Lebenshaltungskosten in Deutschland sehr unterschiedlich sind.

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Das hat es in Deutschland bereits und lässt sich als HartzIV bewundern.

Ein Grundeinkommen wäre steuerfinanziert und mithin politischer Willkür ausgesetzt.
Will der Staat gerade sparen und alle jubeln wird er das Grundeinkommen einem Spardiktat aussetzen.
Nicht zu vergessen, gerade die aktuelle Politik ist wirtschaftshörig.

Angenommen man würde das Grundeinkommen bei 50% des Medianeinkommens definieren, wäre die allgemeine Freude dahin, da die
Definition für Armut bei 60% des Median einkommens ansetzt.

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Manche meinen wohl ein bedingunsloses Grundeinkommen bekäme quasi jeder nachgeschmissen, das ist allerdings blanke Unwissenheit. Dieses wäre bei Realisierung "nur" für jene da, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, alles andere sind abwegige Gedanken.

Davon mal abgesehen, wird es im heutigen Kapitalismus in Europa/USA weder Vollbeschäftigung noch ein b.G. geben, realistisch wäre hingegen hierzulande eine Regelung wie vor Schröder, also ein nicht voll entfesselter Kapitalismus. Hinzu müßten dann noch Arbeitszeitverkürzung und Beschäftigungsprogramme kommen, so dass die Arbeitslosigkeit wenigstens abgesenkt werde.


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Kommentar von Interesierter
01.06.2016, 00:01

Ein bedingungsloses Grundeinkommen bekommt jeder nachgeschmissen. Wäre es nicht so, wäre es nicht bedingungslos.

Wird das Grundeinkommen an der Bedürftigkeit festgemacht, sind wir mehr oder weniger beim heutigen ALG II.

Wir haben hier in Deutschland beileibe keinen "entfesselten Kapitalismus" sondern immer noch eine soziale Marktwirtschaft.

Arbeitszeitverkürzungen haben, das haben die Versuche der Vergangenheit gezeigt keine dauerhafte Reduktion der Arbeitslosenzahlen bewirkt. Und alle Beschäftigungsprogramme sind bisher auf lange Sicht grandios gescheitert.

Was uns weiterbringt, ist Bildung, denn viele Langzeitarbeitslose sind schlicht und ergreifend einfach nicht vermittelbar. Es gibt zu viele Menschen, die keine ordentliche Schulbildung und keine Ausbildung haben, aber es gibt zu wenige Menschen, die notwendige Qualifikationen mitbringen, um sie am Arbeitmarkt vermitteln zu können. Hier passen die Gemengelagen einfach nicht zueinander.

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Ich würde dafür stimmen.  Denn dann hätten Lohndumping  und prekäre Arbeitsverhältnisse ein Ende. 

Weil die Arbeitnehmer dann niemanden  finden,  die für Nüsse  und schlechtes Betriebsklima  malochen kommen.

Da muss man dann nett zu seinen Arbeitern sein.

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Kommentar von Interesierter
31.05.2016, 21:30

Zu wem muss man nett sein, wenn der Arbeiter gar nicht mehr kommt, weil er ja jetzt BGE kriegt?

Das System scheitert am falschen (Nicht)Leistungsanreiz.

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Kommentar von voayager
31.05.2016, 22:59

Du hast dich vertippt, du meintest die Arbeitgeber finden dann niemanden mehr, die malochen für wenig Geld.

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Für ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle: Nein. Ich wähle Links, aber ich bin natürlich ein verfechter des Leistungsgedanken. Jeder Mensch sollte und muss mit seinen persönlichen Talenten und Fähigkeiten ein Gehalt erarbeiten können, womit man leben kann. Der Staat soll lediglich nur die Weichen stellen, damit jeder die Chance hat dies zu tun.

Wenn wir über Arbeitslose, Rentner, Invaliden usw. reden, dann bin ich sehr wohl dafür, alle Sozialleistungen zusammenzufassen und in einem Grundeinkommen zu bündeln, welches auf der höhe des Mindestlohns liegt. Von diesem müssen aber Miete, Krankenversicherung, usw. selbst beglichen werden. Ohne dass der Staat weitere Sozialleistungen ausschüttet.


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Kommentar von deripodcola
31.05.2016, 21:04

wie kannst du dich links nennen? du bist einfach nur ein Kapitalist!

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Kommentar von Interesierter
31.05.2016, 21:50

Das ist eine vernünftige und wohldurchdachte Antwort!

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Ich finde es grundsätzlich eine gute Idee. Sehr gut ist, das man (mind. in der CH - an dem nächsten Wochenende stimmen wir in der Schweiz darüber ab) darüber diskutiert.

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Ich könnte mir für ein Grundeinkommen oder Mindesteinkommen erwärmen wenn jemant sein  ganzes Leben gearbeitet Hat oder aus Krankheitsgründen nicht arbeiten kann/konnte ein Rentensytem das aus dem der Österreicher und der Schweizer gemixt würde.

Wer aber in seinem Leben nur im Zuchthaus rumgegammelt oder getrödelt hat oder rumgekifft hat, sollte auch nur satt zu essen bekommen.

Mit freundlichem Gruß

Bley 1914

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ich würde erstmal eine ordentliche Studie und Projekt wollen, indem das BGE gründlich geprüft wird.

aber dennoch stehe ich dem BGE offen gegenüber!

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